Bild: fotolia.comIn jedem guten Piratenfilm spielen sie eine tragende Rolle. Doch Goldmünzen sind längst nicht nur etwas für Schatzsucher. Inflationsängste und die Schwäche anderer Anlageformen machen physisches Gold gerade für Anleger attraktiv. Womit man den Werterhalt seines Geldes sichert und zudem noch etwas fürs Auge im Depot hat.
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Dass Goldmünzen nicht nur mit den Köpfen verstorbener Persönlichkeiten geziert sein müssen, zeigt dieses Exemplar: Die Lunar Serie 1 der australischen Münzprägeanstalt Perth Mint erfreut sich großer Beliebtheit unter Sammlern. Sie wurde von 1996 bis 2007 geprägt und zeigt die chinesischen Tierkreiszeichen, hier den Hasen.

Auch der Hund gehört zu den chinesischen Tierkreiszeichen, denen die australische Münzprägeanstalt Perth Mint 2006 ein Denkmal in Form eines Goldstücks setzte. Auf der Rückseite der Münzen dieser Serie ist im Übrigen immer ein Abbild von Königin Elisabeth II. zu sehen.

Die australischen Goldmünzen von Perth Mint sind besonders detailgenau und filigran gestaltet, wie hier beispielsweise das chinesische Tierkreiszeichen des Hahnes, welches 2005 geprägt wurde.
Bild: fotolia.comNicht nur Tierkreiszeichen finden den Weg auf Goldmünzen. Auch dem chinesischen Nationaltier Panda wird auf diese Art und Weise gehuldigt. Die entsprechende Münze aus dem Reich der Mitte wird seit 1982 geprägt - mit jährlich wechselndem Motiv des Bären auf der Vorderseite.
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Der Krügerrand aus Südafrika ist die liquideste Goldanlagemünze der Welt und dürfte zugleich auch die bekannteste sein. Für einen Krügerrand mit einem Feingewicht von 1 Unze zahlen Goldanleger einen geringen Aufschlag von etwa zwei Prozent auf den Goldwert.
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Bild: fotolia.comDie kanadische Goldmünze Maple Leaf, zu deutsch Ahornblatt, ist nach dem Krügerrand die weltweit zweitbekannteste Anlagemünze. Auch mit ihm wird einem Nationalsymbol gehuldigt.
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Der American Eagle aus den USA wird seit 1986 in unverändertem Design geprägt. Das Unzenstück hat einen Nennwert von 20 Dollar, sein Marktpreis liegt bei einem Vielfachen davon.
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Der sogenannte Wiener Philharmoniker aus Österreich wurde erstmals 1989 ausgegeben. Inzwischen ist er die beliebteste Goldanlagemünze Europas, sozusagen der Krügerrand der Alten Welt.
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Für das Portemonnaie des normalen Anlegers ist der Riesen-Maple Leaf außer Reichweite. Doch Goldmünzen sind bei Anlegern, die Inflationsschutz suchen, sehr beliebt. Üblich sind Münzen mit einer Feinunze Gold, das entspricht einem Goldgewicht von 31,103477 Gramm. Der Vorteil: Schon für vergleichsweise kleine Beträge kann man so Gold erwerben.
In jedem guten Piratenfilm spielen sie eine tragende Rolle. Doch Goldmünzen sind längst nicht nur etwas für Schatzsucher. Inflationsängste und die Schwäche anderer Anlageformen machen physisches Gold gerade für Anleger attraktiv. Womit man den Werterhalt seines Geldes sichert und zudem noch etwas fürs Auge im Depot hat.
