
Die Diskussion über kostenlose Girokonten für Sparer ist neu entbrannt. Zunächst hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, Banken würden wieder häufiger Kontoführungsgebühren von ihren Kunden verlangen. Finanzexperten schätzen allerdings, dass es sich dabei lediglich um Einzelfälle handelt.
So berichtet etwa die "Welt", dass die Deutsche Bank einige Sonderkonditionen abgeschafft habe. Lediglich einzelne besonders gute Kunden kamen beim größten deutschen Geldinstitut in den Genuss eines kostenlosen Kontos. Das soll jetzt wegfallen. Offiziell hatte die Bank gar kein Gratis-Konto im Programm.
Die Finanzberatung FMH sowie das Finanzportal Biallo sehen in der Breite keinen Trend weg von den Nulltarif-Konten. Der Bericht der "Bild" bezog sich hauptsächlich auf die spanische Santander-Bank und eine Reihe kleinerer Sparkassen. Die ebenfalls genannte HypoVereinsbank hat zwar die Produktpalette umgestellt, bietet aber weiterhin ein kostenloses Konto an.
Beispiel Santander: Das spanische Bankhaus, das seine Kunden von der schwedischen SEB-Bank übernahm und offenbar als erstes an der Gebührenschraube drehte, überraschte die ausgesuchten Inhaber des Gratis-Kontos Giro4free mit folgendem Schreiben: "Glückwunsch. Ab sofort nutzen Sie GiroStar 1 Jahr kostenfrei!" Die Angeschriebenen brauchten "nichts weiter zu unternehmen", außer nach einem Jahr für den Wechsel von "free" zu "Star" monatlich 5,99 Euro zu zahlen.
Bild: ReutersIn umgekehrter Reihenfolge: Von den Ländern mit attraktiven Realzinsen, zu den Staaten, in denen Sparer real die größten Verluste erleiden
China
Inflationsrate1: 2,20 %
Leitzins der Notenbank: 6,00 %
Bankeinlagenzins (1 Monat): 2,60 %
Rendite 10jähriger Staatsanleihen: 3,25 %
Realzins 1 (Leitzins minus Inflation): +3,80 %
Realzins 2 (Einlagenzins minus Inflation): +0,040 %
Realrendite (Staatsanleihenrendite minus Inflation): + 1,05 %
Für alle Länder: 1 zuletzt gemeldete Jahresrate; Quelle: Bloomberg; Stand 26.07.2012
Bild: ReutersRussland
Inflationsrate: 4,30 %
Leitzins der Notenbank: 8,00 %
Bankeinlagenzins (1 Monat): 6,45 %
Rendite 10jähriger Staatsanleihen: 8,41 %
Realzins 1 (Leitzins minus Inflation): +3,70 %
Realzins 2 (Einlagenzins minus Inflation): +2,15 %
Realrendite (Staatsanleihenrendite minus Inflation: + 4,11 %
Bild: APBrasilien
Inflationsrate: 4,92 %
Leitzins der Notenbank: 8,00 %
Bankeinlagenzins (1 Monat): 7,75 %
Rendite 10jähriger Staatsanleihen: 9,45 %
Realzins 1 (Leitzins minus Inflation): +3,08 %
Realzins 2 (Einlagenzins minus Inflation): +2,83 %
Realrendite (Staatsanleihenrendite minus Inflation: + 4,53 %
Bild: ReutersAustralien
Inflationsrate: 1,60 %
Leitzins der Notenbank: 3,50 %
Bankeinlagenzins (1 Monat): 3,80 %
Rendite 10jähriger Staatsanleihen: 2,80 %
Realzins 1 (Leitzins minus Inflation): +1,90 %
Realzins 2 (Einlagenzins minus Inflation): +2,20 %
Realrendite (Staatsanleihenrendite minus Inflation: + 1,20 %
Bild: ReutersIndonesien
Inflationsrate: 4,53 %
Leitzins der Notenbank: 5,75 %
Bankeinlagenzins (1 Monat): 5,24 %
Rendite 10jähriger Staatsanleihen: 5,74 %
Realzins 1 (Leitzins minus Inflation): +1,22 %
Realzins 2 (Einlagenzins minus Inflation): +0,71 %
Realrendite (Staatsanleihenrendite minus Inflation: +1,21 %
Bild: dpaSchweiz
Inflationsrate: -1,10 %
Leitzins der Notenbank: 0,00 %
Bankeinlagenzins (1 Monat): 0,08 %
Rendite 10jähriger Staatsanleihen: 0,45 %
Realzins 1 (Leitzins minus Inflation): +1,10 %
