Schuldenkrise: Rekord-Renditen bei Spanien-Anleihen

Schuldenkrise: Rekord-Renditen bei Spanien-Anleihen

Spanien schlupft unter den Schirm, Italien wackelt: Der Druck auf die Staatsanleihen der Euro-Sorgenkinder hält an. Die Kurse rutschten am Dienstag ab, dafür stiegen die Renditen.

Politisch ein sattes Misstrauensvotum - für risikobereite Anleger durchaus interessant: Die Renditen von spanischen und italienischen Staatsanleihen gingen am Dienstag regelrecht durch die Decke. Auch die
Kreditausfallversicherungen (CDS) für die Bonds beider Länder zogen weiter an. „Das Kalkül aus Brüssel, dass die Finanzmärkte Spanien wieder günstiger Geld zur Verfügung stellen, wenn Madrids Hauptproblem - der problematische Bankensektor - entschärft ist, ist nicht aufgegangen“, schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar.

Fast sieben Prozent Rendite
Die Investoren bezweifeln, dass Spanien mit den geplanten Finanzhilfen für den Bankensektor die Krise in den Griff bekommt. Die Herabstufung der spanischen Banken durch Fitch schwächt das Vertrauen der Anleger weiter.

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Noch am Donnerstag betrug die Rendite auf zehnjährige spanische Anleihen sechs Prozent - am Dienstag wurden die spanischen und italienischen Papiere im Schnitt mit 6,663 Prozent (Vortag: 6,529) und 6,186 Prozent (Vortag: 6,038) verzinst. Der Höchstwert bei spanischen Papieren betrug 6,857 Prozent Rendite. Fünfjährige Swaps zur Versicherung von spanischen Staatsanleihen (CDS) zogen um 10 Basispunkte auf 605 Basispunkte an, wie der Datenanbieter Markit mitteilte. Damit beliefen sich die Kosten für die Versicherung von Anleihen über zehn Millionen Euro auf 605.000 Euro. Die CDS

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Spanien hatte am Wochenende angekündigt, den maroden Bankensektor mit Finanzhilfen aus dem Euro-Rettungsschirm stabilisieren zu wollen. An den Finanzmärkten war die Freude darüber aber schon am Montag wieder verpufft. Es gebe noch zu viele ungeklärte Details, sagte ein Händler. Zudem fürchteten Investoren, dass nun auch das hoch verschuldete Italien wieder verstärkt ins Visier der Märkte rücken könnte. Die Nervosität sei vor allem vor den Wahlen in Griechenland groß, erklärten Marktbeobachter. Bei den Parlamentswahlen in Athen am Sonntag wird de facto über den Verbleib des Landes der Euro-Zone entschieden.


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