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Staatsanleihen: DZ-Bank wettet gegen Deutschland

Eine deutsche Genossenschaftsbank rät Investoren zum Kauf von deutschen Kreditausfallsversicherungen. Der Grund: Durch die Verpflichtungen des deutschen Staates in der Euro-Krise droht ein böses Ende.

Die Euro-Gruppe eilt Zypern zur Hilfe und gewährt dem Land einen 10-Milliarden-Euro-Kredit. Im Gegenzug muss Präsident Nikos Anastasiades die Körperschaftssteuer anheben und die heimischen Sparer zur Kasse bitten. Die Ratingagenturen haben schon lange den Glauben an die Kreditfähigkeit des Landes verloren. Staatsanleihen der Mittelmeerinsel werden als Ramschpapiere bewertet.

Rating (S&P/Moody's/Fitch): CCC+/ Caa3 / BB-

Bild: AP/dpa

Bisher war es unwahrscheinlich, dass der Begriff Credit Default Swaps (CDS) fiel, wenn Experten der Staatsfinanzen über die Deutschen Staatsanleihen sprachen. Der Begriff wird umhergereicht wie heiße Kartoffeln, mit denen sich keiner ernsthaft die Hände verbrennen will. Seriöse Berater stufen diese Kreditausfallversicherung als Lieblingsobjekt von Spekulanten ein. Wer sich ihrer bedient, kann auf die Zahlungsunfähigkeit von Staaten wetten – und im Fall der Fälle ein fettes Plus machen.

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Nun haben Experten der DZ-Bank Investoren dazu geraten, CDS für Deutschland zu kaufen. Der Grund: Weil die EZB Anleihen zukaufen plane und sich die Rückzahlung von Hilfsgeldern durch Griechenland verzögern könnte, drohe die deutsche Solvenz belastet zu werden. Will heißen: Die Verpflichtungen, die sich Deutschland durch die Krise in der Eurozone aufgebürdet hat, werde lang- oder kurzfristig eine Staatspleite wahrscheinlicher machen. Anders verhält es sich beim Fall der Tschechischen Republik. Der Staat kürzt dort den Haushalt und verfügt nach wie vor die Kontrolle über die eigene Landeswährung. Weshalb die DZ-Experten zum Verkauf tschechischer CDS raten.

Diese würden nämlich an Wert verlieren – eben weil der Haushalt saniert wird und Tschechien keine Bürden bei der Rettung des am stärksten verschuldeten Landes der EURO-Zone tragen muss. „Die tschechische Regierung ist bereit, das Budget-Defizit unter drei Prozent zu drücken. Wir sind optimistisch, dass sie das schaffen werden”, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg einen Analysten der DZ Bank. „Die Tschechische Republik wird weiterhin davon profitieren, dass sie nicht Teil der Euro-Zone ist.“ Dagegen bedrohten die Euro-Rettungs-Maßnahmen die deutsche Solvenz.

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