Realzins 2 (Einlagenzins minus Inflation): +1,18 %
Realrendite (Staatsanleihenrendite minus Inflation: +1,55 %
Bild: ReutersNorwegen
Inflationsrate: 0,50 %
Leitzins der Notenbank: 1,50 %
Bankeinlagenzins (1 Monat): 1,78 %
Rendite 10jähriger Staatsanleihen: 1,35 %
Realzins 1 (Leitzins minus Inflation): +1,00 %
Realzins 2 (Einlagenzins minus Inflation): +1,28 %
Realrendite (Staatsanleihenrendite minus Inflation: +0,85 %
Bild: ReutersSüdkorea
Inflationsrate: 2,20 %
Leitzins der Notenbank: 3,00 %
Bankeinlagenzins (1 Monat): 3,85 %
Rendite 10jähriger Staatsanleihen: 3,06 %
Realzins 1 (Leitzins minus Inflation): +0,80 %
Realzins 2 (Einlagenzins minus Inflation): +1,65 %
Realrendite (Staatsanleihenrendite minus Inflation: +0,86 %
Bild: APMexiko
Inflationsrate: 4,34 %
Leitzins der Notenbank: 4,25 %
Bankeinlagenzins (1 Monat): -
Rendite 10jähriger Staatsanleihen: 4,97 %
Realzins 1 (Leitzins minus Inflation): -0,09 %
Realzins 2 (Einlagenzins minus Inflation): -
Realrendite (Staatsanleihenrendite minus Inflation: +0,63 %
Bild: ReutersJapan
Inflationsrate: 0,20 %
Leitzins der Notenbank: 0,10 %
Bankeinlagenzins (1 Monat): 0,08 %
Rendite 10jähriger Staatsanleihen: 0,72 %
Realzins 1 (Leitzins minus Inflation): -0,10 %
Realzins 2 (Einlagenzins minus Inflation): -0,13 %
Realrendite (Staatsanleihenrendite minus Inflation: +0,52 %
In umgekehrter Reihenfolge: Von den Ländern mit attraktiven Realzinsen, zu den Staaten, in denen Sparer real die größten Verluste erleiden
China
Inflationsrate1: 2,20 %
Leitzins der Notenbank: 6,00 %
Bankeinlagenzins (1 Monat): 2,60 %
Rendite 10jähriger Staatsanleihen: 3,25 %
Realzins 1 (Leitzins minus Inflation): +3,80 %
Realzins 2 (Einlagenzins minus Inflation): +0,040 %
Realrendite (Staatsanleihenrendite minus Inflation): + 1,05 %
Für alle Länder: 1 zuletzt gemeldete Jahresrate; Quelle: Bloomberg; Stand 26.07.2012
Die Santander-Bank bestätigt, ausgewählten Kunden das "GiroStar"-Konto für ein Jahr kostenlos angeboten zu haben. Das Konto böte unter anderem einen zinslosen Sofortdispokredit über 500 Euro sowie einen Reisebuchungsservice mit fünfprozentiger Rückvergütung. Außerdem könnten die Kunden innerhalb der zwölf Testmonate jederzeit zurück in ihr altes Giro4free-Konto wechseln.
Nicht ärgern, sondern wechseln!
Bild: REUTERSPlatz 15: Die staatsgeführte Bank of China ist nicht nur das zweitgrößte, sondern auch das älteste Geldinstitut der Volksrepublik. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich die Bank of China in Sachen Markenwert um zwei Plätze steigern. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 12,86 Milliarden US-Dollar. Die Ergebnisse stammen vom Brand Finance Banking 500 - einer Erhebung, die das amerikanische Beratungsunternehmen Brandfinance mit dem Fachblatt "Te Banker" erarbeitet hat.
Bild: dapdPlatz 14: Das größte Kreditinstitut der Bundesrepublik, die Deutsche Bank, konnte 2011 trotz der europäischen Banken-Krise respektable Ergebnisse vorlegen. Die Universalbank konnte ihre Vorjahres-Platzierung erneut verteidigen. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 12,9 Milliarden US-Dollar.
Bild: dpaPlatz 13: Die Banco Itaú ist die größte Bank in Brasilien und ganz Lateinamerika. Hervorgegangen ist das Unternehmen aus der Fusion der beiden Banken Banco Itaú und der Unibanco. Im Vergleich zum Vorjahr hat das Geldhaus zwei Plätze eingebüßt. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 13,2 Milliarden US-Dollar.
