
In der vorigen Woche gab es in der Essener Konzernzentrale von E.On Ruhrgas etwas zu feiern. „E.On spart Milliarden durch billigeres Gas aus Russland“ lautete die Schlagzeile, der Aktienkurs von E.On und RWE kletterte sofort nach oben. Der Hintergrund: E.On war es gelungen, bei seinem russischen Gaslieferanten Gazprom Preissenkungen durchzusetzen, RWE verhandelt noch. Rückwirkend ab dem vierten Quartal 2010 sollen die niedrigeren Preise gelten. E.On erwartet dadurch einen positiven Effekt auf das Halbjahresergebnis von etwa einer Milliarde Euro.
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen forderte E.On umgehend auf, die niedrigeren Einkaufspreise auch durch Preissenkungen an die Gaskunden weiterzureichen. „Nach den Vorschriften zur Gasgrundversorgung müssen Preisvorteile weitergegeben werden. Das haben auch verschiedene Entscheidungen des Bundesgerichtshofs zu Preisanpassungsklauseln in Verträgen mit Gassonderkunden deutlich gemacht“, sagt Jürgen Schröder, Jurist bei der Verbraucherzentrale NRW. „Leider finden Versorger immer wieder Argumente, um sich den Vorgaben zu entziehen.“ Gegen RWE läuft noch ein Verfahren der Verbraucherschützer vor dem Europäischen Gerichtshof. Zur hausinternen Preispolitik wollte E.On keinen Kommentar abgeben.
Verbraucher werden enttäuscht
Verbraucher, die nach der Meldung auf niedrigere Gaspreise hoffen, könnten enttäuscht werden. Denn E.On schrieb im Gasgeschäft zuletzt hohe Verluste. Grund dafür waren die langfristigen Verträge mit Gazprom, in denen noch Preise deutlich über dem derzeitigen Marktdurchschnitt vereinbart waren. Die Großkunden von E.On Ruhrgas – vor allem Stadtwerke und regionale Versorger – waren jedoch den Meldungen zufolge nicht bereit, mehr als den zwischenzeitlich gesunkenen Marktpreis zu bezahlen. Gazprom koppelt den Gaspreis an den Ölpreis - und der ist seit April deutlich gefallen. Aber die Verträge laufen lange, die neuen bis 2036. Insofern ist nicht damit zu rechnen, dass Stadtwerke weitere Preisvorteile erhalten, sondern die Ersparnisse primär dafür sorgen, dass E.Ons Gasgeschäft wieder wettbewerbsfähig wird.
Im Gegenteil: Verbraucher müssen sich vielmehr darauf einstellen, dass die Gaspreise zum Beginn der Heizperiode wieder anziehen. Das Energie-Vergleichsportal Verivox hat bereits vor steigenden Gaspreisen gewarnt. „Bislang haben im laufenden Jahr 45 Gasversorger Preiserhöhungen umgesetzt oder angekündigt.“, sagt Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox. Unter anderem hat RWE bereits erhöht, ein paar Wochen später hat E.On die Preise für Kunden in Nordrhein-Westfalen um 6,5 Prozent angehoben.
Gasversorger: Preisspiegel für alle Bundesländer
Erklärung
Im Folgenden ein Preisspiegel für die Gasversorgung in den einzelnen Bundesländern. Die Angaben beziehen sich auf Preise für Haushaltskunden bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Erdgas bei einer Heizleistung von 13 kW (Heizkesselleistung) Im Vergleich die günstigsten Angebote der örtlichen Grundversorger und der überregionalen Versorger. Angebote, die nur begrenzt verfügbar sind, wurden nicht berücksichtigt. Alle Angaben in Euro inklusive Mehrwertsteuer.
Stand: 09.07.2012
Quelle: www.verivox.deBaden-Württemberg
Grundversorgungstarif: 1482 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1319 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 961 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 966 EuroMögliche Ersparnis: 521 Euro
Bayern
Grundversorgungstarif: 1419 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1289 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 975 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 971 EuroMögliche Ersparnis: 448 Euro
Berlin
Grundversorgungstarif: 1495 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1413 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 916 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 916 EuroMögliche Ersparnis: 579 Euro
Brandenburg
Grundversorgungstarif: 1522 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1369 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 909 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 909 EuroMögliche Ersparnis: 613 Euro
Bremen
Grundversorgungstarif: 1409 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1265 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 926 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 926 EuroMögliche Ersparnis: 483 Euro
Hamburg
Grundversorgungstarif: 1404 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1225 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 899 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 899 EuroMögliche Ersparnis: 505 Euro
Hessen
Grundversorgungstarif: 1524 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1318 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 952 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 961 EuroMögliche Ersparnis: 572 Euro
Mecklenburg-Vorpommern
Grundversorgungstarif: 1525 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1377 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 1029 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 1030 EuroMögliche Ersparnis: 572 Euro
Niedersachsen
Grundversorgungstarif: 1410 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1298 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 911 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 911 EuroMögliche Ersparnis: 499 Euro
Nordrhein-Westfalen
Grundversorgungstarif: 1481 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1310 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 972 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 972 EuroMögliche Ersparnis: 509 Euro
Rheinland-Pfalz
Grundversorgungstarif: 1545 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1355 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 982 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 995 EuroMögliche Ersparnis: 563 Euro
Saarland
Grundversorgungstarif: 1663 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1505 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 1031 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 1033 EuroMögliche Ersparnis: 632 Euro
Sachsen
Grundversorgungstarif: 1597 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1318 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 999 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 1000 EuroMögliche Ersparnis: 598 Euro
Sachsen-Anhalt
Grundversorgungstarif: 1560 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1403 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 1012 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 1013 EuroMögliche Ersparnis: 548 Euro
Schleswig-Holstein
Grundversorgungstarif: 1423 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1285 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 967 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 972 EuroMögliche Ersparnis: 456 Euro
Thüringen
Grundversorgungstarif: 1611 Euro
Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1313 Euro
Günstigster verfügbarer Tarif: 978 Euro
Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 980 EuroMögliche Ersparnis: 633 Euro
Zwar sind 45 von deutschlandweit rund 850 Gasversorgern noch nicht viel, aber setzt sich der Trend fest, werden sich die Preiserhöhungen im gesamten Bundesgebiet fortsetzen. 25 Versorger haben ihre Preise bereits zum Juli erhöht, 20 Gesellschaften Aufschläge für August oder September angekündigt. Die durchschnittliche Preiserhöhung liegt bei 6,2 Prozent. Für einen betroffenen Durchschnittshaushalt, der im Jahr 20.000 Kilowattstunden (kWh) verbraucht – in Kubikmetern sind das etwas weniger als 2000 – kommt somit eine Mehrbelastung von 83 Euro zu.
