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Umkämpfter Gasmarkt: Warum Gaskunden jetzt wechseln sollten

von Andreas Toller

Ein Großteil der Gasversorger plant Preiserhöhungen für Endverbraucher. Dabei gibt es dafür eigentlich keinen Grund. Verbraucher sollten die gewissenhafte Suche nach dem günstigsten Versorger aufnehmen.

Die Flamme eines Gasherdes Quelle: Picture-Alliance/dpa
Verbraucher müssen sich darauf einstellen, dass die Gaspreise zum Beginn der Heizperiode wieder anziehen: Die Tarife alternativer Versorger sollten schon jetzt intensiv geprüft werden Quelle: Picture-Alliance/dpa

In der vorigen Woche gab es in der Essener Konzernzentrale von E.On Ruhrgas etwas zu feiern. „E.On spart Milliarden durch billigeres Gas aus Russland“ lautete die Schlagzeile, der Aktienkurs von E.On und RWE kletterte sofort nach oben. Der Hintergrund: E.On war es gelungen, bei seinem russischen Gaslieferanten Gazprom Preissenkungen durchzusetzen, RWE verhandelt noch. Rückwirkend ab dem vierten Quartal 2010 sollen die niedrigeren Preise gelten. E.On erwartet dadurch einen positiven Effekt auf das Halbjahresergebnis von etwa einer Milliarde Euro.

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Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen forderte E.On umgehend auf, die niedrigeren Einkaufspreise auch durch Preissenkungen an die Gaskunden weiterzureichen. „Nach den Vorschriften zur Gasgrundversorgung müssen Preisvorteile weitergegeben werden. Das haben auch verschiedene Entscheidungen des Bundesgerichtshofs zu Preisanpassungsklauseln in Verträgen mit Gassonderkunden deutlich gemacht“, sagt Jürgen Schröder, Jurist bei der Verbraucherzentrale NRW. „Leider finden Versorger immer wieder Argumente, um sich den Vorgaben zu entziehen.“ Gegen RWE läuft noch ein Verfahren der Verbraucherschützer vor dem Europäischen Gerichtshof. Zur hausinternen Preispolitik wollte E.On keinen Kommentar abgeben.

Verbraucher werden enttäuscht

Verbraucher, die nach der Meldung auf niedrigere Gaspreise hoffen, könnten enttäuscht werden. Denn E.On schrieb im Gasgeschäft zuletzt hohe Verluste. Grund dafür waren die langfristigen Verträge mit Gazprom, in denen noch Preise deutlich über dem derzeitigen Marktdurchschnitt vereinbart waren. Die Großkunden von E.On Ruhrgas – vor allem Stadtwerke und regionale Versorger – waren jedoch den Meldungen zufolge nicht bereit, mehr als den zwischenzeitlich gesunkenen Marktpreis zu bezahlen. Gazprom koppelt den Gaspreis an den Ölpreis - und der ist seit April deutlich gefallen. Aber die Verträge laufen lange, die neuen bis 2036. Insofern ist nicht damit zu rechnen, dass Stadtwerke weitere Preisvorteile erhalten, sondern die Ersparnisse primär dafür sorgen, dass E.Ons Gasgeschäft wieder wettbewerbsfähig wird.

Strombörse Energiepreis-Poker zulasten der Verbraucher

Die Energiewende führt dazu, dass die Strompreise künftig stärker schwanken. Die Strombörse wird attraktiver für Spekulanten, Erzeuger müssen mehr ausgeben, um sich abzusichern. Bezahlen werden das die Stromkunden.

Strombörse: Energiepreis-Poker zulasten der Verbraucher

Im Gegenteil: Verbraucher müssen sich vielmehr darauf einstellen, dass die Gaspreise zum Beginn der Heizperiode wieder anziehen. Das Energie-Vergleichsportal Verivox hat bereits vor steigenden Gaspreisen gewarnt. „Bislang haben im laufenden Jahr 45 Gasversorger Preiserhöhungen umgesetzt oder angekündigt.“, sagt Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox. Unter anderem hat RWE bereits erhöht, ein paar Wochen später hat E.On die Preise für Kunden in Nordrhein-Westfalen um 6,5 Prozent angehoben.

