Schwankendes Edelmetall: Der Goldpreis fährt Achterbahn

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Schwankendes Edelmetall: Der Goldpreis fährt Achterbahn

von Andreas Toller

Bis März legte der Goldpreis noch kräftig zu, dann ging es munter rauf und runter. Nachdem eine Bankenpleite in Portugal näher rückte, gab er zuletzt deutlich nach. Womit müssen Goldanleger rechnen?

Das Jahr begann für Gold auf niedrigem Niveau. Doch bis März stieg der Goldpreis vom Tief bei 1205 Dollar je Feinunze auf sein bisheriges Jahreshoch bei 1366 Dollar. Goldfreunde jubelten bereits: Der Verkaufsdruck beim Edelmetall habe sein Ende gefunden, von nun an gehe es aufwärts. Von wegen.

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Kurzfristig kam es anders. Seit dem März-Hoch durchlief der Goldpreis eine Korrekturphase, die den Feinunzenpreis bis Anfang Juni in die Nähe von 1240 Dollar drückte. Dann ging es phasenweise sehr steil aufwärts in die Region um 1320 Dollar - bis am Montag, dem 14. Juli, der kleine Schock folgte: An nur einem Handelstag verlor das Edelmetall 2,5 Prozent an Wert. Damit waren die seit Mitte Juni aufgelaufenen Gewinne wieder aufgezehrt. Am Dienstag konnte sich der Goldpreis zunächst nur leicht erholen. Aber wieso?

Vage Gründe, viele Akteure

Den Grund für den plötzlichen Kursrutsch sehen Beobachter in der Erholung des Aktienmarktes. Nachdem in der Vorwoche die Verlusttage an der Börse überwogen, herrschte nun zum Wochenbeginn gute Stimmung. Gleichzeitig schoben die Börsianer ihre Sorgen um die portugiesische Bank Espirito Santo und die damit wieder aufflammende Finanzmarktkrise beiseite. Die Folge: Aktien gewannen, Gold verlor.

Entscheidend für den Goldpreis dürften derzeit aber vor allem die kurzfristig orientierten Investoren und die börsengehandelten Goldfonds (Gold-ETF) sein. Nach Angaben von Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank, waren die Wetten auf einen steigenden Goldpreis bei den spekulativen Finanzanlegern auf den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren geklettert.

Notwendige Korrekturen

In der Folge waren offenbar Korrekturen notwendig, die den Goldpreise wieder drückten. Die Gold-ETFs hingegen nutzten den fallenden Goldpreis als Kaufgelegenheit. Am gestrigen Montag kauften die Fondsanbieter Gold im Volumen von 9,7 Tonnen – der höchste Tageszufluss seit Oktober 2012. Hauptverantwortlich war der größte Goldfonds der Welt, der SPDR Gold Trust.

Wie Anleger die Geldanlage Gold beurteilen

  • 76 Prozent

    Die deutliche Mehrheit – 76 Prozent – der Bürger ist der Meinung, dass Gold eine gute Ergänzung zu anderen Geldanlagen ist.

  • 68 Prozent

    68 Prozent halten Gold für eine sichere Geldanlage.

  • 58 Prozent

    58 Prozent finden, dass Gold für risikoscheue Anleger geeignet ist.

  • 46 Prozent

    Der Aussage 'Gold ist zur Zeit eine lohnende Anlage, weil die Kurse steigen werden' stimmt knapp jeder zweite Bürger zu.

Prognosen zum Goldpreis sind in diesem Umfeld schwierig. Daher liegen die Prognosen weit auseinander. In ihrer aktuellen Einschätzung gehen etwa die Analysten von Citi Research, der Analystensparte der US-Großbank Citi davon aus, dass sich der Goldpreis im Laufe der zweiten Jahreshälfte im Bereich von 1290 bis 1350 Dollar je Feinunze stabilisiert. Den Grund sehen die Citi-Banker in einer erhöhten Nachfrage privater Anleger und leicht zulegenden Käufen durch die Zentralbanken.

Private Goldnachfrage stützt den Goldpreis

Dementsprechend erwartet die Bank einen Goldpreis von 1300 US-Dollar im Jahr 2014, also leicht unterhalb des aktuellen Niveaus bei 1310 Dollar. Für 2015 rechnet Citi mit einem leichten Anstieg des Durchschnittspreises auf 1365 Dollar je Feinunze.

In der Begründung heißt es, private Anleger würden sich wieder stärker am physischen Markt betätigen und die Zentralbanken zudem das Abwärtspotenzial einschränken. Citi rechnet für 2014 mit Zentralbankkäufen von insgesamt 420 Tonnen, nach 409 Tonnen im vergangenen Jahr.

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