Sicherheit fürs Vermögen: Neue Kaufgelegenheiten beim Gold

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Sicherheit fürs Vermögen: Neue Kaufgelegenheiten beim Gold

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Gold ist bei Anlegern nach wie vor ein geschätztes Edelmetall. Die aktuelle Preisschwäche könnte Sparern zugute kommen.

von Frank Doll und Anton Riedl

Während sich Finanzanleger aus Gold weiter zurückziehen, steht charttechnisch beim Goldpreis eine Richtungsentscheidung an. Die aktuelle Preisschwäche können Sparer zum Aufbau von Goldreserven nutzen.

In der Geschichte brachten Gruppen, die meinten, das Werk Gottes zu verrichten, das größte Unheil über die Menschheit. Banken würden "Gottes Werk" verrichten, sagte Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein einst in einem Anflug von Hybris. So gesehen ist höchste Vorsicht geboten, wenn Goldman Sachs jetzt den Goldboom für tot erklärt. Zumal die Begründung dünn ist: Die Wirtschaft in den USA erhole sich schneller als erwartet. Entsprechend erwarten die Anleger steigende Realzinsen am Kapitalmarkt. Und weil Gold keine Zinsen bringt, werde es unattraktiv, so Goldmans Goldexperten.

Abgesehen davon, dass die USA auch in Sachen Gold nicht mehr der Nabel der Welt sind - die wichtigsten Märkte sind Indien und China -, lassen die Goldmänner auch offen, wie die Realzinsen spürbar steigen sollen. Die großen Zentralbanken in den USA, Japan und Europa können es sich nicht erlauben, die Zinsen zu erhöhen, wenn sie keinen Zusammenbruch ihrer überschuldeten Volkswirtschaften riskieren wollen. Im Gegenteil. Sie drücken die Marktzinsen und kaufen immer größere Mengen Anleihen auf mit frisch gedrucktem Geld. Sollten sie ihr Ziel erreichen, und die Wirtschaft zieht tatsächlich an, und es geschieht ein Jobwunder, dann steigt das Inflationsrisiko. Das löste eher zusätzliche Goldnachfrage aus. Tatsache ist, dass mehr und mehr Papiergeld geschaffen wird. Das Währungsmetall Gold lässt sich dagegen nicht im gleichen Tempo aus dem Boden holen. Steigende Realzinsen könnten den Goldboom gar befeuern - falls sie das Ergebnis von drohender Zahlungsfähigkeit von Schuldnern sind. Gold geht nie pleite.

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Der aktuelle Rücksetzer ist keine Folge einer stark sinkenden physischen Goldnachfrage in China und Indien oder einer plötzlichen Angebotsschwemme aus den Goldminen. Finanzanleger haben zuletzt ihre spekulativen Kaufpositionen an der Terminbörse Comex in New York geräumt - einige, weil sie liquidieren mussten; andere freiwillig, weil bei ihnen das Interesse an dem sicheren Hafen wegen der vorübergehenden Ruhe an den Anleihemärkten und mit Blick auf steigende Aktienmärkte nachgelassen hat. Aus dem gleichem Grund verzeichneten auch die mit physischem Gold besicherten Goldfonds (ETF) seit Mitte Februar Abflüsse von 100 Tonnen. Sie waren aber Folge der Preisschwäche, nicht deren Auslöser.

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4 Kommentare zu Sicherheit fürs Vermögen: Neue Kaufgelegenheiten beim Gold

  • Kaufgelegenheiten für Gold ergeben sich (spätestens) immer dann, wenn eine Papierwährung das Zeitliche segnet. Bereits anno 2008 kollabierte unser Finanzbetrugssystem, als ein paar Banker auf die Idee kamen mal nachzuschauen, was in den Weihnachtspaketen aus den USA enthalten ist, alle mit AAA bewertet.
    Nix als heiße Luft!!!
    Der größte Finanzbetrug seit der großen Depression wurde aufgedeckt uns unser Finanzbetrugssystem kollabierte. Die westl. Ind.staaten wendeten dann über 32 Bio. $ neuer Schulden auf, um die Bankster zu retten und um einen selbsttragenden Aufschwung auszulösen. Doch beides ist gründlich in die Hosen gegangen. Sämtliche Konjunkturstrohfeuer sind wirkungslos verpufft und die Bankster sind immer noch so pleite wie anno 2008, sitzen immer noch auf über 600 Bio. $ jetzt absoluter Papierschnipsel, aus den Bilanzen in Schattenbanken ausgelagert, um sie vor dem sofortigem Kollaps zu bewahren. Zusätzlich hat sich die Weltverschuldung in den letzten 4 Jahren von ca. 62 auf über 200 Bio. $ erhöht. Der Schuldenberg der westl. Ind.staaten explodiert regelrecht.
    Was sagt uns das?