Gasversorger: Preisspiegel für alle Bundesländer

  • Erklärung

    Im Folgenden ein Preisspiegel für die Gasversorgung in den einzelnen Bundesländern. Die Angaben beziehen sich auf Preise für Haushaltskunden bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Erdgas bei einer Heizleistung von 13 kW (Heizkesselleistung) Im Vergleich die günstigsten Angebote der örtlichen Grundversorger und der überregionalen Versorger. Angebote, die nur begrenzt verfügbar sind, wurden nicht berücksichtigt. Alle Angaben in Euro inklusive Mehrwertsteuer.

    Stand: 09.07.2012
    Quelle: www.verivox.de

  • Baden-Württemberg

    Grundversorgungstarif: 1482 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1319 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 961 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 966 Euro

    Mögliche Ersparnis: 521 Euro

  • Bayern

    Grundversorgungstarif: 1419 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1289 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 975 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 971 Euro

    Mögliche Ersparnis: 448 Euro

  • Berlin

    Grundversorgungstarif: 1495 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1413 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 916 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 916 Euro

    Mögliche Ersparnis: 579 Euro

  • Brandenburg

    Grundversorgungstarif: 1522 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1369 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 909 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 909 Euro

    Mögliche Ersparnis: 613 Euro

  • Bremen

    Grundversorgungstarif: 1409 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1265 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 926 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 926 Euro

    Mögliche Ersparnis: 483 Euro

  • Hamburg

    Grundversorgungstarif: 1404 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1225 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 899 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 899 Euro

    Mögliche Ersparnis: 505 Euro

  • Hessen

    Grundversorgungstarif: 1524 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1318 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 952 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 961 Euro

    Mögliche Ersparnis: 572 Euro

  • Mecklenburg-Vorpommern

    Grundversorgungstarif: 1525 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1377 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 1029 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 1030 Euro

    Mögliche Ersparnis: 572 Euro

  • Niedersachsen

    Grundversorgungstarif: 1410 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1298 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 911 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 911 Euro

    Mögliche Ersparnis: 499 Euro

  • Nordrhein-Westfalen

    Grundversorgungstarif: 1481 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1310 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 972 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 972 Euro

    Mögliche Ersparnis: 509 Euro

  • Rheinland-Pfalz

    Grundversorgungstarif: 1545 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1355 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 982 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 995 Euro

    Mögliche Ersparnis: 563 Euro

  • Saarland

    Grundversorgungstarif: 1663 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1505 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 1031 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 1033 Euro

    Mögliche Ersparnis: 632 Euro

  • Sachsen

    Grundversorgungstarif: 1597 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1318 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 999 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 1000 Euro

    Mögliche Ersparnis: 598 Euro

  • Sachsen-Anhalt

    Grundversorgungstarif: 1560 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1403 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 1012 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 1013 Euro

    Mögliche Ersparnis: 548 Euro

  • Schleswig-Holstein

    Grundversorgungstarif: 1423 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1285 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 967 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 972 Euro

    Mögliche Ersparnis: 456 Euro

  • Thüringen

    Grundversorgungstarif: 1611 Euro
    Günstigster Tarif des örtlichen Versorgers: 1313 Euro
    Günstigster verfügbarer Tarif: 978 Euro
    Günstigster klimaneutraler/Öko-Tarif: 980 Euro

    Mögliche Ersparnis: 633 Euro

Zwar sind 45 von deutschlandweit rund 850 Gasversorgern noch nicht viel, aber setzt sich der Trend fest, werden sich die Preiserhöhungen im gesamten Bundesgebiet fortsetzen. 25 Versorger haben ihre Preise bereits zum Juli erhöht, 20 Gesellschaften Aufschläge für August oder September angekündigt. Die durchschnittliche Preiserhöhung liegt bei 6,2 Prozent. Für einen betroffenen Durchschnittshaushalt, der im Jahr 20.000 Kilowattstunden (kWh) verbraucht – in Kubikmetern sind das etwas weniger als 2000 – kommt somit eine Mehrbelastung von 83 Euro zu.

„Die Tatsache, dass bereits viele Gasversorger Preiserhöhungen für das zweite Halbjahr umgesetzt oder angekündigt haben, spricht für eher steigende Gaspreise im Spätsommer und Herbst – rechtzeitig vor Beginn der Heizperiode. Vor der kalten Jahreszeit steigen die Gaspreise schon traditionell im einstelligen Prozentbereich“, sagt Reese.

