Rohstoffe: Deutsche besitzen fast 8000 Tonnen Gold

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Rohstoffe: Deutsche besitzen fast 8000 Tonnen Gold

Die Deutschen setzen auf physisches Gold als Inflations- und Krisenschutz. Gekauft wird das Edelmetall meist in der Bank - nur die Aufbewahrung nehmen die Kunden lieber selbst in die Hand und bunkern ihr Gold zu Hause.

Ein Drittel der Privatpersonen in Deutschland erachtet Gold als Teil einer langfristigen Anlagestrategie. Dies ergab die Studie "Goldinvestments: Besitz, Trends und Erwartungen von Privatpersonen in Deutschland 2012" des Edelmetallkonzerns Heraeus und des Research Centers for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin. Der bedeutendste Aspekt für eine Goldanlage ist dabei die Absicherung gegen wirtschaftliche Krisen. Die Rendite ist zweitrangig. Nur wenige erachten Gold als Spekulationsobjekt.

Goldanlagen als Krisenschutz

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Nahezu jeder Dritte, der Gold als langfristiges Investitionsobjekt erachtet, sieht den Krisenschutz als Hauptargument für den Kauf von Gold. Die Renditesteigerungs- oder Diversifikationspotentiale im Anlageportfolio sind eher zweitrangig. Dies untermauert auch die steigende Goldnachfrage von Privatkunden in den letzten Monaten. "Kunden stehen den Maßnahmen der EZB und der Fed sowie dem Geschehen an den Kapitalmärkten zunehmend skeptisch gegenüber und möchten ihr Erspartes durch Gold langfristig sichern" sagt Hans-Günter Ritter, Geschäftsführer von Heraeus.

Der Edelmetallausblick 2013 der Commerzbank

  • Goldangebot

    Die Minenproduktion dürfte 2013 leicht steigen. Nennenswerte Produktionszuwächse soll es jedoch vor allem in China und Russland geben. Allerdings rechnen die Commerzbank-Analysten nicht damit, dass dieses zusätzliche Angebot auf die westlichen Märkte gelangt, weil in diesen Ländern zugleich die Nachfrage stark steigt. Die Goldproduktion in Südafrika leidet hingegen unter abnehmenden Erzgehalt, Streiks der Minenarbeiter und ansteigenden Kosten. Ein steigendes Angebot könnte es beim Altgold geben, das bereits für rund ein Drittel des Gesamtangebots steht.

  • Goldnachfrage der Verbraucher

    2012 hat die Nachfrage bislang abgenommen und wird aller Voraussicht nach am Jahresende untere unter der des Vorjahres liegen. Das wäre der erste Rückgang seit 2009. Nachdem die Nachfrage im zweiten Quartal ungewöhnlich schwach war, fiel sie im dritten Quartal wieder ungewöhnlich stark aus. Nach Steuererhöhungen und Rekord-Goldpreise in heimischer Währung lag die Nachfrage aus Indien bis Ende November 24 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das verlangsamte Wachstum in China bremste auch dort die Nachfrage um acht Prozent im dritten Quartal. Für 2013 rechnet die Commerzbank mit einer Belebung der Goldnachfrage aus Indien und China, die für etwa die Hälfte der globalen Goldnachfrage stehen.. In Indien sollten sich die Goldkäufer an das gestiegene Preisniveau gewöhnt haben, in China mehren sich die Anzeichen einer konjunkturellen Erholung.

  • Goldnachfrage der Investoren

    Die Nachfrage von Investoren sollte von im Umfeld niedriger oder sogar negativer Realzinsen von der Flucht in Gold als wertstabile Anlage und alternative Währung profitieren. Zuletzt war die Investorennachfrage rückläufig und lag im dritten Quartal neun Prozent unter dem Vorjahreswert. Gold-ETFs sollten jedoch wie im dritten und vierten Quartal weiter Zuflüsse verzeichnen. Unter Berücksichtigung der außerbörslichen Geschäfte, hat die Commerzbank für 2012 eine um sieben Prozent höhere Investmentnachfrage gegenüber 2011 errechnet.  Nachdem spekulative Investoren ihre Wetten auf einen steigenden Goldpreis deutlich reduziert haben, könnte ein Stimmungswechsel der kurzfristig agierenden Finanzanlegern den Goldpreis deutlich steigen lassen. Auch die Nachfrage nach Münzen und Barren sollte 2013 zulegen.

  • Goldnachfrage der Zentralbanken

    Noch im Sommer hielten sich die Notenbanken mit Goldkäufen zurück. Im dritten Quartal kaufte vor allem die Türkei Gold – hauptsächlich, weil dort die Zentralbank Gold von den Geschäftsbanken als Mindestreserve akzeptiert. Seit Oktober ziehen die Goldkäufe durch Zentralbanken allerdings spürbar an, allein in einem Monat flossen den Instituten netto 40 Tonnen Gold zu. Der World Gold Council rechnet damit, dass die Staaten und Notenbanken 2012 den Rekord-Nettokauf von 457 Tonnen im Jahr 2011 nochmals übertreffen. Damit würden die Zentralbanken bereits im vierten Jahr in Folge als Netto-Käufer auf dem Goldmarkt auftreten.

  • Goldpreis

    Der Goldpreis dürfte seinen Aufwärtstrend wieder aufnehmen. Hauptgründe dafür dürften den Commerzbank-Analysten zufolge die ultralockere Geldpolitik der Zentralbanken und geopolitische Risiken sein, die Gold als wertstabile Anlage und sicheren Hafen aufwerten. Seinen Aufwärtstrend Den Preis für eine Feinunze Gold in US-Dollar erwartet die Commerzbank im ersten Quartal bei 1950 Dollar, im zweiten Quartal bei nur 1900 Dollar und im dritten Quartal erneut bei 1950 Dollar. Für das Gesamtjahr 2013 rechnen die Experten auch mit einem Durchschnittspreis von 1950 Euro.

Obwohl der Goldpreis in den letzten Jahren, trotz einiger Korrekturen, immer wieder neue Höchststände erreichte, erachtet nur jeder Zehnte Gold als interessantes Spekulationsobjekt. Dies unterstreicht die primäre Bedeutung von Gold als "Safe Haven", eine Eigenschaft, welche die meisten Privatpersonen dem Edelmetall beimessen. Allerdings besitzt Gold für ein Fünftel der Studienteilnehmer lediglich einen ideellen Wert und stellt kein Anlageobjekt dar. Das Hauptargument für diese Auffassung ist, dass Gold aus Anlagegesichtspunkten "totes Kapital" darstellt und keinen Zinsertrag bringt.

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