Musterdepots: US-Unternehmen toppen die Erwartungen

Musterdepots: US-Unternehmen toppen die Erwartungen

, aktualisiert 20. Oktober 2014, 19:37 Uhr
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Daniel Hupfer

Quelle:Handelsblatt Online

Die Berichtssaison nimmt Fahrt auf und in den USA haben bereits 80 Unternehmen aus dem S&P 500 ihre Zahlen vorgelegt. Die Mehrheit konnte die Erwartungen der Analysten schlagen – was allerdings nicht schwer war.

Die Unternehmen dies- und jenseits des Atlantiks berichten derzeit über die Geschäftsentwicklung des dritten Quartals. Während in Europa noch nicht viele Berichte vorgelegt wurden und daher die Aussagekraft noch gering ist, sieht dies in den USA anders aus. Aus dem S&P 500 haben bereits knapp 80 Unternehmen ihre Ergebnisse präsentiert. Von diesen konnten etwa 67 Prozent die Erwartungen der Analysten schlagen, sodass die aktuelle Berichtssaison wieder einmal ordentlich verläuft.

Einziger Wermutstropfen ist allerdings die Tatsache, dass die Analysten in den vergangenen Monaten ihre Gewinnerwartungen für das abgelaufene dritte Quartal immer weiter gesenkt hatten, so dass die Messlatte für die Unternehmen nicht mehr sonderlich hoch liegt.

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Neben dem Abgleich zu den Erwartungen der Analysten ist aus unserer Sicht aber auch der Blick auf die absolute Entwicklung der Umsätze und Gewinne wichtig, die in den USA zumindest weiterhin leicht steigend sind. Vor dem Hintergrund der nicht mehr günstigen Aktienmarktbewertung in den USA ist dies eine wichtige Voraussetzung für weiter steigende Kurse.

Ein Blick auf die Gewinnausweise der einzelnen Branchen zeigt derzeit deutliche Unterschiede. So konnten sämtliche vorgelegte Berichte der US-Pharma- und Industriefirmen im dritten Quartal positiv überraschen, während das Bild bei den Energie- und Finanzdienstleistungsunternehmen stark eingetrübt ist. Die von uns direkt gehaltenen US-Werte US Bancorp und CVS Health berichten am 22.10. beziehungsweise am 5.11. Wir gehen bei beiden Unternehmen von guten Berichten aus.


Die am meisten unterbewertete Aktie im Stoxx 600

Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV konnte am Montag nach einer Reihe von operativen Problemen sowie Streitigkeiten auf Vorstandsebene eine wieder steigende Fördermenge bekanntgeben. Im dritten Quartal sei die Gesamtproduktion von Öl und Gas um fünf Prozent zum Vorquartal gestiegen. Möglich ist dies durch die Wiederaufnahme der Förderung im krisenerschütterten Libyen sowie durch die gestiegene Fördermenge in Norwegen geworden.

Die Produktion im nordafrikanischen Libyen läuft nach wie vor äußert instabil und deutlich unter den Kapazitätsmöglichkeiten. Nichtsdestotrotz stellt es einen großen Fortschritt dar: Im Frühjahr war die Förderung wegen der immer wieder aufflammenden Unruhen komplett ausgefallen.

Darüber hinaus ist das Raffineriegeschäft in den letzten Monaten so gut wie seit langem nicht mehr gelaufen. Die Durchschnittsmarge dieses Konzernbereiches hat sich im Vergleich zum Vorquartal mehr als verdoppelt. Dies war zum Großteil das Ergebnis der umfassenden Modernisierung einer Raffinerie in Rumänien.

Belastet wird das Konzerngeschäft durch einen weiter sinkenden Ölpreis sowie durch die Probleme auf der Führungsebene. Die am Montag bekanntgegebenen Fortschritte könnten aber ein Zeichen der Wiederkehr auf den Erfolgspfad sein. Laut unserer internen Analyse ist die OMV aktuell die am meisten unterbewertete Aktie im ganzen Stoxx 600 Universum.


Das Grundvertrauen der Anleger steigt

Die Aktienbörsen könnten ihre verlustträchtigste Phase bereits hinter sich gelassen haben. Darauf deuten jetzt Indikatoren des Analysehauses Sentix. Die Fachleute untersuchen regelmäßig das Befinden der Anleger und ziehen daraus Schlüsse für die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten.

Am Aktienmarkt verziehe sich die schlechte Stimmung und das Grundvertrauen der Anleger steige sogar. So das Ergebnis der jüngsten Erhebung der Experten. Damit entstehe eine Rückkaufneigung, die zumindest kurzfristig positiv sei.

Dass Anleger gleichzeitig eine vorsichtigere Gangart einlegten und eine Abneigung gegen risikoreichere Segmente wie etwa Schwellenländeraktien zeigten, sei in der Vergangenheit ebenfalls eher positiv gewesen.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Quellle:  Handelsblatt Online
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