Viele Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, aber auch Gas, Strom und Benzin haben sich verteuert...

Bild: dpa

Die Entwicklung der Gaspreise ist tatsächlich alles andere als einheitlich oder transparent. Im gleichen Zeitraum gab es nämlich auch neun Versorger mit Preissenkungen,  im Mittel um 2,8 Prozent. Durchschnittliche Ersparnis: 37 Euro.

Entwicklung der Energiepreise Quelle: Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen
Entwicklung der Erdgas und Heizöl seit 2009 im Vergleich (Klicken Sie für eine detaillierte Ansicht bitte auf die Grafik) Quelle: Verbraucherschutzzentrale Nordrhein-Westfalen

Die Spanne zwischen den verteuerten und den verbilligten Tarifen liegt somit bei 120 Euro. Weit größer wird die Spanne jedoch, wenn Verbraucher aus einem teuren in einen günstigen Tarif wechseln. Je nach Verbrauch, Region und Anbieter können sie 500 Euro und mehr pro Jahr sparen.

Dass die Preisunterschiede bei einem doch recht einheitlichen und in großen Mengen verfügbaren Produkt wie Gas derart groß sind, hat gleich mehrere Gründe. Grundsätzlich setzt sich der Gaspreis aus drei Komponenten zusammen:

  • Netznutzungsentgelte und Konzessionsabgabe: 22,2 Prozent
  • Umsatz- und Gassteuer: 24,5 Prozent (16 Prozent + 8,5 Prozent)
  • Beschaffung, Vertrieb und Gewinnmarge: zusammen 53,4 Prozent

Diese Zahlen hat Verivox ermittelt. Während die beiden erstgenannten Punkte relativ stabil und gut kalkulierbar für die Gasversorger sind, bleibt die Aufteilung innerhalb des letzten Punktes jedoch Betriebsgeheimnis. Die größten Unterschiede dürften im Bereich Beschaffung zu finden sein, je nachdem wie und bei wem die Gasversorger ihren Rohstoff einkaufen. Dort entstehen die Spielräume für eine Erhöhung der Gewinnmarge. „Die großen Preisunterschiede lassen sich eigentlich nur noch durch die unterschiedlichen Einkaufsstrategien der Gasversorger und die Unterschiede in den Beschaffungspreisen erklären. Schließlich können die Gesellschaften auch kurzfristig und ganz ohne Ölpreisbindung auf den Termin- und Spotmärkten ihr Gas kaufen - und so die günstigsten Angebote nutzen“, sagt Reese. Das sehen auch Verbraucherschützer so. „Die Ölpreisbindung spielt im nationalen Wettbewerb der Gasversorger praktisch keine Rolle mehr", sagt Peter Blenkers, Energieexperte bei der Verbraucherschutzzentrale NRW. "International gibt es sie durchaus noch und schlägt sich vor allem in den langfristigen Lieferverträgen nieder – so wie etwa bei der langwierigen Auseinandersetzung zwischen E.On und Gazprom zu beobachten war.“

Dürftige Erklärungen

„Dabei sprechen eigentlich der deutlich gefallene Ölpreis, die bessere Versorgungslage in den USA und deren zurückgehende Gasimporte,  die neuen Verträge zwischen E.On und Gazprom und die generell fehlende Knappheit beim Rohstoff Gas eher dafür, dass die Einkaufspreise der Versorger sinken“, so Verivox-Experte Peter Reese. „Objektive Gründe für eine Preiserhöhung sehe ich nicht“, so Blenkers. „Die Versorger müssen die Gründe für Preiserhöhungen transparent machen. Deren Erklärungen sind jedoch oft dürftig. Für meine Begriffe wollen die Anbieter vor allem ihre Gewinne erhöhen“, kritisiert er.

Die günstigsten Gas-Pakettarife in deutschen Großstädten

  • Erklärung

    Inklusive Pakettarife: Preise für Haushaltskunden bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh und einer Heizleistung von 13 kW.

