Tipps für Einsteiger: Für Fotofans farbecht und selten

Tipps für Einsteiger: Für Fotofans farbecht und selten

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Ob als Ergänzung fürs Depot oder als Bereicherung fürs Auge. Wer auf ein paar Regeln achtet, kann mit Klassikern der Fotografiegeschichte interessante Renditen erzielen

von Manfred Engeser

Worauf Fotofans beim Aufbau einer Sammlung achten sollten.

Marktfrische Begehrt sind Arbeiten, die nicht oft zum Verkauf angeboten werden. Ware, die zum zweiten oder dritten Mal auf Auktionen auftaucht, gilt als verbrannt – und schwer verkäuflich.

Provenienz Je detaillierter die Historie einer Arbeit dokumentiert ist, desto besser. Wenn eine Fotografie aus anerkannten Sammlungen stammt und in Museen ausgestellt wurde, macht dies sie wertvoller.

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Qualität Motive aus den Anfängen der Fotografiegeschichte bis hin zur Zeit um den Zweiten Weltkrieg dürfen ruhig Gebrauchsspuren aufweisen. Als besonders empfindlich gelten Farbfotografien ab den Siebzigerjahren: Sind sie starkem Licht ausgesetzt, bleichen sie aus. Zeitgenössische Künstler bieten gegen Übernahme der Kosten schon mal den Austausch gegen einen frischen Print an – wenn vertraglich vereinbart.

Rarität Je kleiner die Auflage, desto höher der Preis. Das klingt banal, ist es aber nicht. Die grundsätzliche Reproduzierbarkeit eines Motivs als Papierabzug oder Druck macht differenzierte Regeln nötig: Zeitgenössische Fotografen arbeiten meist in Kleinserien zwischen 6 und 20 Abzügen – Editionen mit höheren Stückzahlen versprechen keine Wertsteigerung.

Unter Klassikern der Zwanziger- bis Fünfzigerjahre gesucht sind die sogenannten Vintages – Abzüge, die der Künstler selbst kurz nach dem Entstehen eines Motivs produziert hat. Abzüge vom gleichen Negativ, die bisweilen erst Jahrzehnte später entstehen, sind billiger.

Recherche Wer ein Gespür für Qualität und Preise entwickeln will, sollte Kunstmessen wie die Art Cologne, die Art Basel oder die Paris Photo sowie Ausstellungen besuchen, sich mit Galeristen und Sammlern austauschen. Und nach geplanten Publikationen Ausschau halten – kündigt ein Verlag eine Monografie oder einen Katalog mit dem Lebenswerk eines Künstlers an, ist das ein Indiz für steigende Preise.

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