Zehn-Monats-Tief: Der Goldpreis fällt und fällt

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Zehn-Monats-Tief: Der Goldpreis fällt und fällt

Quelle:Handelsblatt Online

Der Goldpreis ist auf dem tiefsten Stand seit zehn Monaten. Obwohl Japan seine Geldpolitik lockert, scheinen Anleger keine Angst vor Inflation zu haben. Händler machen auch den Dollar mitverantwortlich.

Ein starker ETF-Abfluss hat den Goldpreis am Donnerstag belastet. Die Feinunze verbilligte sich um bis zu 1,1 Prozent auf 1539,74 Dollar und kostete damit so wenig wie zuletzt Ende Mai 2012. Per Mittwochabend waren die Bestände im größten Gold-ETF Fonds - SPDR Gold Trust - um 0,2 Prozent gesunken.

Schon seit Monaten bauen die Anleger ihre ETF-Bestände ab. Händler begründeten dies unter anderem mit schwindenden Inflationsängsten. Daran habe auch die Ausweitung der geldpolitischen Lockerung in Japan nichts geändert.

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Die wichtigsten Fakten zu Gold

  • Goldnachfrage

    Die gesamte Goldnachfrage im dritten Quartal 2014 betrug 929,3 Tonnen. Damit ist die Nachfrage um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 952,8) gefallen.

    Quelle: World Gold Council

  • Schmucknachfrage

    Die weltweite Nachfrage nach Schmuck betrug im dritten Quartal 2014 insgesamt 534,2 Tonnen und ist damit um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 556,3) gefallen.

  • Industrienachfrage

    Die Nachfrage des Technologiesektors belief sich im dritten Quartal 2014 auf 97,9 Tonnen und fiel, verglichen mit den 103,1 Tonnen im dritten Quartal 2013, um fünf Prozent.

  • Goldbarren- und Münznachfrage

    Die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen ist im dritten Quartal 2014 deutlich gesunken – auf 245,6 Tonnen. Ein Minus von 21 Prozent im Vergleich zu 2013 (Q3: 312,3).

  • EFTs und ähnliche Produkte

    Dass die Gesamtnachfrage nach Gold gefallen ist, ist auch auf die Abflüsse aus Gold-EFTs zurückzuführen. Im dritten Quartal 2014 beliefen sich diese auf 41,3 Tonnen. Allerdings ist das deutlich weniger als im Vorjahr. Im dritten Quartlal 2013 betrugen sie noch 120,2 Tonnen.

  • Notenbanken

    Die Nettoeinkäufe von Zentralbanken betrugen im dritten Quartal 2014 92,8 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von neun Prozent (Q3'13: 101,5).

  • Investment gesamt

    Die Goldnachfrage im Investment belief sich im dritten Quartal 2014 auf 204,4 Tonnen. Das ist eine minimale Steigerung von sechs Prozent, im Vorjahresquartal waren es 192 Tonnen.

„Nach dem Unterschreiten wichtiger charttechnischer Unterstützungen könnte es seitens der Anleger zu weiteren Verkäufen kommen“, erklärten die Analysten der Commerzbank. In der Folge könnte der Goldpreis kurzfristig weiter nachgeben. Von der EZB wurde dagegen für Donnerstag keine weitere Lockerung der Geldpolitik erwartet.

Händler in London erklärten, der relativ stabile Dollarkurs drücke den Goldpreis zusätzlich. Das in Dollar gehandelte Edelmetall wird dadurch für Anleger aus dem Nicht-Dollar-Raum teuerer. Auch die Preise für Silber, Platin und Palladium gaben spürbar nach.

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Viele Anleger trennten sich auch von ihren Industriemetallen. Kupfer kostete mit 7331,25 Dollar je Tonne bis zu 0,8 Prozent weniger als am Vortag und damit so wenig wie seit August vorigen Jahres nicht mehr. Die Preise für ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent und US-Leichtöl der Sorte WTI waren mit 108,18 Dollar und 94,50 Dollar je Feinunze kaum verändert zum Vortag.

Quelle:  Handelsblatt Online
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