    Berücksichtigt wurden die Angebote der örtlichen Grundversorger und der überregionalen Versorger - allerdings ohne Angebote mit Vorkasse oder Kaution. Auch eventuelle Bonuszahlungen sind nicht mit eingerechnet. Bei Pakettarifen garantiert der Verbraucher eine Mindestabnahmemenge. Verbraucht er weniger, gibt es in der Regel keine Rückerstattung. Verbraucht er mehr, steigt der Preis für die zusätzlich verbrauchten kWh meist deutlich.

    Alle Angaben in Euro, brutto und gerundet. GV=Grundversorgung
    Stand: 11.07.2012
    Quelle: www.verivox.de

  • Berlin

    Rang 1: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fixclassic 22000)
    Preis: 1.014 Euro; Sparpotenzial gegenüberGV: 481 Euro

    Rang 2: Grünwelt- eine Marke der gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fix classic 22000)
    Preis: 1.014 Euro; Sparpotenzial gegenüberGV: 481 Euro

    Rang 3: ExtraEnergie GmbH (Tarif: PrioGas12 Pur 22000)
    Preis: 1.022 Euro; Sparpotenzial gegenüberGV: 473 Euro

    Rang 4: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas 2012)
    Preis: 1.038 Euro; Sparpotenzial gegenüberGV: 457 Euro

    Rang 5: gas.de VersorgungsgesellschaftmbH (Tarif: gas.declassic)
    Preis: 1.048 Euro; Sparpotenzial gegenüberGV: 447 Euro

    Rang 97: GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft (Tarif: GASAG-Online)
    Preis: 1.453 Euro; Sparpotenzial gegenüberGV: 42 Euro

    Rang 102:GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft (Tarif: GASAG-Komfort)
    Preis: 1.495 Euro; Grundversorger

  • Hamburg

    Rang 1: ExtraEnergie GmbH (Tarif: PrioGas12 Pur 22000)
    Preis: 967 Euro Sparpotenzial gegenüber GV: 437 Euro

    Rang 2: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fixclassic 22000)
    Preis: 986 Euro Sparpotenzial gegenüber GV: 418 Euro

    Rang 3: Grünwelt - eine Marke der gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fixclassic 22000)
    Preis: 986 Euro Sparpotenzial gegenüber GV: 418 Euro

    Rang 4: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: gas.de classic)
    Preis: 1.018 Euro Sparpotenzial gegenüber GV: 387 Euro

    Rang 5: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas 2012)
    Preis: 1.026 Euro Sparpotenzial gegenüber GV: 378 Euro

    Rang 65: E.On Hanse Vertrieb GmbH (Tarif: E.ON Direkt Erdgas)
    Preis: 1.255 Euro Sparpotenzial gegenüber GV: 149 Euro

    Rang 102: E.On Hanse Vertrieb GmbH (Tarif: Standard Gas)
    Preis: 1.404 Euro; Grundversorger

  • München

    Rang 1: ExtraEnergie GmbH (Tarif: PrioGas 12 Pur 22000)

    Preis: 962 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 291 Euro
    Rang 2: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fix classic 22000)

    Preis: 968 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 285 Euro
    Rang 3: Grünwelt - eine Marke der gas de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fix classic 22000)

    Preis: 968 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 285 Euro
    Rang 4: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas2012)

    Preis: 990 Eur;o Sparpotenzial gegenüber GV: 263 Euro
    Rang 5: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: gas.de classic)

    Preis: 1.001 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 252 Euro

    Rang 27: SWM Versorgungs GmbH (Tarif: M-Erdgas M)

    Preis: 1.154 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 98 Euro
    Rang 60: SWM Versorgungs GmbH (Tarif: Grundversorgung)

    Preis: 1.253 Euro; Grundversorger

  • Köln

    Rang 1: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fixclassic 22000)
    Preis: 1.052 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 391 Euro

    Rang 2: Grünwelt- eine Marke der gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif:fix classic 22000)
    Preis: 1.052 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 391 Euro

    Rang 3: ExtraEnergie GmbH (Tarif: PrioGas12 Pur 22000)
    Preis: 1.063 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 380 Euro

    Rang 4: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAUGas2012)
    Preis: 1.073 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 369 Euro

    Rang 5: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif gas.de classic)
    Preis: 1.084 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 358 Euro

