Sparverhalten der Deutschen: Weniger Sparen, mehr Konsum

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Sparverhalten der Deutschen: Weniger Sparen, mehr Konsum

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Das Sparbuch ist aller Vernunft zum Trotz weiter die beliebteste Geldanlage der Deutschen.

von Andreas Toller

Seitdem die Zinsen im Keller sind, häufen sich die Umfragen zum Sparverhalten der Deutschen. Große Entwicklungen gibt es indes nicht – außer, dass immer mehr Menschen die Lust am Sparen vergeht.

Der Deutsche und sein Sparbuch – diese Verbindung gilt allen vernünftigen Argumenten zum Trotz als nahezu untrennbar. Tatsächlich belegen mehrere Umfragen und Studien, dass gut die Hälfte der Bundesbürger ihr Sparbuch nutzt, obwohl die Verzinsung kaum wahrnehmbar niedrig ausfällt.

Eine Umfrage von TNS Infratest für den Verband der Privaten Bausparkassen erkennt zwar einen signifikanten Rückgang der Sparbuchbenutzer von 53 auf 48 Prozent. Dennoch bleibt es die beliebteste Anlageform. Dem monatlichen Spar- und Anlageindex der Comdirect zufolge liegt der Anteil der Sparbuchsparer immer noch bei 52 Prozent.

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Dass die Deutschen nicht unbedingt clever und chancenreich sparen, belegen zahlreiche Untersuchungen. Auch die Comdirect-Umfrage bestätigt das: Bargeld horten 30 Prozent der Bundesbürger. Durchschnittlich legten die Deutschen im März 109 Euro auf die Seite. Anstelle von Tagesgeld- (37 Prozent) oder Festgeldkonten (19 Prozent) nutzen sie dafür überwiegend ein Girokonto (56 Prozent) und das Sparbuch – und lassen sich so zumindest eine geringe Verzinsung entgehen. Für das langfristige Vorsorgesparen rangieren wenig renditeträchtige Sparprodukte wie Bausparverträge (32 Prozent), Lebensversicherungen (31 Prozent) andere Altersvorsorgeprodukte (30 Prozent) immer noch deutlich vor den chancenreicheren Anlagen in Fonds (19 Prozent) und Aktien (15 Prozent).

Bevor die Deutschen auf ein rentableres und nötigenfalls sogar riskanteres Sparprodukt wechseln, lassen sie das Sparen offenbar lieber ganz. Immerhin 26 Prozent der Bundesbürger sparen laut Umfrage weniger als 50 Euro im Monat.

Konsum steht derzeit offenbar im Vordergrund – vor allem bei Älteren. Bei den über 60-Jährigen haben 35 Prozent so gut wie nichts gespart. Die Quote ist doppelt so hoch wie bei den 18- bis 29-Jährigen (17 Prozent).

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Mit dem Rückzug der Sparer steigt die generelle Konsumneigung. Nach kurzen Rückgängen im Winter haben sich die Geschäfte im Handel im Frühjahr schon prächtig entwickelt. Vermutlich trägt die Buchungssaison für den kommenden Sommerurlaub auch zu den steigenden Konsumausgaben bei. Lieber Wohlstand heute, als einen vagen Wohlstand in der Zukunft, scheint das Motto zu lauten.

Und auch das Interesse am Immobilienkauf ist ungebrochen. So steckten nach den TNS-Infratest-Ergebnissen vom März 28 Prozent der Deutschen ihr Geld in eine Immobilie.

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