„Die Tatsache, dass bereits viele Gasversorger Preiserhöhungen für das zweite Halbjahr umgesetzt oder angekündigt haben, spricht für eher steigende Gaspreise im Spätsommer und Herbst – rechtzeitig vor Beginn der Heizperiode. Vor der kalten Jahreszeit steigen die Gaspreise schon traditionell im einstelligen Prozentbereich“, sagt Reese.
Bild: dpaViele Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, aber auch Gas, Strom und Benzin haben sich verteuert...
Bild: dpaUm 4,3 Prozent stieg der Preis für Brot im April 2012 im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Bild: dpaSüßwaren waren im April 2012 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,7 Prozent teurer.
Bild: dpaKaffee verteuerte sich um 5,4 Prozent im April 2012 im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Bild: dpaHaushaltsstrom war im April 2012 im Vergleich zum Vorjahresmonat 5,5 Prozent teurer.
Bild: dpaAuch Fleisch ist im April 2012 im Vergleich zum Vorjahresmonat teurer: 5,9 Prozent mehr mussten Verbraucher dafür ausgeben.
Bild: dpaDie Kraftstoffpreise stiegen um 6,3 Prozent im April 2012 im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Bild: APAuch der Preis für Tabakwaren stieg kräftig an: um 6,4 Prozent im April 2012 im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Bild: dpaDer Gaspreis legte im April 2012 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,7 Prozent zu.
Bild: dpaFür die Urlaubsreise im Flugzeug mussten die Verbraucher im April 2012 im Vergleich zum Vorjahresmonat 11,7 Prozent mehr Geld bezahlen.
Viele Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, aber auch Gas, Strom und Benzin haben sich verteuert...
Die Entwicklung der Gaspreise ist tatsächlich alles andere als einheitlich oder transparent. Im gleichen Zeitraum gab es nämlich auch neun Versorger mit Preissenkungen, im Mittel um 2,8 Prozent. Durchschnittliche Ersparnis: 37 Euro.

Die Spanne zwischen den verteuerten und den verbilligten Tarifen liegt somit bei 120 Euro. Weit größer wird die Spanne jedoch, wenn Verbraucher aus einem teuren in einen günstigen Tarif wechseln. Je nach Verbrauch, Region und Anbieter können sie 500 Euro und mehr pro Jahr sparen.
Dass die Preisunterschiede bei einem doch recht einheitlichen und in großen Mengen verfügbaren Produkt wie Gas derart groß sind, hat gleich mehrere Gründe. Grundsätzlich setzt sich der Gaspreis aus drei Komponenten zusammen:
- Netznutzungsentgelte und Konzessionsabgabe: 22,2 Prozent
- Umsatz- und Gassteuer: 24,5 Prozent (16 Prozent + 8,5 Prozent)
- Beschaffung, Vertrieb und Gewinnmarge: zusammen 53,4 Prozent
Diese Zahlen hat Verivox ermittelt. Während die beiden erstgenannten Punkte relativ stabil und gut kalkulierbar für die Gasversorger sind, bleibt die Aufteilung innerhalb des letzten Punktes jedoch Betriebsgeheimnis. Die größten Unterschiede dürften im Bereich Beschaffung zu finden sein, je nachdem wie und bei wem die Gasversorger ihren Rohstoff einkaufen. Dort entstehen die Spielräume für eine Erhöhung der Gewinnmarge. „Die großen Preisunterschiede lassen sich eigentlich nur noch durch die unterschiedlichen Einkaufsstrategien der Gasversorger und die Unterschiede in den Beschaffungspreisen erklären. Schließlich können die Gesellschaften auch kurzfristig und ganz ohne Ölpreisbindung auf den Termin- und Spotmärkten ihr Gas kaufen - und so die günstigsten Angebote nutzen“, sagt Reese. Das sehen auch Verbraucherschützer so. „Die Ölpreisbindung spielt im nationalen Wettbewerb der Gasversorger praktisch keine Rolle mehr", sagt Peter Blenkers, Energieexperte bei der Verbraucherschutzzentrale NRW. "International gibt es sie durchaus noch und schlägt sich vor allem in den langfristigen Lieferverträgen nieder – so wie etwa bei der langwierigen Auseinandersetzung zwischen E.On und Gazprom zu beobachten war.“
Dürftige Erklärungen
„Dabei sprechen eigentlich der deutlich gefallene Ölpreis, die bessere Versorgungslage in den USA und deren zurückgehende Gasimporte, die neuen Verträge zwischen E.On und Gazprom und die generell fehlende Knappheit beim Rohstoff Gas eher dafür, dass die Einkaufspreise der Versorger sinken“, so Verivox-Experte Peter Reese. „Objektive Gründe für eine Preiserhöhung sehe ich nicht“, so Blenkers. „Die Versorger müssen die Gründe für Preiserhöhungen transparent machen. Deren Erklärungen sind jedoch oft dürftig. Für meine Begriffe wollen die Anbieter vor allem ihre Gewinne erhöhen“, kritisiert er.
