WirtschaftsWoche-Investmentgipfel: Richtige Mischung gegen den Strafzins

WirtschaftsWoche-Investmentgipfel: Richtige Mischung gegen den Strafzins

von Sebastian Kirsch

Wie Anleger ihr Vermögen aufteilen, um trotz niedriger Zinsen Rendite zu erzielen und sich gegen Krisen abzusichern.

Auf dem Investmentgipfel der WirtschaftsWoche in Frankfurt herrschte Einigkeit unter den Experten: Wer Rendite erzielen möchte, muss sich verschiedene Anlageformen ins Depot legen.

Vermögen nur zu verwalten, funktioniert heute nicht mehr. Kein Anleger sollte sich nur mit Aktien oder nur mit Anleihen absichern. Denn das Marktumfeld konfrontiert die Anleger mit gravierenden Problemen: drohende Negativzinsen aufs Tagesgeld, Mini-Kupons bei Staatsanleihen und weltweit schon teuer bewertete Aktien.

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„Wir haben historisch keine Blaupause für diese Marktsituation. Wir können die Entwicklung also nicht wie gewohnt fortschreiben und müssen in den Markt hineinhören“, sagt Ulrich Gallus, der bei der DekaBank den Bereich Vermögensverwaltung und Dachfonds leitet. „Heute gibt es keine Schulbuchzyklen mehr in der Entwicklung der Kurse, wie wir sie kennen – und die Anleger werden nicht risikobereiter“, sagt Björn Jesch der bei Union Investment das Portfoliomanagement leitet.

Dass aber die Bereitschaft für etwas mehr Risiko unausweichlich ist, auch da sind die Finanzmarkt-Experten auf dem Investmentgipfel einig. Die deutschen Anleger dürften sie damit kaum überzeugen: Das GfK-Investmentbarometer aus dem Jahr 2013 zeigt, dass nur zwölf Prozent der männlichen Anleger zwischen 30 und 49 Jahren Aktien halten, bei den Frauen sind es nur sieben Prozent. Gerade fünf Prozent der deutschen Anleger haben in Gold investiert, auch wenn es fast 40 Prozent für eine interessante Geldanlage halten.

WirtschaftsWoche-Investmentgipfel Können die Märkte noch ohne billiges Geld?

Das billige Geld der Notenbanken wirkte auf die Märkte wie eine Droge. Kommt das Ende einem Entzug gleich? Und w elche Folgen hat das für Anleger? Darüber diskutierten die Experten auf dem WirtschaftsWoche-Investmentgipfel.

Investmentgipfel 2014 WirtschaftsWoche Quelle: Bert Bostelmann für WirtschaftsWoche

Tatsächlich liegt das meiste Geld der Deutschen dann auf Sparbüchern, mit 43 Prozent hinter einer Immobilie die beliebteste Anlageform. Und das, obwohl die Deutschen wissen, dass das Sparbuch nur wenig attraktiv ist, zeigt die Befragung der GfK.

Selbst wenn Anleger sich zu langfristigen Aktien-Investitionen durchreißen, werden sie in Phasen großer Verluste schnell hektisch, etwa während der Dotcom-Blase zu Anfang der 2000er oder der Finanzkrise.  „Die Kunden sind nicht so langfristig orientiert wie sie oft sagen, sie verhalten sich emotional“, sagt Björn Jesch von Union Investment.  „In der Realität werden bei solchen großen Verlusten auch Kunden nervös, die uns vorher deutlich zu verstehen geben, dass sie langfristig investieren wollen und kurzfristige Verluste durchstehen können.“

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