Rekordtief: EZB hält Leitzins stabil

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Rekordtief: EZB hält Leitzins stabil

, aktualisiert 05. Dezember 2013, 14:18 Uhr

Die Europäische Zentralbank hält den Leitzins im Euroraum wie erwartet auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent. Notenbank-Präsident Mario Draghi wird die Gründe in einer Pressekonferenz am Nachmittag erläutern.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält unvermindert an ihrer lockeren Geldpolitik zur Krisenbekämpfung fest. Wie erwartet beschloss der EZB-Rat am Donnerstag, den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent zu belassen, teilte die Notenbank in Frankfurt mit. Auch der Einlagensatz bleibt unangetastet bei 0 Prozent. Die 23 Mitglieder des EZB-Rats hatten am Donnerstagmorgen in Frankfurt mit ihren Beratungen über den weiteren geldpolitischen Kurs der Europäischen Zentralbank begonnen.

Nach der überraschenden Zinssenkung vom November haben Experten im Vorfeld auch nicht erwartet, dass die EZB nochmals nachlegt. Vor einem Monat hatte die EZB überraschend ihren Leitzins auf das Rekordtief von 0,25 Prozent gekappt. Die jüngsten Äußerungen von Ratsmitgliedern ließen vermuten, dass es bis auf weiteres dabei bleibt. Allerdings ist bislang weiter unklar, ob im Kampf gegen die Kreditklemme in zahlreichen Euro-Ländern andere Geschütze in Stellung gebracht werden.

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Denkbar sind beispielsweise zusätzliche Geldspritzen nach dem Vorbild der beiden Megatender, über die die EZB Ende 2011 und Anfang 2012 gut eine Billion Euro in das Finanzsystem der Währungsunion pumpte. Auch über ein weiteres Absenken der sogenannten Mindestreserve könnte vielen Banken das Leben noch weiter erleichtert werden. Denn angeschlagene Institute sind nach Meinung der EZB eines der größten Probleme in der Euro-Zone und sorgen für eine schleppend langsame Erholung. Negative Zinsen, also ein Strafzins für Banken die Geld nur bunkern, statt es zu verleihen, dürften wohl nur im Extremfall zum Einsatz kommen.

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Besonderes Augenmerk werden die sechs Mitglieder des EZB-Direktoriums und die Notenbankchefs der 17 Euro-Länder auf die neuen Inflationsprognosen ihrer hauseigenen Ökonomen legen, die ebenfalls am Donnerstag veröffentlicht werden. Sollten diese auf eine längere Phase mit niedrigen Teuerungsraten hindeuten, könnte sich der Rat zum Handeln gezwungen sehen. Schließlich war die Zinssenkung im November mit der niedrigen Inflation begründet worden. Eine zu niedrige Teuerung kann in einem Umfeld schwachen Wirtschaftswachstums auf mittlere Sicht zu Deflation und so zu einer Spirale von sinkenden Preisen, sinkenden Investitionen und wachsender Arbeitslosigkeit führen.

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