Rohstoffe: Goldminenaktien im Tal der Tränen

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Rohstoffe: Goldminenaktien im Tal der Tränen

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Zuletzt ging es für Aktien von Minengesellschaften nur bergab.

von Saskia Littmann

Der niedrige Goldpreis hat die Minengesellschaften in ihre schlimmste Krise geschickt, die Förderung ist nicht mehr profitabel. Anleger bekommen das bei Minenaktien zu spüren. Ist hier in Kürze Besserung in Sicht?

Die Misere der Goldminen ist mittlerweile deutlich sichtbar. Denn in Südafrika, wo rund ein Drittel der weltweiten Goldreserven liegen, kämpfen Minenarbeiter und Arbeitgeber erbittert um mehr Lohn. Während die Gewerkschaften für die Männer unter Tage Lohnerhöhungen von bis zu 100 Prozent forderten, liegt das derzeitige Angebot der Arbeitgeber gerade einmal bei vier Prozent.

„Die Zukunft unserer Industrie steht auf dem Spiel“, sagte Elize Strydom, die die Verhandlungen für die Minenbetreiber leitet. Denn rund 60 Prozent der Förderung sei angesichts des aktuellen Goldpreises von 1288 Dollar je Feinunze unprofitabel. Würden jetzt noch die Löhne steigen, würde sich die Förderung für die Rohstoffminen gar nicht mehr lohnen. Vielerorts wird bereits mit einer Konsolidierung der Branche gerechnet, nur wenn deutlich weniger Unternehmen am Markt operieren, dürfte sich die Förderung noch lohnen.  

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Die Misere der Minenbetreiber ist groß. Hauptproblem ist der Goldpreis, der sich weit von seinem Höchststand 2011 entfernt hat und seit der Wende im Herbst vergangenen Jahres fast 30 Prozent seines Wertes eingebüßt hat. In den vergangenen Wochen ging es zwar wieder leicht aufwärts, der Rohstoff konnte sich von der kritischen Marke bei 1200 Dollar je Unze wieder entfernen. Dennoch herrscht im Markt Uneinigkeit darüber, ob das das Ende der Talfahrt ist.

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Quelle: dpa

Die US-Investmentbank Morgan Stanley rechnet sogar mit einem auf Jahre fallenden Goldpreis. Die meisten rechnen allerdings mit einer Bodenbildung zwischen 1000 und 1200 Dollar. Auch der berühmte Schweizer Vermögensverwalter Felix Zulauf sagte im Interview mit der WirtschaftsWoche, er rechne mit einem Tief zwischen 1150 und 1250 Dollar je Unze, denn die Voraussetzungen für eine Bodenbildung seien gut.

Zwar dürfte das den Minenbetreibern Hoffnung machen, dennoch leiden sie jetzt unter den niedrigen Preisen, die sie für das geförderte Gold bekommen. Denn in Zeiten als Gold noch von einem Hoch zum anderen kletterte, haben sie fleißig in ihre Minen investiert und Kapazitäten ausgebaut. Diese Mehrkosten fallen den Unternehmen wie Barrick Gold, Goldcorp oder Newmont Mining ihnen jetzt auf die Füße.  

Sollte der Goldpreis dauerhaft unter einem Niveau von etwa 1500 Dollar je Unze bleiben, dürfte es für einige Minenbetreiber eng werden, der Markt könnte sich verkleinern. Auch Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank, rechnet damit, dass Minengesellschaften sich weiterhin schwach entwickeln werden. „Die Industrie hat seit Jahren massiven Gegenwind“, sagt Weinberg. Nicht nur die sinkenden Goldpreise machten den Unternehmen zu schaffen, hinzu kämen teure Umweltauflagen, steigende Transportkosten und höhere Ausgaben für Strom.

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