"Nie mehr eine IBAN abtippen": ING Diba kooperiert mit Smartphone-App Gini Pay

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"Nie mehr eine IBAN abtippen": ING Diba kooperiert mit Smartphone-App Gini Pay

von Oliver Voß

Ein Startup will das Bezahlen von Rechnungen erleichtern und künftig Papierkram ganz abschaffen. Eine bekannte Bank haben die Macher damit nun schon überzeugt.

Auch wenn der Stichtag für die europaweiten SEPA-Überweisungen nochmal bis August verschoben wurde, sind jetzt schon viele Kunden von den neuen 22-stelligen IBAN-Kontonummern genervt. Abhilfe verspricht die Smartphone-App „Gini Pay“. Mit dem seit kurzem verfügbaren Programm können Rechnungen einfach gescannt und die Zahlungen direkt via Handy ausgeführt werden. „Man muss nie mehr eine IBAN mit 22 Stellen abtippen, sondern das füllt sich von alleine aus“, sagt Gini-Gründer Steffen Reitz.

Zwar bieten zwar auch Banken mit eigenen Apps oder Anbieter wie Outbank ähnliche Dienste, doch dafür sind vorausgefüllte Überweisungsformulare nötig. „Bei uns ist der Clou, dass man keinen Überweisungsträger benötigt, sondern jede beliebige Rechnung fotografieren kann“, sagt Reitz. Die App erkennt dann automatisch Empfänger, Kontonummer oder Betrag und ordnet sie den entsprechenden Feldern zu. Denn Gini entwickelt seit drei Jahren eine Semantik-Software, die Inhalte aus Dokumenten erkennen kann. „Durch unser lernendes System erhalten wir je nach Feld Erkennungsraten von 95 Prozent und mehr“, verspricht Reitz. Bislang gibt es Gini Pay jedoch nur für das iPhone, die Android-Version soll im Laufe des Jahres folgen. Nutzen können sie ansonsten die Kunden aller großen Banken mit Ausnahme der Commerzbank, die den dahinterliegenden technischen Standard nicht unterstützt.

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Kooperation mit ING-Diba

Mit der Technologie haben die Münchner auch die ING-Diba überzeugt, die Bank hat eine Partnerschaft mit dem Startup geschlossen. „Gini Pay ist eine smarte und innovative Lösung. Wir freuen uns daher, gemeinsam mit Gini Bankgeschäfte ein Stück einfacher machen zu können“, sagt ING-DiBa-Chef Roland Boekhout. Gemeinsam soll es technische Weiterentwicklungen geben, eine Verbesserung bietet schon die in diesen Tagen kommende neue Version: Damit müssen Dokumente nicht mehr abfotografiert werden, stattdessen können beispielsweise E-Mail-Anhang direkt in der App geöffnet werden. 

Der Traum vom papierlosen Büro

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Die Vision von Gini reicht aber noch viel weiter: Alle Dokumente sollen digital gebündelt und dann auch weiter bearbeitet werden. Briefe, Rechnungen, Quittungen werden digital gesammelt und bezahlt, bei Kontoauszügen wird jeder Posten mit dem dazu gehörigen Dokument verknüpft. „Und irgendwann kann man dann auch die Steuererklärung mit wenigen Klicks erledigen, da alle Dokumente schon digital vorliegen“, sagt Reitz. Diese Vision des papierlosen Büros ist allerdings deutlich schwieriger zu realisieren, als die Gini-Gründer ursprünglich dachten: „Wir hatten in den letzten drei Jahren deutlich länger und mehr zu kämpfen als geplant“.

Um dem Ziel näher zu kommen, wechselt Gini nun die Strategie. „Wir werden nicht mehr  alles selber machen, sondern stellen die Plattform für das papierlose Büro anderen Entwicklern zur Verfügung“, sagt Reitz. Dafür öffnet er seine Schnittstelle, die so genannte API. Andere Entwickler können dann Apps entwickeln, die Ginis Spracherkennung nutzen. Ein weiterer Schritt erfolgt bereits im Laufe des Jahres, dann will die Deutsche Post den E-Postscan bundesweit anbieten. Bei diesem Service wird auf Wunsch die gesamte Post digitalisiert – mit Hilfe der Gini-Technologie.

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