Die günstigsten Gas-Pakettarife in deutschen Großstädten
Erklärung
Inklusive Pakettarife: Preise für Haushaltskunden bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh und einer Heizleistung von 13 kW.
Berücksichtigt wurden die Angebote der örtlichen Grundversorger und der überregionalen Versorger - allerdings ohne Angebote mit Vorkasse oder Kaution. Auch eventuelle Bonuszahlungen sind nicht mit eingerechnet. Bei Pakettarifen garantiert der Verbraucher eine Mindestabnahmemenge. Verbraucht er weniger, gibt es in der Regel keine Rückerstattung. Verbraucht er mehr, steigt der Preis für die zusätzlich verbrauchten kWh meist deutlich.
Alle Angaben in Euro, brutto und gerundet. GV=Grundversorgung
Stand: 11.07.2012
Quelle: www.verivox.deBerlin
Rang 1: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fixclassic 22000)
Preis: 1.014 Euro; Sparpotenzial gegenüberGV: 481 EuroRang 2: Grünwelt- eine Marke der gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fix classic 22000)
Preis: 1.014 Euro; Sparpotenzial gegenüberGV: 481 EuroRang 3: ExtraEnergie GmbH (Tarif: PrioGas12 Pur 22000)
Preis: 1.022 Euro; Sparpotenzial gegenüberGV: 473 EuroRang 4: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas 2012)
Preis: 1.038 Euro; Sparpotenzial gegenüberGV: 457 EuroRang 5: gas.de VersorgungsgesellschaftmbH (Tarif: gas.declassic)
Preis: 1.048 Euro; Sparpotenzial gegenüberGV: 447 EuroRang 97: GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft (Tarif: GASAG-Online)
Preis: 1.453 Euro; Sparpotenzial gegenüberGV: 42 EuroRang 102:GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft (Tarif: GASAG-Komfort)
Preis: 1.495 Euro; GrundversorgerHamburg
Rang 1: ExtraEnergie GmbH (Tarif: PrioGas12 Pur 22000)
Preis: 967 Euro Sparpotenzial gegenüber GV: 437 EuroRang 2: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fixclassic 22000)
Preis: 986 Euro Sparpotenzial gegenüber GV: 418 EuroRang 3: Grünwelt - eine Marke der gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fixclassic 22000)
Preis: 986 Euro Sparpotenzial gegenüber GV: 418 EuroRang 4: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: gas.de classic)
Preis: 1.018 Euro Sparpotenzial gegenüber GV: 387 EuroRang 5: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas 2012)
Preis: 1.026 Euro Sparpotenzial gegenüber GV: 378 EuroRang 65: E.On Hanse Vertrieb GmbH (Tarif: E.ON Direkt Erdgas)
Preis: 1.255 Euro Sparpotenzial gegenüber GV: 149 EuroRang 102: E.On Hanse Vertrieb GmbH (Tarif: Standard Gas)
Preis: 1.404 Euro; GrundversorgerMünchen
Rang 1: ExtraEnergie GmbH (Tarif: PrioGas 12 Pur 22000)
Preis: 962 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 291 Euro
Rang 2: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fix classic 22000)Preis: 968 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 285 Euro
Rang 3: Grünwelt - eine Marke der gas de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fix classic 22000)Preis: 968 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 285 Euro
Rang 4: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas2012)Preis: 990 Eur;o Sparpotenzial gegenüber GV: 263 Euro
Rang 5: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: gas.de classic)Preis: 1.001 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 252 Euro
Rang 27: SWM Versorgungs GmbH (Tarif: M-Erdgas M)
Preis: 1.154 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 98 Euro
Rang 60: SWM Versorgungs GmbH (Tarif: Grundversorgung)Preis: 1.253 Euro; Grundversorger
Köln
Rang 1: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fixclassic 22000)
Preis: 1.052 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 391 EuroRang 2: Grünwelt- eine Marke der gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif:fix classic 22000)
Preis: 1.052 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 391 EuroRang 3: ExtraEnergie GmbH (Tarif: PrioGas12 Pur 22000)
Preis: 1.063 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 380 EuroRang 4: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAUGas2012)
Preis: 1.073 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 369 EuroRang 5: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif gas.de classic)
Preis: 1.084 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 358 EuroRang 71: RheinEnergie AG (Tarif: FairRegioErdgas plus Online)
Preis: 1.373 Euro; Sparpotential gegenüber GV: 70 EuroRang 88: RheinEnergie AG (Tarif: FairRegioErdgas basis)