    Rang 71: RheinEnergie AG (Tarif: FairRegioErdgas plus Online)
    Preis: 1.373 Euro; Sparpotential gegenüber GV: 70 Euro

    Rang 88: RheinEnergie AG (Tarif: FairRegioErdgas basis)
    Preis: 1.443 Grundversorgung

  • Frankfurt

    Rang 1: ExtraEnergie GmbH (Tarif: PrioGas 12 Pur 22000)
    Preis: 964 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 666

    Rang 2: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fix classic 22000)
    Preis: 968 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 662

    Rang 3 Grünwelt - eine Marke der gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: fix classic 22000)
    Preis: 968 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 662

    Rang 4: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas2012)
    Preis: 992 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 638

    Rang 5: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: gas.de classic)
    Preis: 1.001 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 629

    Rang 56: Mainova Aktiengesellschaft (Tarif: Mainova Erdgas Direkt)
    Preis: 1.247 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 383

    Rang 114: Mainova Aktiengesellschaft (Tarif: Mainova Erdgas Classic)
    Preis: 1.630 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 0

Insgesamt sind die internationalen Bezugspreise sehr stabil – von dem kleinen Peak 2008 bis 2009 mal abgesehen. Seit diesem Ausbruch nach oben halten sich Preise für Gas an der Terminbörse EEX in einem Korridor von 20 bis 30 Euro je Megawattstunde, umgerechnet also zwei bis drei Cent je Kilowattstunde. Verbraucher zahlen für ihr Erdgas seit 2009 im Mittel zwischen sechs und sieben Cent je Kilowattstunde – mit langsam ansteigender Tendenz und wachsender Spreizung. Aktuell liegen die kWh-Preise je nach Anbieter zwischen 4,5 und 8,0 Cent für private Haushalte.

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Die Versorger haben bei der Preisgestaltung offenbar immer größere Spielräume. „Wir beobachten seit 2009, dass die Schere zwischen den Einkaufspreisen an den Gasmärkten und den Verbraucherpreisen immer weiter aufgeht", so Reese. „Für den Endkunden ergeben sich damit natürlich größere Einsparpotenziale durch einen Anbieterwechsel.“

Warum die Energiepreise steigen
Preistreiber Staat: Einen fetten Teil des Strompreises verantwortet der Staat: 10,30 Euro zahlte 2011 jeder deutsche Haushalt im Monat für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien, dreimal so viel wie 2008. 20 Prozent verlangen die Kommunen bis 2015 mehr für die Durchleitung von Strom auf ihrem Gebiet. Und auch beim Rohöl langt der Fiskus kräftig zu: 90 Cent pro Liter beträgt der Steueranteil am Benzinpreis 2011, 1990 waren es noch 37 Cent.

Bild: dpa

Dabei profitieren Verbraucher zumindest von der zunehmenden Konkurrenz. Der Wettbewerb der Gasversorger steckt nicht mehr in den Kinderschuhen“, ist Reese überzeugt. „Allein in diesem Jahr sind 57 neue Anbieter auf dem Markt aktiv – viele mit einem bundesweiten Angebot. Im Schnitt gibt es pro Postleitzahlengebiet mittlerweile 68 Gasanbieter für Endverbraucher – Tendenz steigend.“

Für Haushalte, die anders als Bewohner von Mietshäusern mit Gaszentralheizung ihren Gasvertrag selbst auswählen können – das sind immerhin mehr als elf Millionen in Deutschland – ergeben sich durch einen rechtzeitigen Wechsel zu einem anderen Anbieter gute Chancen, ihre Energiekosten zu senken. Der Clou: Will ein Gasversorger die Preise erhöhen, muss er dies dem Kunden in einem Brief mindestens sechs Wochen im Voraus mitteilen und dabei auch auf das Kündigungsrecht des Kunden hinweisen. So bleibt ausreichend Zeit, einen neuen Gasvertrag abzuschließen.

