Südländer gewinnen: Euro-Rettung kostet deutsche Sparer Milliarden

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Südländer gewinnen: Euro-Rettung kostet deutsche Sparer Milliarden

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Laut des jährlichen Allianz-Vermögensreports sind die deutschen Sparer die Verlierer der Eurokrise.

Wer befürchtet, für die Rettung der Eurozone zahlen zu müssen, sieht sich jetzt bestätigt. Deutsche bezahlten 2012 laut Allianz-Studie 71 Euro, während im übrigen Euro-Raum die Bürger um 134 Euro entlastet wurden. Schuld daran ist die Europäische Zentralbank.

Niedrige Guthaben-Zinsen führen nach Abzug der Inflation bei deutschen Sparern zu realen Verlusten. Etliche Kapitalmarktexperten sprechen daher angesichts der Rettungsmaßnahmen durch die politisch Verantwortlichen in der Eurozone längst von staatlicher Enteignung. Nun hat die Allianz nachgerechnet und den Verdacht bestätigt. Die Ultra-Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgt bei den deutschen Sparern nach Berechnungen der Allianz für Zinsverluste in Milliardenhöhe. Wie aus dem jährlichen Vermögensreport des Versicherers hervorgeht, verloren sie im vergangenen Jahr 5,8 Milliarden Euro oder 71 Euro pro Kopf. Dagegen profitierten die Menschen im übrigen Euro-Raum von der Krisen-Politik der EZB, durch die sie laut Allianz-Studie um 34 Milliarden Euro oder 134 Euro pro Kopf entlastet wurden.

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Vor allem für Sparer in Spanien und Italien sei die Politik der EZB von Vorteil: sie strichen 2012 Zinsgewinne in Höhe von 11,5 beziehungsweise 12,5 Milliarden Euro ein. Die Allianz stellt bei ihrem Report "entgangenen" Zinsen, die Sparer im Vergleich zu den Vorkrisenjahren 2003 bis 2008 nicht bekommen haben, weniger gezahlte Zinsen, etwa für Kredite, gegenüber. Dabei sind die Deutschen selbst nicht ganz schuldlos, dass sie weniger Zinsen einstreichen. "Hier rächt sich für die deutschen Sparer ihre hohe Affinität zu Sichteinlagen, trotz der besonders niedrigen Einlagezinsen in Deutschland", heißt es dazu von Seiten der Allianz. Laut Bundesbank horten die Deutschen 1505 Milliarden Euro auf Tagesgeldkonten. Dort gibt es jedoch aktuell maximal 1,5 Prozent Zinsen für Bestandskunden – zu wenig, um die Inflation auszugleichen.

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Der unterschiedliche Effekt der EZB-Krisenpolitik auf die Haushalte in den verschiedenen Ländern der Währungsunion stellt nach Ansicht der Allianz ein Problem für die Euro-Zone und die EZB dar - denn eigentlich sollte deren Zins in allen Ländern gleichermaßen wirken. Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise: "Je länger die Phase der extrem niedrigen Zinsen anhält, desto größer dürften diese Unterschiede werden." Der Leitzins der EZB liegt aktuell bei 0,5 Prozent und damit so niedrig wie noch nie. EZB-Präsident Mario Draghi hat zudem im Juli erklärt, er werde den Schlüsselzins noch für einen "längeren Zeitraum" so niedrig lassen.

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3 Kommentare zu Südländer gewinnen: Euro-Rettung kostet deutsche Sparer Milliarden

  • Interessant, dass dieses nicht vor der Bundestagswahl veröffentlicht wurde.

  • Wenn die NSA zuschlagen würde noch mehr.

    http://www.youtube.com/watch?v=HKAkSGdRzP8

  • Also, da ich keine Einlagen habe, habe ich bei dem Spiel bisher gewonnen. Also bitte weiter so! Vielen Dank.

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