Preis: 1.443 GrundversorgungFrankfurt
Rang 1: ExtraEnergie GmbH (Tarif: PrioGas 12 Pur 22000)
Preis: 964 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 666Rang 2: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fix classic 22000)
Preis: 968 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 662Rang 3 Grünwelt - eine Marke der gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fix classic 22000)
Preis: 968 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 662Rang 4: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas2012)
Preis: 992 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 638Rang 5: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: gas.de classic)
Preis: 1.001 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 629Rang 56: Mainova Aktiengesellschaft (Tarif: Mainova Erdgas Direkt)
Preis: 1.247 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 383Rang 114: Mainova Aktiengesellschaft (Tarif: Mainova Erdgas Classic)
Preis: 1.630 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 0
Insgesamt sind die internationalen Bezugspreise sehr stabil – von dem kleinen Peak 2008 bis 2009 mal abgesehen. Seit diesem Ausbruch nach oben halten sich Preise für Gas an der Terminbörse EEX in einem Korridor von 20 bis 30 Euro je Megawattstunde, umgerechnet also zwei bis drei Cent je Kilowattstunde. Verbraucher zahlen für ihr Erdgas seit 2009 im Mittel zwischen sechs und sieben Cent je Kilowattstunde – mit langsam ansteigender Tendenz und wachsender Spreizung. Aktuell liegen die kWh-Preise je nach Anbieter zwischen 4,5 und 8,0 Cent für private Haushalte.
Die Versorger haben bei der Preisgestaltung offenbar immer größere Spielräume. „Wir beobachten seit 2009, dass die Schere zwischen den Einkaufspreisen an den Gasmärkten und den Verbraucherpreisen immer weiter aufgeht", so Reese. „Für den Endkunden ergeben sich damit natürlich größere Einsparpotenziale durch einen Anbieterwechsel.“
Bild: dpaWarum die Energiepreise steigen
Preistreiber Staat: Einen fetten Teil des Strompreises verantwortet der Staat: 10,30 Euro zahlte 2011 jeder deutsche Haushalt im Monat für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien, dreimal so viel wie 2008. 20 Prozent verlangen die Kommunen bis 2015 mehr für die Durchleitung von Strom auf ihrem Gebiet. Und auch beim Rohöl langt der Fiskus kräftig zu: 90 Cent pro Liter beträgt der Steueranteil am Benzinpreis 2011, 1990 waren es noch 37 Cent.
Bild: dpaPreistreiber Stromkonzerne:
Und natürlich halten auch die Energieversorger ihre großen Hände auf: 87 Prozent höher als vor fünf Jahren liegen die Kosten der Stromkonzerne für Beschaffung und Vertrieb; der Posten enthält jedoch nicht nur Ausgaben, sondern auch die Gewinne. 14.000 Jobs wollen RWE und E.On jetzt zusammen in Deutschland streichen. Mangelndes Kostenbewusstsein zählte zum Geschäft. Nun bringen die schmelzenden Atomgewinne ans Licht, was Kunden alles mitbezahlten.
Bild: dpaPreistreiber Ölkonzerne:
196-mal erhöhten die Ölmultis im vergangenen Jahr die Spritpreise, fast fünfmal so oft wie 1999. 100 Prozent teurer als 2004 notiert derzeit der Preis für Diesel, den die Konzerne mit den Tankstellen abrechnen.
Bild: REUTERSPreistreiber Gazprom:
Und auch die Russen haben ihre Finger im Energiepreisspiel: 140 Euro beträgt die Differenz pro 1000 Kubikmeter Gas zwischen dem Preis, den der russische Staatskonzern Gazprom von deutschen Abnehmern verlangt, und dem niedrigeren Preis für verflüssigtes Gas auf den Spotmärkten etwa in Zeebrugge in Belgien.
Nachdem der deutsche Staat, die Energieversorger und Ölmultis und Gazprom jeder ein Stück vom Kuchen abgeschnitten haben, kommt folgendes beim Verbraucher an:
Bild: dpaDer Liter Heizöl kostet 82,9 Cent. Im Vergleich zum Jahr 2006 ist das eine Preissteigerung von 43 Prozent. Der Preis setzt sich zusammen aus...
Bild: AP...13,2 Cent Mehrwertsteuer (16 Prozent), 7,6 Cent Mineralölsteuer (9 Prozent), dem Deckungsbeitrag von 1,8 Cent pro Liter (rund 2 Prozent) - darin enthalten sind unter anderem die Kosten für Transport und Lagerung, Verwaltung sowie für die Beimischung von Biokomponenten. Hinzu kommen noch die Kosten für Beschaffung und Vertrieb in Höhe von 60,3 Cent pro Liter (rund 73 Prozent) und fertig ist der Preis für den Liter Heizöl: 82,9 Cent.
Bild: dapdDer Strom kostet derzeit 25,45 Cent pro Kilowattstunde. Das sind 34 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Den Löwenanteil daran verdient der Staat...
