Nulltarif in Gefahr?: Mehr Banken wollen Gratis-Konten abschaffen

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Nulltarif in Gefahr?: Mehr Banken wollen Gratis-Konten abschaffen

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Der Trend: Immer mehr Banken verabschieden sich vom kostenlosen Girokonto.

Immer neuer Ärger um Bankgebühren: Während einige Experten eine Tendenz zu weniger kostenlosen Bankkonten sehen, reden andere von einigen wenigen Einzelfällen. Wo Bankkunden mit Gebühren rechnen müssen.

Die Diskussion über kostenlose Girokonten für Sparer ist neu entbrannt. Zunächst hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, Banken würden wieder häufiger Kontoführungsgebühren von ihren Kunden verlangen. Finanzexperten schätzen allerdings, dass es sich dabei lediglich um Einzelfälle handelt.

So berichtet etwa die "Welt", dass die Deutsche Bank einige Sonderkonditionen abgeschafft habe. Lediglich einzelne besonders gute Kunden kamen beim größten deutschen Geldinstitut in den Genuss eines kostenlosen Kontos. Das soll jetzt wegfallen. Offiziell hatte die Bank gar kein Gratis-Konto im Programm.

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Die Finanzberatung FMH sowie das Finanzportal Biallo sehen in der Breite keinen Trend weg von den Nulltarif-Konten. Der Bericht der "Bild" bezog sich hauptsächlich auf die spanische Santander-Bank und eine Reihe kleinerer Sparkassen. Die ebenfalls genannte HypoVereinsbank hat zwar die Produktpalette umgestellt, bietet aber weiterhin ein kostenloses Konto an.

Zinsen, Gebühren, Entgelte Wo Banken bei Privatkunden abkassieren

Die Banken haben Privatkunden als Ertragsquelle entdeckt: Seit der Lehman-Pleite hat fast jede dritte Bank die Gebühren erhöht, darunter auch die großen Finanzkonzerne. Welche Kunden mehr zahlen müssen.

Zentrale der Deutschen Bank: Notorische Gebührenerhöhungen plagen die Privatkunden. Quelle: dpa

Beispiel Santander: Das spanische Bankhaus, das seine Kunden von der schwedischen SEB-Bank übernahm und offenbar als erstes an der Gebührenschraube drehte, überraschte die ausgesuchten Inhaber des Gratis-Kontos Giro4free mit folgendem Schreiben: "Glückwunsch. Ab sofort nutzen Sie GiroStar 1 Jahr kostenfrei!" Die Angeschriebenen brauchten "nichts weiter zu unternehmen", außer nach einem Jahr für den Wechsel von "free" zu "Star" monatlich 5,99 Euro zu zahlen.

Die Santander-Bank bestätigt, ausgewählten Kunden das "GiroStar"-Konto für ein Jahr kostenlos angeboten zu haben. Das Konto böte unter anderem einen zinslosen Sofortdispokredit über 500 Euro sowie einen Reisebuchungsservice mit fünfprozentiger Rückvergütung. Außerdem könnten die Kunden innerhalb der zwölf Testmonate jederzeit zurück in ihr altes Giro4free-Konto wechseln.

Nicht ärgern, sondern wechseln!

Wer von seiner Bank neue Kontoführungsgebühren vor die Nase gesetzt bekommt, kann sich kaum dagegen wehren. Die einseitigen Vertragsänderungen müssen spätestens zwei Monate, bevor sie wirksam werden sollen, mitgeteilt werden und treten dann in Kraft - ob der Kunde widerspricht oder nicht. Das Geldhaus muss die Umstellung nur korrekt in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Girovertrag aufgenommen haben.

"Nicht ärgern, sondern wechseln", ermuntert Josephine Holzhäuser, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zum Handeln. Ein Bankkunde könne jederzeit kündigen und sich ein neues Gratis-Konto suchen, betont auch Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH. Dabei sollten Bankkunden sich vor allem fragen, was sie von ihrer Bank erwarten. Wollen sie lediglich ihr Geld verwalten und erwarten keine persönliche Beratung von der Bank, ist eine Direktbank vermutlich die beste Lösung. Der Wechsel von der klassischen Filialbank zur Direktbank sei für die meisten eine gute Alternative, erläutert Oelmann.


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