WirtschaftsWoche Investmentgipfel: "Start-ups fehlt es an Wagniskapital und Fachkräften"

WirtschaftsWoche Investmentgipfel: "Start-ups fehlt es an Wagniskapital und Fachkräften"

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René Obermann, Partner bei WarburgPincus und ehemaliger Vorstandschef der Deutschen Telekom auf dem Investmentgipfel: Die Industrie 4.0, die Digitalisierung aller Wirtschaftsbereiche also, sieht Obermann noch "ganz am Anfang". Bestimmte Prozesse dauerten "erst länger als gedacht", kämen dann aber "mit größerer Wucht als gedacht".

von Christof Schürmann

Warburg Pincus-Partner und Ex-Telekom-Chef René Obermann spricht auf dem Investmentgipfel über Hürden für junge und zukunftsträchtige Unternehmen und die Schwierigkeiten und Chancen von Risikokapitalgebern.

Dass es in Deutschland zu wenig Wagniskapital gibt, ist bekannt. Ex-Telekom-Chef René Obermann macht neben "der dürftigen Venture-Capital-Finanzierung" hierzulande aber noch einen zweiten Faktor aus, der deutsche Startups in ihrem Wachstum hemmt: "Es fehlt an Fachkräften, insbesondere im IT-Sektor und insbesondere im Vergleich zu den USA", sagte Obermann an diesem Dienstagnachmittag in Frankfurt auf dem diesjährigen Investmentgipfel der WirtschaftsWoche.

Obermann ist inzwischen Partner bei der Private-Equity-Gesellschaft Warburg Pincus. Der Investmentriese gab erst gestern bekannt, seinen jüngsten Private-Equity-Fonds mit deutlich mehr als den erwarteten zwölf Milliarden Dollar für Investoren geschlossen zu haben. Um diese Summe einzusammeln, hatte Warburg Pincus gerade einmal ein halbes Jahr benötigt.

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"Tesla zu fahren, ist geil"

Warburg investiert auch in sehr junge Unternehmen von der Gründungsphase (seed) bis hin zu den späteren Phasen, wenn sich das Wachstum üblicherweise beschleunigt (later stage). Entscheidend für Erfolg oder Misserfolg eines Start-ups ist laut Obermann die "Qualität des Managements".

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Dabei seien "Spezialisten mit hoher Fachkompetenz und nicht Generalisten" gefragt. Die Industrie 4.0, die Digitalisierung aller Wirtschaftsbereiche also, sieht Obermann noch "ganz am Anfang".

Bestimmte Prozesse dauerten "erst länger als gedacht", kämen dann aber "mit größerer Wucht als gedacht". Das dürfte in Zukunft etwa auch für selbstfahrende Autos und E-Mobility gelten. Von letzterer ist Obermann offenbar ein Fan. "Tesla zu fahren, ist - pardon - geil. Das Drehmoment ist einfach sofort da", so Obermann. Ein Statement, dass im Auditorium des WirtschaftsWoche Investmentgipfels in der Alten Börse in Frankfurt großen Anklang fand.

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