Porsche, Maserati, Rolex: Vermögensliste offenbart Protzleben der S&K-Chefs

Porsche, Maserati, Rolex: Vermögensliste offenbart Protzleben der S&K-Chefs

Die mutmaßlichen Anlagebetrüger der S&K-Gruppe lebten in Saus und Braus. Das zeigt die im Internet veröffentlichte Liste der Vermögensgegenstände, die beschlagnahmt wurden. Geschädigte Anleger müssen sich sputen.

Ein gutes halbes Jahr nach der Großrazzia hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt das beschlagnahmte Vermögen offengelegt. Im Bundesanzeiger werden die Vermögenswerte von zwölf namentlich genannten Beschuldigten aufgelistet, darunter die inhaftierten mutmaßlichen Haupttäter Jonas Köller und Stephan Schäfer. Auf der umfangreichen Liste finden sich neben Bargeld, Grundstücken und Bankguthaben auch Sachwerte wie Goldbarren, Fahrzeuge und hochwertige Uhren, die nun den Geschädigten zugänglich gemacht werden sollen.

Den Beschuldigten wird Untreue sowie gewerbs- und bandenmäßiger Betrug mit Kapitalanlagen vorgeworfen. Sie sollen über ein Schneeballsystem die Anleger um rund 105 Millionen Euro geprellt und das Geld mit einem extrem aufwendigen Lebensstil verprasst haben. Die strafrechtlichen Ermittlungen dauern noch an. Acht der zwölf Beschuldigten sitzen laut Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft.

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Die vorläufige Liste enthält auch Gegenstände aus den Vermögen der mit S&K verbundenen Firmen. Dazu zählen hochwertige Autos wie ein Porsche Cayenne und ein Maserati-Sportwagen. Schäfer war den Ermittlern zufolge im Besitz von mehr als zehn Kilogramm Gold und nicht weniger als acht Uhren der Marke Rolex. Sein Kompagnon Köller besaß ein unter anderem Motorrad im Schätzwert von 100.000 Euro.
Laut Staatsanwaltschaft ist die Liste nicht abschließend, sondern zeigt den Ermittlungsstand vom 27. August. Ein Gesamtwert der beschlagnahmten Dinge wird nicht genannt.

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Geschädigte können abwarten, ob der zuständige Insolvenzverwalter Zugriff auf die Vermögenswerte bekommt, die mit den Anlegergeldern gekauft wurden. Die zweite Möglichkeit ist die Zwangsvollstreckung. Dafür braucht es laut Staatsanwaltschaft einen vollstreckbaren zivilrechtlichen Titel gegen den Schuldner. Vorläufig genüge auch ein dinglicher Arrest. Nach Recherchen des „Manager-Magazins“ haben bereits die Amtsgerichte München und Frankfurt solche Arreste verhängt. Geschädigte Anleger müssen sich den Ermittlern zufolge sputen: In der Zwangsvollstreckung wird nach zeitlicher Rangfolge der eingegangenen Titel gearbeitet, also wer zuerst da ist, mahlt zuerst.

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