Viele Gaskunden üben dennoch Zurückhaltung – wenn sie überhaupt von den Wechselmöglichkeiten wissen. Der deutsche Gaskunde ist eher wechselunwillig. „Wenn die Gaspreise steigen, erhöht sich zwar auch die Wechselquote“, weiß Energieexperte Reese. „Aber in 2010 haben erst sieben Prozent derjenigen, die ihren Gasvertrag überhaupt wechseln können, ihren Vertrag auf einen anderen Anbieter umgestellt. Im Strommarkt befinden sich immerhin schon 15,5 Prozent der Haushalte in Belieferung durch einen neuen Anbieter.“ Dabei muss aber kein Gaskunde befürchten, im Winter ohne Gaslieferung da zu stehen. Klappt der Wechsel nicht, fallen sie automatisch zurück in die Grundversorgung. Und die ist monatlich kündbar.

Die günstigsten Gastarife in deutschen Großstädten (ohne Pakettarife)

  • Erklärung

    Ohne Pakettarife: Preise für Haushaltskunden bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh und einer Heizleistung von 13 kW.

    Berücksichtigt wurden die Angebote der örtlichen Grundversorger und der überregionalen Versorger - allerdings ohne Angebote mit Vorkasse oder Kaution. Auch eventuelle Boni sind zur besseren Vergleichbarkeit nicht mit eingerechnet. Da Pakettarife unberücksichtigt blieben, zahlt der Kunde nur das, was er tatsächlich verbraucht hat. Es gibt keine Mindestabnahmemenge.

    Alle Angaben in Euro, brutto und gerundet. GV=Grundversorgung
    Stand: 11.07.2012
    Quelle: www.verivox.de

  • Berlin

    Rang 1: MAINGAU EnergieGmbH (Tarif: MAINGAU Gas 2012)
    Preis: 1.038 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 457 Euro

    Rang 2: gas.de VersorgungsgesellschaftmbH (Tarif: gas.de classic)
    Preis: 1.048 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 447 Euro

    Rang 3: MONTANA ErdgasGmbH & Co. KG (Tarif: MONTANA eco)
    Preis: 1.050 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 445 Euro

    Rang 4: susiEnergie GmbH (Tarif: susiGas flex)
    Preis: 1.090 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 405 Euro

    Rang 5: Schotten Energie -Marke der Energiehandel DresdenGmbH (Tarif: GeizGas)
    Preis: 1.107 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 388 Euro

    Rang 97: GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft (Tarif: GASAG-Online)
    Preis: 1.453 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 42 Euro

    Rang 102: GASAG Berliner Gaswerke Aktiengesellschaft (Tarif: GASAG-Komfort)
    Preis: 1.495 Euro; Grundversorger

  • Hamburg

    Rang 1: gas de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: gas.de classic)
    Preis: 1.018 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 387 Euro

    Rang 2: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas2012)
    Preis: 1.026 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 378 Euro

    Rang 3: Gasversorgung Pirna GmbH (Tarif: erdgas-pirna de)
    Preis: 1.047 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 357 Euro

    Rang 4: Yeti Energie AG (Tarif: Bigfoot 12)
    Preis: 1.060 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 344 Euro

    Rang 5: Vereinigte Stadtwerke GmbH (Tarif: stadtwerke.gas.direkt BE online)
    Preis: 1.066 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 338 Euro

    Rang 65: E.On Hanse Vertrieb GmbH (Tarif: E.ON DirektErdgas)
    Preis: 1.255 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 149 Euro

    Rang 102: E.On Hanse Vertrieb GmbH (Tarif: StandardGas)
    Preis: 1.404 Euro; Grundversorger

  • München

    Rang 1: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas)
    Preis: 990 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 263 Euro

    Rang 2: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: gas.de classic)
    Preis: 1.001 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 252 Euro

    Rang 3: MONTANA Erdgas GmbH & Co. KG (Tarif: MONTANA eco)
    Preis: 1.003 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 250 Euro

    Rang 4: MONTANA Erdgas GmbH & Co. KG (Tarif: MONTANA eco klimaneutral)
    Preis: 1.062 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 190 Euro

    Rang 5: SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG (Tarif: SAUBER GAS Klima Flex)
    Preis: 1.073 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 179 Euro

    Rang 27: SWM Versorgungs GmbH (Tarif:M-Erdgas M)
    Preis: 1.154 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 98 Euro

    Rang 60: SWM Versorgungs GmbH (Tarif: Grundversorgung)
    Preis: 1.253 Euro; Grundversorger

  • Köln

    Rang 1: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas2012)
    Preis: 1.073 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 369 Euro