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Weiß wird Weihnachten in diesem Jahr eher nicht – die Meteorologen machen den Deutschen wenig Hoffnung auf Schnee zum Fest. Eher schon golden. Die Goldhändler berichten von guten Geschäften und machen kräftig Werbung für Krügerrand und Barren. „Goldene Geschenke: So wird Weihnachten für Sammler und Anleger zum Fest“, lockt das Handelshaus Pro Aurum. Westgold verspricht, Bestellungen mit Zahlungseingang bis zum 18. Dezember noch vor Weihnachten zuzustellen. Ein Goldhändler verweist gar darauf, dass die drei Weisen aus dem Morgenland auch Gold verschenkt haben, und ein Wettbewerber bietet Ein-Gramm-Barren an, in einer „attraktiven Geschenkbox, Motiv Weihnachtsbaum, mit Zertifikat“.
Goldmünze: An- und Verkauf von Krügerrand
Rechnungsbasis
Feingewicht 1 Unze = 31,103477 Gramm
Stand: 12. Dezember 2012, ca. 12.30 Uhr, Goldpreis = 1713,64 Dollar pro Unze, 1 Euro = 1,3027 Dollar
Quelle: Händlerangaben
Händler www.westgold.de
Verkaufen 1314,00 Euro
Kaufen 1353,00 Euro
Abschlag/Aufpreis auf den Goldpreis bei
Verkauf -0,1 Prozent
Kauf +2,9 Prozent
Händler www.proaurum.de
Verkaufen 1304,00 Euro
Kaufen 1361,50 Euro
Abschlag/Aufpreis auf den Goldpreis bei
Verkauf -0,9 Prozent
Kauf +3,5 Prozent
Händler www.mp-edelmetalle.de
Verkaufen 1328,39 Euro
Kaufen 1361,39 Euro
Abschlag/Aufpreis auf den Goldpreis bei
Verkauf +1,0 Prozent
Kauf +3,5 Prozent
Ein-Gramm-Barren zu verschenken, dies vorneweg, macht wenig Sinn – die Nebenkosten beim Kauf sind viel zu hoch. Davon abgesehen: Wäre eine solide Anlagemünze wie der Krügerrand oder ein 100-Gramm-Barren ein Geschenk von bleibendem Wert? Oder droht demnächst ein Crash, nachdem sich der Goldpreis seit Anfang 2000 fast versiebenfacht hat?
An- und Verkauf von Goldbarren 100 Gramm
Rechnungsbasis
Feingewicht 1 Unze = 31,103477 Gramm
Stand: 12. Dezember 2012, ca. 12.30 Uhr, Goldpreis = 1713,64 Dollar pro Unze, 1 Euro = 1,3027 Dollar
Quelle: Händlerangaben
Händler www.westgold.de
Verkaufen 4187,00 Euro
Kaufen 4285,00 Euro
Abschlag/Aufschlag auf den Goldpreis bei
Verkauf -1,0 Prozent
Kauf +1,3 Prozent
Händler www.proaurum.de
Verkaufen 4182,00 Euro
Kaufen 4300,00 Euro
Abschlag/Aufschlag auf den Goldpreis bei
Verkauf -1,1 Prozent
Kauf +1,7 Prozent
Händler www.mp-edelmetalle.de
Verkaufen 4221,35 Euro
Kaufen 4301,35 Euro
Abschlag/Aufschlag auf den Goldpreis bei
Verkauf -0,2 Prozent
Kauf +1,7 Prozent
Für den bekannten Investor Marc Faber, der schon seit der Jahrtausendwende zu Gold rät, ist die Antwort klar. In seinem Haus in Thailand habe er auf der Toilette ein Bild von US-Notenbankchef Ben Bernanke hängen. „Jedes Mal, wenn ich an einen Goldverkauf denke, schaue ich es mir an und weiß es besser.“ Soll heißen: Faber glaubt nicht, dass die Notenbanken den einmal eingeschlagenen Weg des Gelddruckens jemals wieder verlassen werden.
