Selbstbewusste Anleger: Junge Bankkunden misstrauen Finanzberatern

Selbstbewusste Anleger: Junge Bankkunden misstrauen Finanzberatern

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Junge, gut ausgebildete Berufstätige vertrauen in puncto Finanzfragen lieber sich selbst als Finanzberatern.

Eine Studie zeigt, dass junge, gut ausgebildete Berufstätige in puncto Finanzfragen lieber sich selbst vertrauen. Trotz guten Finanzwissens mangelt es jedoch an Kenntnissen über Finanzprodukte.

Das Deutsche Institut für Portfolio-Strategien der FOM-Hochschule hat zum zweiten Mal eine Befragung unter Young Professionals, also jungen, gut ausgebildeten Berufstätigen, zum Thema Finanzberatung durchgeführt. Dabei stehen vor allem das Verhältnis zum Finanzberater, das Finanzverständnis, das Anlageverhalten und der Vertriebskanal im Vordergrund.

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Die befragten Young Professionals sind durchschnittlich 26 Jahre alt, verfügen über ein gutes Einkommen und haben ein hohes wirtschaftliches Verständnis. Sie stehen am Anfang ihrer Karriere und blicken auf gute Verdienstaussichten, weshalb sie die wichtigste und attraktivste Zielgruppe für Banken und Versicherungen sind. Doch trotz der zuversichtlichen Vorrausetzungen, welche die Young Professionals mitbringen, zeigt die Studie erneut, dass die jungen Kunden nicht vor falschen Investitionen geschützt sind.

Junge Kunden als Selbstentscheider

Als Ansprechpartner für Finanzen lehnt knapp die Hälfte der Befragten einen Berater ab und vertraut stattdessen lieber sich selbst. Im Vorjahr waren deutlich weniger junge Menschen (23 Prozent) Selbstentscheider. Demzufolge wenden sich die jungen Anleger vor allem von Banken ab. Ursache dafür ist ein allgemeines Misstrauen der jungen Leute gegenüber den Finanzberatern sowie die Befürchtung, dass die privaten Daten für andere Zwecke genutzt werden. Die Weiterempfehlungsquote der Finanzberater ist im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht auf 62 Prozent gestiegen, damit jedoch immer noch sehr niedrig - was den Vertrauensmangel unterstreicht.

Geldanlage Jung, geldverliebt, misstrauisch

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Absolvent einer amerikanischen Elite-Uni: Der Nachwuchs weiß, wo es lang geht. Quelle: ap

Dabei bescheinigt ein Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) zumindest beim Thema Altersvorsorge eine vergleichsweise hohe Qualität der Bankberatung. Das Institut hat bei 15 Banken und Sparkassen untersucht, ob die Bankberater auf die Kundenwünsche eingehen und welche Lösungsvorschläge sie bieten. Bei individueller Beratung, korrekten Auskünften und verständlicher Sprache fielen vor allem Deutsche Bank, Commerzbank und HypoVereinsbank positiv auf. Beim Beratungsprozess scheint der Fokus nun mehr auf der Zufriedenheit der Kunden als auf dem Vertragsabschluss zu liegen.

Dennoch bleibt laut DISQ noch Verbesserungspotenzial. Banken würden den Kundenbedarf laut Testbericht noch immer zu wenig analysieren und unübersichtliche Angebotsunterlagen präsentieren, wodurch ein Vergleich mit anderen Banken schwer fällt. "Solche Versäumnisse mindern die Qualität und können zu falschen Produktempfehlungen führen", erläutert DISQ-Geschäftsführer Markus Hamer.

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