Russland und die Börse: Gute Gründe für Gold

KommentarRussland und die Börse: Gute Gründe für Gold

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Ein Ukrainer protestiert vor dem Weißen Haus in Washington

Die zunehmenden geopolitischen Spannungen sind nur ein weiterer Grund dafür, in den sicheren Hafen Gold zu investieren, und einen größtmöglichen Abstand zu dem Hochrisikospiel an den Finanzmärkten zu wahren. Ein Gastbeitrag.

"In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt." (Egon Bahr, geb. 1922, SPD-Politiker und Bundesminister a.D.)

Schaut man sich die aktuellen Geschehnisse in der Ukraine an, wird angesichts der energie- und geostrategischen Bedeutung des Landes klar, warum die ihre Weltmachtstellung mit allen Mitteln verteidigenden USA seit 1991 mehr als fünf Milliarden US-Dollar in die „Demokratie-Bewegung“ des Pleitelandes „investierte“. Da der Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten der Ukraine just in dem Moment durchgezogen wurde, als dieser kurz vor der Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommens mit Russland stand, drängt sich das Gefühl auf, dass die von den USA seit Jahren forcierte Einkreisung (Nato-Osterweiterung, Raketenschild) des Energie- und Rohstoff-Reiches Russland aktuell sogar eine neue, gefährliche Eskalationsstufe erreichen soll!

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Nachdem das „Fuck the EU“-Putsch-Drehbuch der USA durch ein abgehörtes Telefonat der Abteilungsleiterin des US-Außenministeriums Victoria Nuland dummerweise öffentlich wurde, überraschte die Reaktion der EU-Führer auf die - immerhin demokratisch legitimierte - Renationalisierung der für Russland strategisch unverzichtbaren Krim umso mehr!

Obwohl Europa ganz im Gegensatz zu den USA mit der russischen Wirtschaft eng verflochten ist, und ein Konflikt mit dem russischen Nachbarn für die europäische Wirtschaft und damit insbesondere für Deutschland erhebliche Risiken in sich birgt, brannten bei den selbst ernannten Völkerrechtsverteidigern in der EU schlagartig alle diplomatischen Sicherungen durch. Ganz im Sinne der die Puppen „tanzen“ sehen wollenden USA wurde Putin zum neuen Hitler stilisiert, und Russland schwerste Sanktionen angedroht. Für dieses absurde Theater, das potenziell sogar die Energieversorgung Europas gefährdet, fand der Publizist Peter Scholl-Latour klare Worte: „Fuck the EU!“

Anteil der Energieträger Quelle: Eurostat

Anteil der Energieträger an den Energieimporten der EU im Jahr 2010. Klicken Sie für eine detaillierte Ansicht bitte auf die Grafik.

Bild: Eurostat

Trotz der neuen Bedrohungslage herrschte an den Aktienbörsen nach einer kurzen Korrektur schnell wieder die „nur nichts verpassen“-Normalität vor. Die herrschende Sorglosigkeit gipfelte sogar darin, dass im Zuge der Krim-Krise ausgerechnet die staatlichen Schuldtitel der beiden Krisenländer Spanien und Italien in den Status eines „sicheren Hafens“ erhoben wurden!

Während sich die von den Notenbanken vollkasko-versicherten Anleihe- beziehungsweise Aktienblasen in der zweiten Märzhälfte wieder planmäßig entwickelten, wurde die abermalige Zehn-Milliarden-US-Dollar-Reduzierung des Gelddruckprogramms der US-Notenbank Fed, Zinserhöhungserwartungen und die wiederholte 1.050-US-Dollar-und-tiefer-Goldpreisprognose von Goldman Sachs als Begründung dafür angeführt, dass Gold und Silber einen Teil ihrer im Jahr 2014 gesehenen Gewinne in einer steilen Korrektur wieder einbüßten.

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