Mobiles Banking: Per App unterwegs Gewinne mitnehmen

Mobiles Banking: Per App unterwegs Gewinne mitnehmen

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Mobil den Überblick über das Konto behalten - und wenn nötig auch noch Aktien handeln.

von Sebastian Kirsch

Immer mehr Banken bieten Apps an, mit denen Kunden vom Girokonto überweisen oder Aktien handeln können - selbst auf Digitaluhren wie der Apple Watch. Das könnte den Handel für Anleger sogar billiger machen.

Die Welt könnte so einfach sein für deutsche Anleger: Das Finanz-Start-up Robinhood bietet seinen Nutzern eine App an, mit der sie ohne Gebühren Aktien handeln können. Auf ihrem Smartphone oder auf einer digitalen Armbanduhr, wie der Apple Watch.

Üblicherweise fallen beim Kauf von Wertpapieren Gebühren an, die von wenigen Euro bis zig-Euro betragen können. Die fallen bei Robinhood weg.

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Der Wermutstropfen: Bislang ist das nur in den USA möglich. Mit StorteBrokr arbeitet jetzt in Deutschland bereits ein Start-up am gebührenfreien Handel über das Smartphone - unterstützt vom Start-up Accelerator der Comdirect Bank. Was bequem klingt, ist weltweit bislang noch eine Ausnahme. Aber viele Banken haben das Mobile Banking – also Online Banking auf mobilen Geräten wie Tablets, Smartphones und Smartwatches - für sich entdeckt.

Die zehn wichtigsten jungen Finanzdienste aus dem Internet

  • Erläuterung

    Die zehn wichtigsten jungen Internet-Finanzdienste

    Quelle: Unternehmen, eigene Recherche

  • Avuba

    Geschäftsmodell: Girokonto auf dem Smartphone

    Sitz: Berlin

    gegründet: 2013 von Jonas Piela, Oliver Lukesch und Wilken Bruns

    größte Geldgeber: Business Angels

    Nutzer: nicht veröffentlicht

    Mitarbeiter: 9

  • Ayondo

    Geschäftsmodell: Social Trading: ambitionierte Anleger folgen erfahrenen Spekulanten

