Janet Yellen: Fed-Chefin signalisiert Zinserhöhung

Janet Yellen: Fed-Chefin signalisiert Zinserhöhung

, aktualisiert 06. Juni 2016, 19:27 Uhr
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Die US-Notenbank Fed.

Trotz mauer Jobdaten bleiben Zinserhöhungen bei der Fed weiter auf der Agenda. Wenn die Wirtschaft wie erhofft anzieht, soll der Zins schrittweise angehoben werden.

Trotz der zuletzt schwachen Daten vom US-Arbeitsmarkt bleiben Zinserhöhungen laut Fed-Chefin Janet Yellen weiter auf der Agenda. Die positiven Aspekte des Wirtschaftsausblicks überlagerten die negativen Seiten, sagte Yellen in Philadelphia.

Yellen hält nach wie vor eine graduelle Anhebung des Leitzinsniveaus von derzeit zwischen 0,25 und 0,5 Prozent für „wahrscheinlich angemessen“, wenn sich die wirtschaftliche Entwicklung weiter günstig erweist. Erst vor zehn Tagen hatte sie jedoch erklärt, diese Anhebung sei „in den nächsten Monaten wahrscheinlich angemessen“. Diese zeitliche Festlegung ließ Yellen diesmal weg.

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Sie gehe davon aus, dass die Konjunktur moderat zulege und sich der Arbeitsmarkt weiter verbessere. Die Mai-Daten seien zwar enttäuschend ausgefallen. Vor allem Schwarze und Latinos hätten große Probleme, Jobs zu finden. Auch die Inflation habe sich nicht im erhofften Tempo auf die Zielmarke von zwei Prozent zubewegt. Mit lediglich 38.000 waren enttäuschend wenige neue Jobs hinzugekommen.

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Janet Yellen, Präsidentin des Federal Reserve Board (FED) Quelle: AP

Doch dürfe man einem einzelnen Bericht nicht zu große Bedeutung beimessen. Falls die Wirtschaft wie erhofft anziehe, seien schrittweise Anhebungen der Zinsen angemessen.

Händler halten derzeit eine Zinserhöhung im September für wahrscheinlich, der jedoch in diesem Jahr wohl kein weiterer Schritt folgen werde. Der US-Leitzins liegt zurzeit in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent. Die Fed hatte ihn im Dezember auf dieses Niveau angehoben und damit das erste geldpolitische Manöver dieser Art seit rund zehn Jahren gewagt.

Yellen kritisiert möglichen Brexit

Yellen bezeichnete auch die Entscheidung in Großbritannien über ein mögliches Verlassen der EU als risikoreich für die Weltwirtschaft. Diese wird am 23. Juni getroffen. Die nächste Zinssitzung des Offenmarkt-Ausschusses der Federal Reserve ist für 14. und 15. Juni geplant. Viele Analysten erwarten aufgrund der Gemengelage keinen Zinsschritt der Fed im Juni.

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