    Rang 2: gas de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: gas.de classic)
    Preis: 1.084 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 358 Euro

    Rang 3: MONTANA Erdgas GmbH & Co. KG (Tarif: MONTANA eco)
    Preis: 1.086 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 356 Euro

    Rang 4: Schotten Energie - Eine Marke der Energiehandel Dresden GmbH (Tarif: GeizGas)
    Preis: 1.107 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 336 Euro

    Rang 5: SE SAUBER ENERGIE GmbH & Co. KG (Tarif: SAUBER GAS Klima Flex)
    Preis: 1.109 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 334 Euro

    Rang 71: RheinEnergie AG (Tarif: FairRegio Erdgas plus Online)
    Preis: 1.373 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 70 Euro

    Rang 88: RheinEnergie AG (Tarif: FairRegio Erdgas basis)
    Preis: 1.443 Euro; Grundversorger

  • Frankfurt

    Rang 1: MAINGAU Energie GmbH (Tarif: MAINGAU Gas2012)
    Preis: 992 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 638 Euro

    Rang 2: gas.de Versorgungsgesellschaft mbH (Tarif: gas.de classic)
    Preis: 1.001 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 629 Euro

    Rang 3: MONTANA Erdgas GmbH & Co. KG (Tarif: MONTANA eco)
    Preis: 1.003 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 627 Euro

    Rang 4: Schotten Energie - Eine Marke der Energiehandel Dresden GmbH (Tarif: GeizGas)
    Preis: 1.059 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 571 Euro

    Rang 5: MONTANA Erdgas GmbH & Co. KG (Tarif: MONTANA eco klimaneutral)
    Preis: 1.062 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 568 Euro

    Rang 56: Mainova Aktiengesellschaft (Tarif: Mainova Erdgas Direkt)
    Preis: 1.247 Euro; Sparpotenzial gegenüber GV: 383 Euro

    Rang 114: Mainova Aktiengesellschaft (Tarif: Mainova Erdgas Classic)
    Preis: 1.630 Euro; Grundversorger (GV)

Zudem machen es die inzwischen zahlreichen Vergleichsportale im Internet den Verbrauchern schon recht einfach, den günstigsten Tarif zu finden (siehe Gaspreisrechner in der linken Spalte). In der Regel genügt die Eingabe der Postleitzahl und des geschätzten Jahresverbrauchs, um einen ersten Überblick über die Angebote der regional aktiven Gaslieferanten zu erhalten.

Enorme Preisunterschiede

Die Preisunterschiede sind dabei enorm. Im Vergleich zum Standardtarif des örtlichen Grundversorgers – der eine Belieferung nicht ablehnen kann – ergeben sich etwa bei einem freistehenden Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von rund 30.000 kWh schnell Ersparnismöglichkeiten von 500 Euro und mehr.

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Generell gilt: Wer sparen will, muss wechseln. Allerdings ist genaues Hinschauen gefragt. „Gaskunden sollten sich von den verlockenden Angeboten besonders preiswerter Anbieter nicht treiben lassen“, rät Blenkers. „Vorauskasse, Kautionen und intransparente Bonusregelungen sollten Verbraucher meiden und beim Preisvergleich in Tarifrechnern ausblenden.“ Spätestens der Fall des Billig-Energieanbieters Teldafax hat deutlich gemacht, dass große Vorauszahlungen bei einer Unternehmenspleite verloren sein können. Gleiches gilt für hohe hinterlegte Kautionen. Verbraucher sollten zudem Vertragsbindungen von mehr als zwölf Monaten vermeiden. Denn in einem Jahr können die Gaspreise schon wieder gestiegen und die günstigen Angebote bei anderen Anbietern zu finden sein.

RWE

Geplante Einsparungen

1,5 Milliarden plus eine weitere Milliarde in  2013 und 2014.

