Private Equity: Fonds liegen deutlich unter eigenen Erwartungen

ThemaFonds & ETFs

exklusivPrivate Equity: Fonds liegen deutlich unter eigenen Erwartungen

Bild vergrößern

„Es gibt keine Alternative zu Aktien.“

Thorsten Winkelmann, Fondsmanager von Allianz Global Investors, investiert auch privat in den eigenen Fonds.

von Christof Schürmann

Die seit 15 Jahren stark beworbenen Beteiligungsfonds (Private Equity) haben ihre eigenen, hochgesteckten Erwartungen nicht erfüllt. Nach einer Analyse der WirtschaftsWoche haben vier von acht zur Jahrtausendwende aufgelegte Fonds, die bereits zurückgezahlt sind oder nur noch geringe Restlaufzeiten haben, ihren Anlegern sogar Verluste beschert.

Verlustreich waren beispielsweise Fonds des Hamburger Anbieters MPC, der sich besonders auf sehr junge Unternehmen konzentriert hat.

Den Renditeversprechungen der Fonds sollten Anleger in der Regel keinen Glauben schenken. Der Analyse der WirtschaftsWoche zufolge entwickeln sich viele Fonds nur ähnlich wie die Aktienindizes und liegen damit deutlich unter ihren eigenen, oft zweistelligen Renditeversprechen. Als Faustformel für machbare Renditen können sich Anleger ¬generell am Aktienmarkt orientieren. Dass die Korrelation zwischen Private Equity und Börse sehr eng ist, zeigt auch die Entwicklung von börsennotierten Private-Equity-Gesellschaften und von Zertifikaten und Investmentfonds, die breit in diese Unternehmen investieren. Laut WirtschaftsWoche sollten Anleger von einer Rendite vor Gebühren ausgehen, die über lange Zeiträume zu 90 Prozent mit der des Aktienmarktes korrespondiert.

Anzeige

Allerdings sind die Gebühren der Fonds teilweise so hoch, dass sich seit der Jahrtausendwende oft eine Kapitalanlage in Bundesanleihen mehr gelohnt hat als Fondsanteile der sogenannten Heuschrecken.

Dass die Private Equity Fonds dennoch mit hohen Renditen werben, liegt an Berechnungstricks, so die WirtschaftsWoche. Renditen werden nach der sogenannten Internal Rate of Return (IRR, interne Zinsfußmethode) errechnet. So kann schon allein ein leicht verschobener Abruf des Anlegerkapitals zu einer völlig anderen jährlichen Rendite führen, obwohl der Anleger die gleichen Rückflüsse zum gleichen Zeitpunkt hat. Die Renditen beziehen sich im Wesentlichen auf das noch im Fonds gebundene Kapital und haben mit der individuellen Kapitalrendite des Anlegers nichts zu tun. „So kommen teilweise Fabelrenditen zustande, die aber nichts mit dem echten Geldfluss, der auf dem Anlegerkonto ankommt, zu tun haben“, sagt WirtschaftsWoche-Finanzexperte Christof Schürmann.

11,4 Milliarden Euro haben deutsche Privatanleger nach Recherchen der WirtschaftsWoche zwischen 1998 und Ende 2012 insgesamt in Private-Equity-Fonds investiert. Nach einem Hoch im Jahr 2006 ist der Vertrieb der Fonds allerdings rückläufig. Kauften sich damals Anleger noch für 2,3 Milliarden Euro in die Fonds ein, wurden 2012 nur noch 280 Millionen Euro investiert.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%