Bild: dpa...so fließen von den 25,45 Cent pro Kilowattstunde rund 14 Prozent - nämlich 3,53 Cent je Kilowattstunde - in die Umlage für Strom aus erneuerbaren Energien. 1,65 Cent (7 Prozent) gehen für sonstige Abgaben drauf, 6,11 Cent (24 Prozent) sind reine Steuern. Hinzu kommen die Kosten für die Nutzung der Netze in Höhe von 5,75 Cent (22 Prozent) und die Kosten für die Energiebeschaffung und den Vertrieb von 8,41 Cent (41 Prozent).
Bild: dpaDer Liter Diesel kostete dieses Jahr im Schnitt 144,3 Cent. Das sind 33 Prozent mehr als noch im Jahr 2006. Davon sind rund 33 Prozent oder 47 Cent Mineralölsteuer.
Bild: dpaWeitere 23 Cent (16 Prozent) sind Mehrwertsteuer. Der Deckungsbeitrag (Transport- und Lagerkosten, Verwaltung, Bevorratung, Beimischung) beträgt 14,6 Cent pro Liter (rund 10 Prozent), dazu kommen noch die Kosten für Beschaffung und Vertrieb in Höhe von 59,7 Cent pro Liter (41 Prozent). Alles zusammen ergibt dann den Gesamtpreis von 144,3 Cent pro Liter Diesel.
Warum die Energiepreise steigen
Preistreiber Staat: Einen fetten Teil des Strompreises verantwortet der Staat: 10,30 Euro zahlte 2011 jeder deutsche Haushalt im Monat für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien, dreimal so viel wie 2008. 20 Prozent verlangen die Kommunen bis 2015 mehr für die Durchleitung von Strom auf ihrem Gebiet. Und auch beim Rohöl langt der Fiskus kräftig zu: 90 Cent pro Liter beträgt der Steueranteil am Benzinpreis 2011, 1990 waren es noch 37 Cent.
Dabei profitieren Verbraucher zumindest von der zunehmenden Konkurrenz. Der Wettbewerb der Gasversorger steckt nicht mehr in den Kinderschuhen“, ist Reese überzeugt. „Allein in diesem Jahr sind 57 neue Anbieter auf dem Markt aktiv – viele mit einem bundesweiten Angebot. Im Schnitt gibt es pro Postleitzahlengebiet mittlerweile 68 Gasanbieter für Endverbraucher – Tendenz steigend.“
Für Haushalte, die anders als Bewohner von Mietshäusern mit Gaszentralheizung ihren Gasvertrag selbst auswählen können – das sind immerhin mehr als elf Millionen in Deutschland – ergeben sich durch einen rechtzeitigen Wechsel zu einem anderen Anbieter gute Chancen, ihre Energiekosten zu senken. Der Clou: Will ein Gasversorger die Preise erhöhen, muss er dies dem Kunden in einem Brief mindestens sechs Wochen im Voraus mitteilen und dabei auch auf das Kündigungsrecht des Kunden hinweisen. So bleibt ausreichend Zeit, einen neuen Gasvertrag abzuschließen.
Viele Gaskunden üben dennoch Zurückhaltung – wenn sie überhaupt von den Wechselmöglichkeiten wissen. Der deutsche Gaskunde ist eher wechselunwillig. „Wenn die Gaspreise steigen, erhöht sich zwar auch die Wechselquote“, weiß Energieexperte Reese. „Aber in 2010 haben erst sieben Prozent derjenigen, die ihren Gasvertrag überhaupt wechseln können, ihren Vertrag auf einen anderen Anbieter umgestellt. Im Strommarkt befinden sich immerhin schon 15,5 Prozent der Haushalte in Belieferung durch einen neuen Anbieter.“ Dabei muss aber kein Gaskunde befürchten, im Winter ohne Gaslieferung da zu stehen. Klappt der Wechsel nicht, fallen sie automatisch zurück in die Grundversorgung. Und die ist monatlich kündbar.
Die günstigsten Gastarife in deutschen Großstädten (ohne Pakettarife)
Erklärung
Ohne Pakettarife: Preise für Haushaltskunden bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh und einer Heizleistung von 13 kW.
Berücksichtigt wurden die Angebote der örtlichen Grundversorger und der überregionalen Versorger - allerdings ohne Angebote mit Vorkasse oder Kaution. Auch eventuelle Boni sind zur besseren Vergleichbarkeit nicht mit eingerechnet. Da Pakettarife unberücksichtigt blieben, zahlt der Kunde nur das, was er tatsächlich verbraucht hat. Es gibt keine Mindestabnahmemenge.
