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Rücklagen: Weniger Erspartes als gewünscht

Die Deutschen sind sparsam und bemühen sich, den Betrag auf der hohen Kante weiter zu erhöhen, aber laut einer Umfrage sparen sie nicht so viel, wie sie eigentlich möchten.

Immer reicher

Das Vermögen der Deutschen wächst und wächst. Seit Jahrzehnten steigert sich das Geldvermögen der Privathaushalte fast stetig - zuletzt gab es zu Beginn der Finanzkrise 2008 eine Delle in der Kurve. Nach der Wiedervereinigung lag das Geldvermögen noch bei 1,751 Billionen Euro, fünf Jahre später hatte es schon einen Wert von vier Billionen Euro. 2011 stieg das Vermögen um rund 57 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr an. Die positive Konjunktur und die stabile Lage am Arbeitsmarkt hätten das verfügbare Einkommen gesteigert und damit die Vermögensbildung begünstigt, erklärten die Währungshüter. Gebremst wurde die Entwicklung durch Kursverluste an den Kapitalmärkten

Bild: ap

Die deutschen Sparfüchse müssen einen Gang zurückschalten. Obwohl viele Deutsche gerne sparen möchten, schafften sie im vergangenen Jahr nicht so viel zurückzulegen, wie sie es sich gewünscht hatten.

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2011 lag der maximal mögliche monatliche Sparbetrag bei durchschnittlich 185 Euro. Tatsächlich legten die Befragten 20 Euro weniger zur Seite, wie der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken am Montag in Berlin mitteilte. Um ihre Ziele erreichen zu können, seien 234 Euro nötig gewesen.

Im Auftrag des Verbandes wurden den Angaben zufolge im Mai dieses Jahres 2001 Deutsche ab 18 Jahre befragt. „Eine mangelnde Sparbereitschaft ist bei den Bundesbürgern nicht festzustellen, aber dem Sparwillen sind bei einigen Bürgern teilweise finanzielle Grenzen gesetzt“, erklärte Vorstandsmitglied Andreas Martin. Das betreffe vor allem junge Menschen und Geringverdiener. „Die weiterhin gute Einkommensentwicklung der privaten Haushalte in diesem Jahr dürfte aber helfen, die Sparfähigkeit der Bundesbürger zu erhöhen.“

Die Sparlücke dürfte sich nämlich 2012 tendenziell wieder verringern. „Vor dem Hintergrund anhaltend steigender Einkommen dürften die Bundesbürger in diesem Jahr ihren Konsum und ihre Ersparnis in etwa gleichem Maße steigern, nachdem sie im vergangenen Jahr ihr zusätzliches Einkommen fast ausschließlich für konsumtive Zwecke verwendetet hatten“, erwartet Martin.

Geldvermögen der Deutschen angestiegen

Die Sparquote ging 2011 dem Statistischen Bundesamt zufolge um 0,4 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent zurück. Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit 11 Prozent. Weil den Angaben zufolge die Deutschen verstärkt in Immobilien investieren, ging die Geldvermögensbildung der Haushalte um 5 Milliarden auf 148,8 Milliarden Euro zurück.

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Bankeinlagen seien wie in den Jahren davor die beliebteste Anlageform der Deutschen geblieben - bei den Banken seien im vergangenen Jahr 66,7 Milliarden Euro gelandet. Das Geldvermögen lag Ende 2011 bei rund 4,7 Billionen Euro, knapp 57 Milliarden weniger als Ende 2010.

Die Ansprüche gegenüber Versicherungen inklusive Pensionsrückstellungen stiegen im gleichen Zeitraum um 56,2 Milliarden Euro, Wertpapiere zogen lediglich knapp eine Milliarde Euro auf sich. Das gesamte Geldvermögen der Deutschen betrug Ende 2011 4.715 Milliarden Euro. Das waren nur knapp 57 Milliarden Euro mehr als Ende 2010.

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