    Sitz: Frankfurt, London

    gegründet: 2009 von Robert Lempka und Thomas Winkler

    größte Geldgeber: Luminor Capital

    Nutzer: 80.000

    Mitarbeiter: 47

  • Klarna

    Geschäftsmodell: Internet-Zahldienst und Festgeld

    Sitz: Stockholm, Köln

    gegründet: 2005 von Sebastian Siemiatkowski

    größte Geldgeber: Sequoia Capital, Atomico

    Nutzer: 25 Millionen

    Mitarbeiter: 1.100

  • Kreditech

    Geschäftsmodell: Scoring-Algorithmus zum Aufbau einer digitalen Bank

    Sitz: Hamburg

    gegründet: 2012 von Sebastian Diemer

    Investoren: Värde Partners, Blumberg Capital, Pont Nine Capital 

    Kunden: 2 Millionen Nutzer gescored, bei 9 Niederlassungen

    Mitarbeiter: mehr als 200

    Stand:Oktober 2014

  • Moneymeets

    Geschäftsmodell: Private Finanzplanung über soziales Netzwerk

    Sitz: Köln

    gegründet: 2012 von Dieter Fromm und Johannes Cremer

    größte Geldgeber: Dieter von Holtzbrinck Ventures, Family Offices

    Nutzer: etwa 5000

    Mitarbeiter: 12

  • Smava

    Geschäftsmodell: Vermittlung von Bank- und Privatkrediten

    Sitz: Berlin

    gegründet: 2007 von Alexander Artopé und Eckart Vierkant

    größte Geldgeber: Earlybird

    Nutzer: nicht veröffentlicht

    Mitarbeiter: über 100

  • Stockpulse

    Geschäftsmodell: Kursprognosen durch Auswertung sozialer Netzwerke

    Sitz: Köln

    gegründet: 2011 von Jonas Krauß und Stefan Nann

    größte Geldgeber: Ayondo, eigenes Management

    Nutzer: 2.700

    Mitarbeiter: 7

  • Vaamo

    Geschäftsmodell: Automatisierte Geldanlage

    Sitz: Frankfurt

    gegründet: 2013 von Thomas Bloch, Yassin Hankir und Oliver Vins

    größte Geldgeber: Business Angels

    Nutzer: 200 Testkunden, Ziel bis 2018: 100.000

    Mitarbeiter: 14

  • Weltsparen

    Geschäftsmodell: Festgeldanlagen bei internationalen Banken

    Sitz: Berlin

    gegründet: 2013 von Tamaz Georgadze, Frank Freund, Michael Stephan

    größte Geldgeber: Index Ventures

    Nutzer: Etwa 5.000

    Mitarbeiter: 30

  • Wikifolio

    Geschäftsmodell: Social Trading: Anleger folgen erfahrenen Händlern und Profis

    Sitz: Wien

    gegründet: 2011 von Andreas Kern

    größte Geldgeber: Speedinvest, Verlagsgruppe Handelsblatt

    Nutzer: 28.000

    Mitarbeiter: 24

Auch in Deutschland bieten alle Banken und Broker ihren Kunden eigene Apps an. Einen echten Vorteil gegenüber dem Banking am heimischen PC bieten sie den Nutzern meist noch nicht. Wie sich die Nachfrage nach mobilen Bankdienstleistungen entwickeln kann, zeigen jedoch heute schon einige skandinavische Länder.

Dort nutzen mehr als 80 Prozent der Bevölkerung zwischen 16- und 74 Jahren Onlinebanking, zeigen Daten von Eurostat (siehe Karte unten). In Deutschland sind die eher konservativen Anleger bislang nur zu 51 Prozent vom Onlinebanking überzeugt.

Der Branchenverband Bitkom geht von rund 40 Millionen Deutschen aus, die ihre Bankgeschäfte online erledigen. Der Großteil von ihnen macht das aber noch an einem stationären PC zuhause.





Die Nachfrage nach Bankdienstleistungen auf dem Smartphone steigt allerdings an. Einer Umfrage von Roland Berger mit dem Kreditkartenanbieter Visa zufolge können sich 60 Prozent der Deutschen vorstellen, künftig Bankgeschäfte auf dem Smartphone abzuwickeln. Bislang sind es lediglich sieben Prozent.

Doch gerade bei schwankungsanfälligen Marktphasen kann es für Anleger essenziell sein, ihre Positionen möglichst rechtzeitig zu schließen oder neue zu eröffnen. Die Aktienpositionen erst am Abend vom heimischen PC aus an den Handelstag anzupassen, kann Geld kosten.

Robinhood-App Mobiles Spekulieren für lau

In den USA soll eine neue Smartphone-App den Aktienhandel für Privatanleger revolutionieren: Kaufen und verkaufen ohne Kosten. In Deutschland geht das nur mit Abstrichen.

Immer mehr Aktien werden per Smartphone gehandelt. Quelle: AP

Handelsumsätze von Börsen wie der Deutsche Börse-Tochter Tradegate, die mit Öffnungszeiten von 8 bis 22 Uhr Anlegern die Möglichkeit geben, über ihre Depotbank zu handeln, bevor sie ins Büro fahren oder nachdem sie von der Arbeit kommen, steigen kontinuierlich.

Der Orderbuchumsatz, also der Wert aller gehandelten Aktien, stieg bei Tradegate 2015 um mehr als 20 Milliarden Euro auf 75 Milliarden an. Auch Quotrix, die Tochter der Börse Düsseldorf, verspricht extra lange Handelszeiten bis 23 Uhr.

Dabei wäre die eigentliche Innovation, Anlegern auch tagsüber den Zugang zum Aktienhandel schneller, einfacher und sicherer möglich zu machen.

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