Alle Angaben in Euro, brutto und gerundet. GV=Grundversorgung
Stand: 11.07.2012
Quelle: www.verivox.deBerlin
Rang 1: MAINGAU EnergieGmbH (Tarif: MAINGAU Gas 2012)
Preis: 1.038 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 457 EuroRang 2: gas.de VersorgungsgesellschaftmbH (Tarif: gas.de classic)
Preis: 1.048 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 447 EuroRang 3: MONTANA ErdgasGmbH & Co. KG (Tarif: MONTANA eco)
Preis: 1.050 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 445 EuroRang 4: susiEnergie GmbH (Tarif: susiGas flex)
Preis: 1.090 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 405 EuroRang 5: Schotten Energie -Marke der Energiehandel DresdenGmbH (Tarif: GeizGas)
Preis: 1.107 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 388 EuroRang 97: GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft (Tarif: GASAG-Online)
Preis: 1.453 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 42 EuroRang 102: GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft (Tarif: GASAG-Komfort)
Preis: 1.495 Euro; GrundversorgerHamburg
Rang 1: gas de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: gas.de classic)
Preis: 1.018 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 387 EuroRang 2: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas2012)
Preis: 1.026 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 378 EuroRang 3: Gasversorgung Pirna GmbH (Tarif: erdgas-pirna de)
Preis: 1.047 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 357 EuroRang 4: Yeti Energie AG (Tarif: Bigfoot 12)
Preis: 1.060 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 344 EuroRang 5: Vereinigte Stadtwerke GmbH (Tarif: stadtwerke.gas.direkt BE online)
Preis: 1.066 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 338 EuroRang 65: E.On Hanse Vertrieb GmbH (Tarif: E.ON DirektErdgas)
Preis: 1.255 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 149 EuroRang 102: E.On Hanse Vertrieb GmbH (Tarif: StandardGas)
Preis: 1.404 Euro; GrundversorgerMünchen
Rang 1: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas)
Preis: 990 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 263 EuroRang 2: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: gas.de classic)
Preis: 1.001 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 252 EuroRang 3: MONTANA Erdgas GmbH & Co. KG (Tarif: MONTANA eco)
Preis: 1.003 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 250 EuroRang 4: MONTANA Erdgas GmbH & Co. KG (Tarif: MONTANA eco klimaneutral)
Preis: 1.062 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 190 EuroRang 5: SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG (Tarif: SAUBER GAS Klima Flex)
Preis: 1.073 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 179 EuroRang 27: SWM Versorgungs GmbH (Tarif:M-Erdgas M)
Preis: 1.154 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 98 EuroRang 60: SWM Versorgungs GmbH (Tarif: Grundversorgung)
Preis: 1.253 Euro; GrundversorgerKöln
Rang 1: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas2012)
Preis: 1.073 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 369 EuroRang 2: gas de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: gas.de classic)
Preis: 1.084 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 358 EuroRang 3: MONTANA Erdgas GmbH & Co. KG (Tarif: MONTANA eco)
Preis: 1.086 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 356 EuroRang 4: Schotten Energie - Eine Marke der Energiehandel Dresden GmbH (Tarif: GeizGas)
Preis: 1.107 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 336 EuroRang 5: SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG (Tarif: SAUBER GAS Klima Flex)
Preis: 1.109 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 334 EuroRang 71: RheinEnergie AG (Tarif: FairRegio Erdgas plus Online)
Preis: 1.373 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 70 EuroRang 88: RheinEnergie AG (Tarif: FairRegio Erdgas basis)
Preis: 1.443 Euro; GrundversorgerFrankfurt
Rang 1: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas2012)
Preis: 992 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 638 EuroRang 2: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: gas.de classic)
Preis: 1.001 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 629 EuroRang 3: MONTANA Erdgas GmbH & Co. KG (Tarif: MONTANA eco)
Preis: 1.003 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 627 EuroRang 4: Schotten Energie - Eine Marke der Energiehandel Dresden GmbH (Tarif: GeizGas)
Preis: 1.059 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 571 EuroRang 5: MONTANA Erdgas GmbH & Co. KG (Tarif: MONTANA eco klimaneutral)
Preis: 1.062 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 568 EuroRang 56: Mainova Aktiengesellschaft (Tarif: Mainova Erdgas Direkt)
Preis: 1.247 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 383 EuroRang 114: Mainova Aktiengesellschaft (Tarif: Mainova Erdgas Classic)
Preis: 1.630 Euro; Grundversorger (GV)
Zudem machen es die inzwischen zahlreichen Vergleichsportale im Internet den Verbrauchern schon recht einfach, den günstigsten Tarif zu finden (siehe Gaspreisrechner in der linken Spalte). In der Regel genügt die Eingabe der Postleitzahl und des geschätzten Jahresverbrauchs, um einen ersten Überblick über die Angebote der regional aktiven Gaslieferanten zu erhalten.
Enorme Preisunterschiede
Die Preisunterschiede sind dabei enorm. Im Vergleich zum Standardtarif des örtlichen Grundversorgers – der eine Belieferung nicht ablehnen kann – ergeben sich etwa bei einem freistehenden Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von rund 30.000 kWh schnell Ersparnismöglichkeiten von 500 Euro und mehr.
Generell gilt: Wer sparen will, muss wechseln. Allerdings ist genaues Hinschauen gefragt. „Gaskunden sollten sich von den verlockenden Angeboten besonders preiswerter Anbieter nicht treiben lassen“, rät Blenkers. „Vorauskasse, Kautionen und intransparente Bonusregelungen sollten Verbraucher meiden und beim Preisvergleich in Tarifrechnern ausblenden.“ Spätestens der Fall des Billig-Energieanbieters Teldafax hat deutlich gemacht, dass große Vorauszahlungen bei einer Unternehmenspleite verloren sein können. Gleiches gilt für hohe hinterlegte Kautionen. Verbraucher sollten zudem Vertragsbindungen von mehr als zwölf Monaten vermeiden. Denn in einem Jahr können die Gaspreise schon wieder gestiegen und die günstigen Angebote bei anderen Anbietern zu finden sein.