Arbeitsplatzabbau/bedrohte Arbeitsplätze

Zunächst hieß es, die Zahl der Mitarbeiter solle um 8000 sinken. 3000 davon sollten durch Verkäufe von Unternehmensteilen wegfallen. Jetzt legte der neue Chef Peter Terium nach - weitere 2400 Stellen werden gestrichen. Das sei unumgänglich, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Bild: dpa

Gegen die branchenüblichen Bonuszahlungen ist generell nichts zu sagen. Sie machen die Tarife für Wechselwillige deutlich attraktiver, da sie schnell mit 100 Euro und deutlich mehr locken. Einzelne Anbieter bieten sogar 25 Prozent Nachlass oder maximal 489 Euro als Willkommensgeschenk für Neukunden. Allerdings drohen auch ein paar Fallstricke. So wird der Bonus etwa am Jahresende gegen den Rechnungsbeitrag verrechnet. Die Abschlagszahlungen senkt er jedoch zuvor nicht. Die genauen Regelungen zu den Bonuszahlungen müssen in den AGBs ausgeführt sein, daher empfiehlt sich dringend die Lektüre des Kleingedruckten.

Erfahrungsberichte untersuchen

Um neue Gaskunden wird auf dem Markt hart gekämpft. Daher ist auch Skepsis angebracht, wenn das Angebot allzu deutlich unter Vergleichsangeboten liegt. Dabei handelt es sich häufig um Tarife, die Vorkasse verlangen und somit per se schon ein gewisses Risiko für Verbraucher bergen.

BGH-Urteil Wann Kunden gegen Gaspreis klagen können

Nur weil ein Kunde bisherige Erhöhungen des Gaspreises akzeptiert hat, muss er das nicht bis zum Sankt Nimmerleinstag tun. Bei unrechtmäßigen Steigerungen dürfen Verbraucher klagen - innerhalb gewisser Fristen.

BGH-Urteil: Wann Kunden gegen Gaspreis klagen können

Auch kann es sein, dass an Kundenbetreuung und sonstigen Serviceleistungen rigoros gespart wird. Im Zweifel hilft das Stöbern in Internetforen. Dort finden sich nach der Suche des Anbieternamens nicht selten haufenweise Erfahrungsberichte von unzufriedenen Kunden. Zwar ist das noch kein Beweis dafür, ob ein Anbieter seriös ist oder nicht – schließlich ist das Internet kein Gerichtsprotokoll. Im Zweifelsfall sollten Gaskunden aber lieber etwas mehr für einen nachweislich kundenfreundlichen Anbieter zahlen, als sich nachher zu ärgern.

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Problematisch können auch Paketpreise sein. Die in der Regel günstigeren Tarife erfordern nämlich die Abnahme einer bestimmten Kilowattstundenzahl. Verbraucht der Kunde in einem Jahr jedoch weniger als die beispielsweise vereinbarten 20.000 kWh, wird in der Regel nichts zurückerstattet. Verbraucht der Kunde hingegen mehr, schlagen gleich erhöhte kWh-Preise zu Buche und machen die vermeintliche Ersparnis schnell zunichte. Pakettarife sind daher nur etwas für Gaskunden, die ihren Verbrauch ziemlich genau schätzen können und relativ konstant halten. Bei erhöhtem Heizbedarf wie etwa im Winter 2010/2011 drohen empfindliche Nachzahlungen.

Hoher Aufklärungsbedarf

Verbraucherschützer Schröder sieht im Gasmarkt für Endkunden noch immer viel Rechtsunsicherheit. „So großen Aufklärungsbedarf wie in der Energiebranche gibt es sonst höchstens noch im Telekommunikationsbereich. Ich habe so etwas jedenfalls in meiner langjährigen Tätigkeit noch nicht erlebt“, so der Jurist. „Obwohl es vorgeschrieben ist, gibt es zum Beispiel noch immer Anbieter, die ihre Preiserhöhungen nicht wie verlangt sechs Wochen vorher korrekt ankündigen.“

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Mitte August müssen die Gasanbieter ihre Preiserhöhungen angekündigt haben, wenn sie die Preise zum Beginn der kalten Jahreszeit im Oktober anheben wollen. Kunden, die davon betroffen sind, sollten sich jetzt schon langsam auf die Suche nach dem besten Angebot machen. Und vor allem gründlich vergleichen.

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1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 12.07.2012, 10:43 Uhrmathias

    Manche lernen es nie !!!!

    Erst Vertrag durchlesen, ob der Anbieter die Erhöhung nachweisen
    muß
    Zweitens gibt es genug Möglichkeiten gegen die Preiserhöhung
    anzugehen.

    Bei jedem Wechsel unterschreibt man nachteilige Verträge!

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