    Die Frage ist nicht ob, sondern wann wir eine Hyperketchupinflation bekommen. Und die ist nicht mehr all zu weit entfernt, das ist auch sicher.
    Ein Leben lang malochen, jeden Monat, über Jahre, sogar Jahrzehnte hinweg seine Lebensversicherungsbeiträge einbezahlt und alles war umsonst!! Hätte man das Geld verjubelt, dann hätte man selbst auch was davon gehabt, nicht nur die Zockerbanken. Ganz Clevere, nicht nur Schwaben, die sich im Laufe der Jahre ein Golddepot angelegt haben (lt. Statistik kaufen fast nur Intelligente Gold!!), die können gut lachen. Aber nur die!! Der nächste Finanzbetrugskollaps, die größte Blase aller Zeiten, schickt auch die Börsen in den Abgrund. Aktien haben schon lange nichts mehr mit ihrer ursprünglichen Idee, Firmen mit Kapital zu versorgen und dafür mit Dividenden und Aktienkurssteigerungen belohnt werden, aber auch gar nichts gemein.

  • Teil II
    Der Aktienhandel findet im Hochfrequenzcomputer statt. Man kann nur jeden davon warnen, sein Geld dort verbrennen zu lassen.

    Gold hat einen einzigen Nachteil. Man kann damit nicht zocken. Nix für Investmentgangster. Aber für all die, die ihre Lebensleistung nicht einem Haufen Hitzköpfe anvertrauen möchten, die nach dem Motto leben: heute mal 10 Mio. gewonnen, morgen wieder 12 Mio. verloren, und ihre Existenzberechtigung damit begründen. Man sollte viel mehr Klapsmühlen bauen, wo man Heerscharen von Geldvernichter in Sicherheit bringen könnte, damit sie nicht noch mehr gutgläubige Bürger ruinieren können.
    Ob man Gold bei 1000, 2000 oder 3000 $ einkauft – ist eigentlich unerheblich. Nach dem unvermeidlichen Zusammenbruch des Weltfinanzbetrugssystems wirt man nochmals eine Null dranhängen können.

    14.05.2010. Die Finanzmärkte werden zusammenbrechen, die Europäische Währungsunion zerbrechen und die Welt in eine große Depression schlittern. Ein düsteres Untergangsszenario? Ganz und gar nicht, sagt Gerald Celente, Gründer des Trends Research Institute in Kingston (USA). Im Interview mit dem Handelsblatt erklärt der Querdenker, warum er mit dem Schlimmsten rechnet.
    Nur Gold wird übrig bleiben, mit dem man sein Vermögen, seine Lebensleistung vor Totalverlust schützen kann.

    19.11.2012. Der Börsenguru Marc Faber warnt: Die Börsen werden einbrechen. Der Weltwirtschaft geht die Puste aus, das globale Finanzsystem werde eines Tages implodieren. Notenbanken und Politik riskierten den Zusammenbruch.

    13. Oktober 2010. Für Franz Hörmann, Professor an der Wirtschaftsuniversität in Wien, ist die Zeit der Banken und des Geldes vorbei. Ein Paradigmenwechsel sowohl in den Wirtschaftswissenschaften, als auch in gesamtgesellschaftlicher Hinsicht, ist für ihn unumgänglich.

  • Teil III
    Im Gespräch mit derStandard.at erklärt er, warum wir die Banken getrost ignorieren können, die freien Märkte "Blasenmaschinen zum Missbrauch für die Eliten"sind und noch in den nächsten drei Jahren der Zusammenbruch des gesamten Systems droht. Die Banken sind rund um den Globus pleite. Darum kann man getrost so tun, als ob es sie nicht mehr gäbe.


    Prof. Steve Keen, 08.01.2010. Wir sind in der größten Finanzblase aller Zeiten.
    Rund 80 Prozent der Tarp-Gelder, die dazu gedacht waren, die Wirtschaft zu beleben, gingen direkt in Spekulationen an den Aktienmärkten. Alleine deswegen sind die Aktienkurse so stark gestiegen. Wenn wir künftig zurückblicken, werden wir sehen, dass wir uns in der größten Finanzblase aller Zeiten befinden. Ein Grund dafür ist der Bankensektor, der völlig außer Kontrolle geraten ist.

    Ende, Aus, Neustart
    Schuldabschreibung, Bankrott der Banken, Verstaatlichung der Geldschöpfung, Neustart.
    Das Ponzi- Geldsystem ist einfach am Ende eines Zyklus angelangt. Wir brauchen ein Schulden-Reset und eine Reform der Geldordnung damit der Unsinn dann nicht von vorne beginnt.

    Die Wert-Zerstörer
    04.03.2010. Banker, die in der Londoner City arbeiten und jährlich zwischen 500.000 und zehn Millionen Pfund einstreichen, zerstören für jedes Pfund Sterling, das sie an Wert schaffen, sieben Pfund Gemeinschaftsvermögen, heißt es in einer Studie des britischen Thinktanks nef.

    Krisenprophet Max Otte 30.11.2009. Die Welt steht kurz vor dem Crash.
    Schon 2006 warnte Max Otte vor der Krise – kaum einer hörte zu. Jetzt meldet sich der Ökonom erneut zu Wort: warum das Schlimmste noch kommt.

    Ein kriminelles Schneeballsystem.
    Prof. Schünemann: Es gibt durchaus Hinweise für eine Art global organisierter Kriminalität. Dafür spricht auch die Heimlichkeit, mit der diese Geschäfte ausgeübt wurden. Immerhin haben viele deutsche Banken eigens dafür im Ausland angesiedelte Zweckgesellschaften gegründet.

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