Bild: dpaRWE
Geplante Einsparungen
1,5 Milliarden plus eine weitere Milliarde in 2013 und 2014.
Arbeitsplatzabbau/bedrohte Arbeitsplätze
Zunächst hieß es, die Zahl der Mitarbeiter solle um 8000 sinken. 3000 davon sollten durch Verkäufe von Unternehmensteilen wegfallen. Jetzt legte der neue Chef Peter Terium nach - weitere 2400 Stellen werden gestrichen. Das sei unumgänglich, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Bild: REUTERSE.On
Geplante Einsparungen
Bis 2015 will Konzernchef Johannes Teyssen die beeinflussbaren Kosten auf 9,5 Milliarden senken. Das Sparprogramm trägt den Titel E.On 2.0.
Arbeitsplatzabbau/bedrohte Arbeitsplätze
E.On will bis 2015 bis zu 11.000 seiner 80.000 Stellen weltweit abbauen, allein 6000 davon in Deutschland. Die Gewerkschaften ver.di und IG BCE haben sich bereits mit E.On auf einen Tarifvertrag zur Umsetzung des Stellenabbaus in Deutschland geeinigt.
Der Konzern stehe "im Stromerzeugungsgeschäft vor immensen Belastungen", sagte Konzernchef Johannes Teyssen bei der Präsentation der Zahlen zum dritten Quartal. Das angestrebte Ziel eines nachhaltigen Gewinns von 3,2 bis 3,7 Milliarden Euro erscheine 2013 angesichts der erheblichen wirtschaftlichen Unsicherheiten und der strukturellen Veränderungen im Energiesektor nicht mehr möglich.
Bild: dapdDer Tarifvertrag läuft bis 2016 und sieht Vorruhestandsregelungen, Abfindungen, die Gründung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft sowie zeitlich nachgelagert die Einrichtung einer Transfergesellschaft vor.
E.On- Kernkraftwerke – davon stillgelegt:
Würgassen – stillgelegt
Stade (66 % E.On, 33% Vattenfall) – stillgelegt)
Brunsbüttel (33% E.On, 66 % Vattenfall – stillgelegt)
Krümmel (50 % E.On – 50 % Vattenfall – stillgelegt)
Unterwese (stillgelegt)
Isar 1 und Isar 2 (Block 1 mit Atommoratorium stillgelegt)
Brokdorf
Grafenrheinfeld
Grohnde (83,3 % E.On, 16,7 % Stadtwerke Bielefeld)
Gundremmingen B und C (25 % E.On, 75 % RWE)
Emsland ( 12,5 % E.On, 87,5 % RWE)
Bild: dapdMehr Details zum Sparprogramm soll es am 14. August bei der Präsentation der Halbjahresbilanz geben. Terium forderte die Mitarbeiter bereits jetzt zu mehr Flexibilität auf: „Mitarbeiter müssen geografisch und funktional flexibler werden." Wer seinen Arbeitsplatz in Biblis verliere, könne doch zum Beispiel in Niederaußem anfangen.
Die Kraftwerkstochter RWE Power will in den kommenden fünf Jahren rund 1.000 von 17.000Arbeitsplätzen streichen.
RWE-Kernkraftwerke – davon stillgelegt:
Biblis (stillgelegt)
Emsland
Gundremmingen (75% Beteiligung)
Lingen (im Rückbau)
Mülheim-Kärlich (im Rückbau)
Borssele (Niederlande, 30 % Beteilung)
Bild: dpaVattenfall
Geplante Einsparungen
Deutschlands viertgrößter Energieanbieter streicht den Kundenservice in Berlin und Hamburg zusammen. Spätestens 2014 will der Konzern in diesem Bereich 27 Millionen Euro sparen. Jährlich will der schwedische Staatskonzern 600 Millionen Euro sparen.
Arbeitsplatzabbau/bedrohte Arbeitsplätze
Vattenfall Europe beschäftigt rund 20.000 Mitarbeiter in Deutschland. Im Kundenservice in Hamburg und Berlin arbeiten insgesamt 900 Menschen, davon soll rund jede dritte Stelle gestrichen werden. „Der notwendige Personalabbau soll sozialverträglich gestaltet und betriebsbedingte Kündigungen sollen möglichst vermieden werden“, teilte der Konzern mit.
Bild: dpaDie Beschäftigten erhalten nun Angebote für Altersteilzeit, Teilzeit oder Abfindungen. Zur Debatte hatte auch gestanden, den Kundenservice komplett aus dem Konzern auszulagern. Die Konzernleitung entschied sich in Absprache mit dem Betriebsrat dagegen.
Vattenfall-Kernkraftwerke – davon stillgelegt:
Brokdorf (20 % Vattenfall, 80 % E.ON)
Stade (66 % E.On, 33% Vattenfall) – stillgelegt)
Brunsbüttel (33% E.On, 66 % Vattenfall – stillgelegt)
Krümmel (50 % E.On – 50 % Vattenfall – stillgelegt)
Bild: dpaEnBW
Geplante Einsparungen:
Das bereits im Oktober 2010 angestoßene Effizienzprogramm "Fokus" soll bis Ende 2014 jährlich eine Ebit-wirksame Entlastung von 750 Millionen Euro bringen.
