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Repression: Wo Sparer noch sparen können

von Sascha Grundmann

Die aktuelle Niedrigzinspolitik ist für deutsche Sparer eine Katastrophe. Und sie dürfte vorerst kein Ende finden. Dennoch gibt es eine Alternative zu Sparbuch, Tagesgeld und Co.

„Die Deutschen sind für ihren enormen Spareifer bekannt. Umso erfreulicher ist es, dass noch mehr Menschen die Notwendigkeit erkannt haben, finanzielle Rücklagen zu bilden – gerade auch in wirtschaftlich stürmischen Zeiten wie aktuell“, sagt Bertil Bos, Managing Director der Bank of Scotland in Deutschland. In einer repräsentativen Studie hat das Meinungsforschungsinstitut das Spar- und Anlageverhalten der Bundesbürger untersucht. Dabei zeigten sich große Unterschiede in den einzelnen Regionen. Wie die Deutschen mit Geld umgehen, hängt auch von ihrem Wohnort ab. Doch gängige Vorurteile zeigten sich dabei nicht.

Quelle: Sparerkompass Deutschland 2012
Eine forsa-Studie im Auftrag der Bank of Scotland

Bild: dpa

Als der Deutsche Aktienindex Dax in der vergangenen Woche erstmals seit gut vier Monaten die Marke von 7000 Punkten übersprang, mussten sich einige Experten die Augen reiben. Das hatten sie zuvor für wenig wahrscheinlich gehalten.

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Ihre Skepsis ist an und für sich auch angebracht. So gibt es mindestens zwei Gründe, Aktien derzeit kritisch zu sehen. Da ist zum einen der lahmende Export der bisherigen Wirtschaftslokomotive China – im Juli fuhr das Reich der Mitte lediglich ein Prozent mehr aus als im Vorjahr. Zum anderen drücken langsam, aber sicher die Probleme der Euro-Zone auch auf die Stimmung der deutschen Wirtschaft. Die Deutsche Bundesbank etwa teilte in ihrem jüngsten Monatsbericht mit: „Die Konjunktur in Deutschland könnte nach der Jahresmitte stärker als bisher durch die Verunsicherung im Euro-Raum beeinträchtigt werden.“ Gerade die Stabilität der deutschen Konjunktur hatte den Bullen an der Börse bislang als eines der stärksten Argumente für steigende Kurse gedient.

Keine Wahl für Sparer

Die Bedenken der Deutschen Bundesbank verdrängen die Anleger allerdings offensichtlich. Vom Absturz im ersten Quartal, als er innerhalb weniger Wochen von über 7000 auf unter 6000 Punkte fiel, hat sich der Dax mittlerweile fast gänzlich erholt. Doch woher stammt der Optimismus der Aktienanleger in den vergangenen Wochen? Die Antwort dürfte einfach sein: Es mangelt einfach an Alternativen.

Wem das Risiko bei Aktien zu hoch ist, der wählte bislang vorzugsweise defensivere Anlageklassen. Er legte sein Geld beispielsweise auf ein Tages- oder ein Festgeldkonto. Oder er kaufte Anleihen solider Staaten. Bislang wohlgemerkt. Denn mittlerweile sind diese Alternativen keine mehr.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 22.08.2012, 15:31 UhrWegweiser

    Das eigentliche Problem ist, dass die EZB ihre gesamte Geld- und Währungspolitik für siebzehn unterschiedliche Volkswirtschaften einheitlich ausrichten muss. Viele Europroblemvolkswirtschaften befinden sich in einer rezessiven Phase, sind überschuldet und leiden unter größeren Kapitalabflüssen. Neben den für uns entfallenen Aufwertungsgewinnen einer eigenen Währung müssen wir nunmehr zusätzlich noch eine reale Geldentwertung hinnehmen. Dazu kommen noch die erheblichen Risiken, die sich aus der Vergemeinschaftlichung, der Monetarisierung und der Sozialisierung von Fremdschulden und von Fremdrisiken für uns ergeben.

    Eine äußerst unbefriedigendes Geschäftsmodell für die deutschen Sparer und Anleger, was uns in den nächsten Zeitperioden noch sehr viel Freude bereiten wird.

  • 22.08.2012, 15:07 Uhrskyjellyfetty

    Ich habe mein Geld bei Prokon für 8% angelegt.Allen Unkenrufen zum Trotz funktioniert das seit über 7 Jahren.
    Die Banken können mich mal!

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