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Kommentare zu: Inflation: Anleger müssen flexibel bleiben

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3 Kommentare
  • 20.07.2012, 14:34 Uhrrs-depot.de

    Wirtschaftsprognosen und insbesondere Voraussagen zu Finanzmärkten sind bedeutungslos, weil sich die Marktindikatoren auf ein Gleichgewichtsniveau entsprechend der aktuellen Einschätzung aller Marktteilnehmer einstellen.
    Was bleibt sind nur Trendfolgemodelle, wofür man nicht die Zukunft vorhersehen muss, sondern einer Entwicklung folgt.

  • 20.07.2012, 15:13 Uhrallesverloren

    Die Inflation der Vermögenswerte ist heute schon erkennbar. Bei Häusern und Wohnungen liegt sie im Durchschnitt bei 4%/Jahr.

    Der steuerfreie Wertzuwachs eines selbstbewohnten, 120qm grossen, 300.000 € teuren Hauses/Wohnung liegt somit bei ca. 12.000 €/Jahr. Das ist etwa so viel wie die Zinsen (2,5%) und Abschreibungen (1,5%) des Hauses kosten. Damit wohnt der Selbstnutzer kostenlos.

    Bei 10 €/qm/Monat Kaltmiete zahlt der Mieter ca. 14.400 € Miete im Jahr.

    Diese vereinfachte Rechnung verdeutlicht, warum es weiterhin einen grossen Inflationsdruck bei Häuser und Wohnungen geben wird, natürlich nur sofern die Zinsen niedrig bleiben werden.

    Kein grosses Land der Welt kann es sich heute leisten, langfristig hohe Zinsen zu zahlen. Überall werden im Gegenteil die Zinsen politisch gegen Null gedrückt. Das kann m.E. auch 10-20 Jahre lang dauern, siehe Japan.

    Daher ist die Vermögens-Inflation, hier am Beispiel Haus/Wohnung dargestellt, mittelfristig unausweichlich.

    Langfristig wird dies aber auch die Preise für die Einkommen erhöhen, die diese Sachwerte kaufen wollen.

  • 22.07.2012, 23:22 Uhrazaziel

    Zitat: “Wir haben das Problem, dass die Finanzmärkte so sehr mit sich selbst beschäftigt sind, dass das ganze Kapital gar nicht in der Realwirtschaft ankommt, sondern im Finanzmarkt von einer Anlage zur nächsten wandert und dort eine Blase nach der anderen entsteht“, so Preißler.

    Herr Preissler liegt hier richtig: Wenn den Anlegern kein Zinsertrag geboten wird, der ueber der Inflationsrate liegt, wandert die Anlage von Markt zu markt und es entstehen Blasen. Eine dieser Blasen ist die Rohstoffblase und hier irrt Herr Preissler. Selbst bei sinkender Nachfrage muss ein Unternehmer seine Rohstoffkosten weitergeben koennen. Kann er das nicht, stellt er die Produktion ein. Sinkendes Produktangebot fuehrt bei gleichbleibender Geldmenge zu Inflation. Man nennt es Stagflation, wenn Preise bei sinkender Nachfrage und Produktion steigen. Zu beobachten war das in Zimbabwe.

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