Tipps für Einsteiger: Wann und wie viele?

Tipps für Einsteiger: Wann und wie viele?

von Stefan Hajek

Was Anleger, die sich erstmals an die Börse wagen, wissen sollten.

Aktienquote. Eine beliebte Faustregel lautet „100 minus Lebensalter = Anteil der Aktien am Gesamtvermögen in Prozent“. Grob passt die Regel, die Quote hängt aber auch von den Zielen ab, die mit dem Vermögen erreicht werden sollen, und davon, wie lange man zum Erreichen derselben Zeit hat, etwa „Ruhestand mit 55“ oder „Kauf einer Immobilie in zehn Jahren“.

Je weiter das Ziel noch entfernt liegt, desto stärker darf in Aktien investiert werden. Mindestens fünf, besser zehn Jahre sollte man ihnen in jedem Fall geben. Denn das Risiko, wegen schwankender Kurse Verluste zu erleiden, schrumpft mit den Jahren. Geld, das bald gebraucht wird, sollte nie in Aktien investiert werden.

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Streuen. Wichtig ist, das in Aktien investierte Geld breit genug zu streuen. Alles in eine oder zwei Aktien zu stecken, von denen man gerade besonders überzeugt ist, ist zu riskant. Mindestens acht verschiedene Papiere sollten es schon sein, um das Risiko großer Kursverluste durch einzelne Rohrkrepierer zu minimieren. Mehr als 16 wiederum macht für die meisten Anleger keinen Sinn, weil es zu aufwendig ist, über so viele Titel den Überblick zu behalten. 10 000 Euro sind nötig, um eine vernünftige Streuung hinzubekommen; weniger als 1000 Euro pro Aktie lohnen wegen der bei jedem Kauf und Verkauf anfallenden Gebühren von jeweils rund 15 Euro nicht. Das wären für Kauf und späteren Verkauf schon drei Prozentpunkte der Rendite, die allein die Gebühren auffressen. Hinzu kommen Depotgebühren und 25 Prozent Abgeltungsteuer auf Kursgewinne.

Spread. An der Börse kommen Kaufinteressenten und Verkaufswillige zusammen; findet der Börsenmakler (heute der Computer) eine Übereinstimmung zwischen deren Preisvorstellungen, wickelt er den Handel zu diesem Preis ab. Bei großen Aktien wie denen aus dem Dax (und den meisten der 120 Sieger-Aktien in der BCG-Analyse) wechseln täglich Aktien für Millionen von Euro den Besitzer; hier ist der Handel flüssig, Kauf- und Verkaufspreise liegen nah beieinander.

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Quelle: Torsten Wolber für WirtschaftsWoche

Bei kleineren Unternehmen, die wenig Aktien in Umlauf haben, ist das häufig nicht der Fall. Der sogenannte Spread – die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis – kann bei kaum gehandelten Aktien bis zu zehn Prozent des Kurswerts betragen. Wer als Privatanleger hier kauft, muss also später schon zehn Prozent Kursgewinne einfahren, um wenigstens wieder auf sein Einstiegsniveau zu kommen.

Limitieren. Es empfiehlt sich daher, gerade bei kleinen Nebenwerten, seine Kauf- und Verkaufs-Orders grundsätzlich mit einem Limit zu versehen: Diesen Preis bin ich bereit zu bezahlen, darüber verzichte ich. Das Limit sollte sich an den letzten Kursen orientieren, zu denen die Aktie gehandelt wurde. Ein Vorteil vieler Direktbanken ist, dass sie für das Setzen der Limits kein Geld extra berechnen; auch das Streichen von Orders, bei denen kein Handel zustande kam, weil niemand eine Aktie zum erhofften Preis angedient hat, ist bei den meisten Direktbanken kostenlos.

Anleger können also experimentieren und ein paar Aufträge für ein paar Tage lang „in den Markt legen“, um zu testen, ob sie die Aktie zu diesem limitierten Angebot schon bekommen oder nicht. Wenn nicht, kann das Limit sukzessive erhöht werden. Umgekehrt sollte nie unlimitiert ein Verkaufs-Angebot in den Markt gegeben werden. Kommt es zu einem Markteinbruch, können Aktien sehr schnell nach unten durchgereicht werden, oft auch, ohne dass es aus dem Unternehmen selbst schlechte Nachrichten gäbe. Sie erholen sich dann in der Regel auch wieder schnell; nur gehört das Papier dann dummerweise einem anderen, der es unten abgefischt hat. Profis lauern in Crashphasen auf Qualitätsaktien, um diese dann billig einsacken zu können; diesen Gefallen sollten Sie ihnen nicht tun.

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