An- und Verkauf von Goldbarren 1000 Gramm
Rechnungsbasis
Feingewicht 1 Unze = 31,103477 Gramm
Stand: 12. Dezember 2012, ca. 12.30 Uhr, Goldpreis = 1713,64 Dollar pro Unze, 1 Euro = 1,3027 Dollar
Quelle: Händlerangaben
Händler www.westgold.de
Verkaufen 41.755,00 Euro
Kaufen 42.650,00 Euro
Abschlag/Aufschlag auf den Goldpreis bei
Verkauf -1,3 Prozent
Kauf +0,8 Prozent
Händler www.proaurum.de
Verkaufen 41.815,00 Euro
Kaufen 42.707,00 Euro
Abschlag/Aufschlag auf den Goldpreis bei
Verkauf -1,1 Prozent
Kauf +1,0 Prozent
Händler www.mp-edelmetalle.de
Verkaufen 41.861,36 Euro
Kaufen 42.751,36 Euro
Abschlag/Aufschlag auf den Goldpreis bei
Verkauf -1,0 Prozent
Kauf +1,1 Prozent
Sei dieser Weg einmal beschritten, dann müsse die Dosis der Geldinfusionen immer weiter erhöht werden, sagt Faber. So wie zuletzt am Mittwoch, als Bernanke ankündigte, die US-Notenbank Fed werde ab Januar mit frisch gedrucktem Geld jeden Monat für 85 Milliarden Dollar Staatsanleihen und Hypothekenpapiere kaufen, um Konjunktur und Arbeitsmarkt zu stützen.
Marc Faber setzt weiter auf Gold
Und so setzt Faber weiter auf Gold: „Intelligente Menschen sehen schon, dass, wenn man die Geldmenge erhöht, eine Papierwährung gegenüber einer Währung, die nicht erhöht werden kann, verliert.“
Nach dieser Lesart sind die Deutschen intelligent: Laut einer Studie der Berliner Steinbeis-Hochschule besitzt jeder erwachsene Bundesbürger im Schnitt 3,76 Unzen (117 Gramm) des Edelmetalls, mit einem Marktwert von fast 5000 Euro. In der Summe sind das 257 Millionen Unzen im Wert von von 334 Milliarden Euro. Dazu kommen noch mit Gold besicherte Wertpapiere über knapp 50 Milliarden Euro. Gold hat damit einen Anteil von fast acht Prozent am liquiden Vermögen der Deutschen – ein internationaler Spitzenwert.
Die Deutschen wissen: Gold lässt sich nicht per Federstrich vermehren. Pro Jahr wächst die gesamte jemals geförderte Goldmenge nur um etwa eineinhalb Prozent. Der Produktion von Papiergeld dagegen sind keine Grenzen gesetzt. Der Wert von Gold wird in Papierwährungen angegeben. Die Schlussfolgerung daraus ist einfach: Sollte die Papiergeldmenge weiter erhöht werden, müsste auch der in Papierwährungen ausgedrückte Preis des Goldes weiter steigen.
Andererseits: Der Goldpreis ist eben schon mächtig gestiegen, seit dem Jahr 2000 im Schnitt um jährlich 15 Prozent. Und an Gewinnmitnahmen, so eine alte Börsenregel, ist noch niemand gestorben.
Goldman Sachs zweifelt
Die Analysten der Investmentbank Goldman Sachs haben an diese Regel gerade erinnert. Sie halten es für wahrscheinlich, dass die seit zwölf Jahren andauernde Goldhausse 2013 in ihre Endphase eintreten wird. Zu einer Verkaufsempfehlung für Gold konnten die Goldman-Analysten sich vergangene Woche zwar nicht durchringen, aber große Steigerungen erwarten sie nicht mehr: In drei Monaten sehen sie Gold bei 1825, in sechs Monaten bei 1805 und 2014 bei 1750 Dollar pro Unze – immerhin, alles noch oberhalb des aktuellen Preises von 1700 Dollar.
Der wichtigste Auslöser für eine allmähliche Abkehr der Anleger vom Gold seien steigende Realzinsen als Folge eines stärkeren Wirtschaftswachstums in den USA.
























