Sicherheit im Online-Banking: Deutsche wünschen sich Fingerabdruck-Scanner

exklusivSicherheit im Online-Banking: Deutsche wünschen sich Fingerabdruck-Scanner

von Andreas Toller

Bankgeschäfte am Computer oder per Smartphone werden immer beliebter. Bei den notwendigen Autorisierungsverfahren bleiben die Deutschen jedoch lieber beim Alten - nicht immer freiwillig.

Mal schnell am heimischen Computer eine Rechnung per Überweisung begleichen oder unterwegs mit dem Smartphone den Kontostand checken: Immer mehr deutsche Bankkunden nutzen solche Services. Waren es vor zehn Jahren erst elf Prozent der Bankkunden, sind es 2014 nach Zahlen des Bundesverbandes der Banken schon 54 Prozent. Zuletzt nahmen die Nutzerzahlen sogar deutlich Fahrt auf. 2013 lag die Quote noch bei 45 Prozent.

Neue mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablet-Computer haben dem Online-Banking hierzulande neuen Schub verliehen. Doch bei den Autorisierungsverfahren treten die Bankkunden auf der Stelle.

Anzeige

Eine Studie, die WirtschaftsWoche Online vorab vorliegt, belegt: 80 Prozent der Online-Banking-Nutzer halten an den klassischen TAN-Verfahren fest. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Teils haben sich die Bankkunden an diese Verfahren gewöhnt und sind zu bequem, um auf neue Verfahren zu wechseln. Teils bieten die Banken noch keines der gewünschten moderneren Autorisierungsverfahren an. Dabei wäre die Bereitschaft zu moderneren Methoden durchaus da, wenn sie bequem und sicher sind. Das hat die Online Marketing Agentur Netzeffekt durch eine ausführliche Befragung von knapp 600 Bankkunden ermittelt.

Fünf einfache Sicherheitstipps fürs Mobilbanking

  • Gute Passwörter

    Zugang zum Mobilgerät sowie zur darauf installierten App mit sicheren und unterschiedlichen Passwörtern schützen.

  • Offene Hotspots meiden

    Lieber über die Mobilfunkverbindung ins Konto gehen, da öffentliche Hotspots etwa in Hotels meist nicht gesichert sind.

  • TAN-Liste sichern

    Manche Nutzer scannen die Liste mit Transaktionsnummern und speichern diese auf dem Mobilgerät, um sie unterwegs dabei zu haben. Das ist so gefährlich, wie die Geheimnummer auf einer Girokarte zu notieren.

  • Vorsicht bei mobilen TANs

    Bankingapp nicht auf demselben Gerät nutzen, das die mobilen Transaktionsnummern empfängt, generiert oder entschlüsselt.

  • Nur Apps der eigenen Bank nutzen

    Banken könnten den Ausgleich von Schäden verweigern, wenn diese bei Nutzung von Apps eines Fremdanbieters entstanden sind.

Demnach kämen für die Nutzer durchaus andere Autorisierungsverfahren in Betracht. Besonders den biometrischen Verfahren, wie einem Fingerabdruckscan oder dem Retinascan, stehen die Verbraucher wohlwollend gegenüber. Bei anderen biometrischen Verfahren wie einer Gesichts-, Stimm- und Spracherkennung sind sie hingegen skeptischer, weil sie zuverlässige Funktion anzweifeln oder Missbrauch für leicht möglich halten.

Biometrie ist Zukunftsmusik

Insgesamt halten jedoch 70 Prozent der Befragten eine Autorisierung ihre Bankzugangs und ihrer Transaktionen mittels Biometrie für eine sichere und praktikable Methode. Der Fingerabdruckscan wird dabei favorisiert. Hinsichtlich Bequemlichkeit und Sicherheit erhielt dieses Verfahren von den insgesamt elf zur Auswahl stehenden Methoden die besten Bewertungen. Von ihrer Bank kennen das Verfahren bislang allerdings nur zehn Prozent.

Für die meisten Nutzer bleiben biometrische Autorisierungsverfahren daher noch Zukunftsmusik. Auch die Skepsis gegenüber der Weitergabe von biometrischen Daten wie Fingerabdruck, Retina-Abbild oder Stimmmuster kommt für viele nicht in Frage oder sorgt zumindest für Unbehagen. Viele Nutzer würden auch eine Kombination verschiedener Verfahren bevorzugen, zum Beispiel die Autorisierung mittels Fingerabdruck und PIN-Nummer.

weitere Artikel

Der Fingerabdruckscan liegt daher nur auf Platz vier der beliebtesten Verfahren. Favorisiert wird von der Mehrheit derzeit das mobile TAN-Verfahren (30 Prozent), bei dem die Transaktionsnummer dem Bankkunden per SMS zugesandt wird.

Auf Platz zwei steht das Chip-TAN-Verfahren (21 Prozent), für das eine Chip-Karte mit einem Lesegerät verwendet wird. Auf Platz drei steht das klassische iTAN–Verfahren (14 Prozent) mit den ausgedruckten Nummernlisten, die für Transaktionen zur Hand sein müssen.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%