Arbeitsplatzabbau/bedrohte Arbeitsplätze
EnBw beschäftigt derzeit rund 21.000 Mitarbeiter. Im Sommer 2011 berichtete der Südwestrundfunk über geplante Stellenkürzungen bei EnBW. Per Stellenabbau sollten Einsparungen in Höhe von 200 Millionen möglich sein, berichtete der Sender. Damit würde ein Großteil der angekündigten 300-Millionen-Einsparungen mit Stellenabbau erreicht. Der Sender berief sich auf Angaben von EnBw-Personalvorsatnd Bernhard Beck, die der Konzern jedoch nicht bestätigen wollte. Kündigungen sollte es jedoch nicht geben, bestätigte ein Sprecher. Legt man einen durchschnittlichen Personalaufwand von rund 80.000 Euro im Jahr und pro Mitarbeiter zugrunde, würden so bis 2013 rund 2.500 Stellen wegfallen.
EnBW-Kernkraftwerke – davon stillgelegt:
Neckarwestheim – teilweise stillgelegt
Obrigheim – im Rückbau
Philippsburg
Fessenheim, Frankreich / Elsass (17,5% Beteiligung)
RWE
Geplante Einsparungen
1,5 Milliarden plus eine weitere Milliarde in 2013 und 2014.
Arbeitsplatzabbau/bedrohte Arbeitsplätze
Zunächst hieß es, die Zahl der Mitarbeiter solle um 8000 sinken. 3000 davon sollten durch Verkäufe von Unternehmensteilen wegfallen. Jetzt legte der neue Chef Peter Terium nach - weitere 2400 Stellen werden gestrichen. Das sei unumgänglich, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Gegen die branchenüblichen Bonuszahlungen ist generell nichts zu sagen. Sie machen die Tarife für Wechselwillige deutlich attraktiver, da sie schnell mit 100 Euro und deutlich mehr locken. Einzelne Anbieter bieten sogar 25 Prozent Nachlass oder maximal 489 Euro als Willkommensgeschenk für Neukunden. Allerdings drohen auch ein paar Fallstricke. So wird der Bonus etwa am Jahresende gegen den Rechnungsbeitrag verrechnet. Die Abschlagszahlungen senkt er jedoch zuvor nicht. Die genauen Regelungen zu den Bonuszahlungen müssen in den AGBs ausgeführt sein, daher empfiehlt sich dringend die Lektüre des Kleingedruckten.
Erfahrungsberichte untersuchen
Um neue Gaskunden wird auf dem Markt hart gekämpft. Daher ist auch Skepsis angebracht, wenn das Angebot allzu deutlich unter Vergleichsangeboten liegt. Dabei handelt es sich häufig um Tarife, die Vorkasse verlangen und somit per se schon ein gewisses Risiko für Verbraucher bergen.
Auch kann es sein, dass an Kundenbetreuung und sonstigen Serviceleistungen rigoros gespart wird. Im Zweifel hilft das Stöbern in Internetforen. Dort finden sich nach der Suche des Anbieternamens nicht selten haufenweise Erfahrungsberichte von unzufriedenen Kunden. Zwar ist das noch kein Beweis dafür, ob ein Anbieter seriös ist oder nicht – schließlich ist das Internet kein Gerichtsprotokoll. Im Zweifelsfall sollten Gaskunden aber lieber etwas mehr für einen nachweislich kundenfreundlichen Anbieter zahlen, als sich nachher zu ärgern.
Problematisch können auch Paketpreise sein. Die in der Regel günstigeren Tarife erfordern nämlich die Abnahme einer bestimmten Kilowattstundenzahl. Verbraucht der Kunde in einem Jahr jedoch weniger als die beispielsweise vereinbarten 20.000 kWh, wird in der Regel nichts zurückerstattet. Verbraucht der Kunde hingegen mehr, schlagen gleich erhöhte kWh-Preise zu Buche und machen die vermeintliche Ersparnis schnell zunichte. Pakettarife sind daher nur etwas für Gaskunden, die ihren Verbrauch ziemlich genau schätzen können und relativ konstant halten. Bei erhöhtem Heizbedarf wie etwa im Winter 2010/2011 drohen empfindliche Nachzahlungen.
Hoher Aufklärungsbedarf
Verbraucherschützer Schröder sieht im Gasmarkt für Endkunden noch immer viel Rechtsunsicherheit. „So großen Aufklärungsbedarf wie in der Energiebranche gibt es sonst höchstens noch im Telekommunikationsbereich. Ich habe so etwas jedenfalls in meiner langjährigen Tätigkeit noch nicht erlebt“, so der Jurist. „Obwohl es vorgeschrieben ist, gibt es zum Beispiel noch immer Anbieter, die ihre Preiserhöhungen nicht wie verlangt sechs Wochen vorher korrekt ankündigen.“
Mitte August müssen die Gasanbieter ihre Preiserhöhungen angekündigt haben, wenn sie die Preise zum Beginn der kalten Jahreszeit im Oktober anheben wollen. Kunden, die davon betroffen sind, sollten sich jetzt schon langsam auf die Suche nach dem besten Angebot machen. Und vor allem gründlich vergleichen.


