Bild: REUTERSPlatz 12: Die drittgrößte Bank Großbritanniens ist im Vergleich zum Vorjahr um ganze fünf Plätze nach unten gerutscht. Die Turbulenzen auf den Finanzmärkten sind 2011 auch an Barclays nicht spurlos vorübergegangen. Dennoch übertrifft das international agierende Finanzunternehmen in Sachen Markenwert alle anderen britischen Bankhäuser, abgesehen von HBSC. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 13,6 Milliarden US-Dollar.
Bild: REUTERSPlatz 11: Gemessen an der Bilanzsumme ist die Industrial & Commercial Bank of China (ICBC) die größte Bank Chinas. Dennoch musste das Haus in Sachen Markenwert einen kleinen Verlust hinnehmen - im Vergleich zum Vorjahr fiel das Unternehmen drei Plätze nach unten. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 15,2 Milliarden US-Dollar.
Bild: dpaPlatz 10: Die China Construction Bank (CCB) gehört zu den vier größten Banken der Volksrepublik. In Sachen Markenwert hat es das Geldhaus nicht nur geschafft, den Konkurrenten ICBC zu überrunden, sondern auch die Spitzenposition unter den chinesischen Banken einzunehmen. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 15,5 Milliarden US-Dollar.
Bild: PressePlatz 9: Die Banco Bradesco gehört zu den vier größten Banken Brasiliens. Im Vergleich zum Vorjahr büßte das Geldinstitut drei Plätze in Sachen Markenwert ein, ist unter den brasilianischen Konkurrenten aber immer noch Spitzenreiter. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 15,7 Milliarden US-Dollar.
Bild: REUTERSPlatz 8: BNP Paribas ist nicht nur eine der führenden Banken Frankreichs sondern auch ganz Europas - auch in Sachen Markenwert. Das Geldinstitut konnte im Vergleich zum Vorjahr sogar vier Plätze zulegen. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 16,8 Milliarden US-Dollar.
Bild: dapdPlatz 7: Der US-Kreditkartenkonzern American Express hat dank der Ausgabenfreude seiner überdurchschnittlich wohlhabenden Kunden und einer Verlangsamung des Kostenanstiegs im vierten Quartal einen höheren Gewinn als erwartet erzielt. Auch der Markenwert viel weit besser aus als im Vorjahr - das Unternehmen hat sich ganze fünf Ränge nach vorne gekämpft. Damit gelang dem Unternehmen der größte Sprung nach oben – mit einem Plus von 2,7 Milliarden. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 18,2 Milliarden US-Dollar.
Bild: REUTERSPlatz 6: Ebenfalls über eine Sprung nach oben darf sich die US-Großbank Citigroup freuen. Der weltweit größte Finanzdienstleister für Privatkunden legte beim Markenwert im Vergleich zum Vorjahr (Platz 9) drei Plätze zu. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 18,6 Milliarden US-Dollar.
Platz 15: Die staatsgeführte Bank of China ist nicht nur das zweitgrößte, sondern auch das älteste Geldinstitut der Volksrepublik. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich die Bank of China in Sachen Markenwert um zwei Plätze steigern. Der aktuelle Markenwert des Hauses liegt bei rund 12,86 Milliarden US-Dollar. Die Ergebnisse stammen vom Brand Finance Banking 500 - einer Erhebung, die das amerikanische Beratungsunternehmen Brandfinance mit dem Fachblatt "Te Banker" erarbeitet hat.
Wer von seiner Bank neue Kontoführungsgebühren vor die Nase gesetzt bekommt, kann sich kaum dagegen wehren. Die einseitigen Vertragsänderungen müssen spätestens zwei Monate, bevor sie wirksam werden sollen, mitgeteilt werden und treten dann in Kraft - ob der Kunde widerspricht oder nicht. Das Geldhaus muss die Umstellung nur korrekt in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Girovertrag aufgenommen haben.
"Nicht ärgern, sondern wechseln", ermuntert Josephine Holzhäuser, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz zum Handeln. Ein Bankkunde könne jederzeit kündigen und sich ein neues Gratis-Konto suchen, betont auch Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH. Dabei sollten Bankkunden sich vor allem fragen, was sie von ihrer Bank erwarten. Wollen sie lediglich ihr Geld verwalten und erwarten keine persönliche Beratung von der Bank, ist eine Direktbank vermutlich die beste Lösung. Der Wechsel von der klassischen Filialbank zur Direktbank sei für die meisten eine gute Alternative, erläutert Oelmann.























