Gold und Silber: Nahost-Krise und Konjunkturboom treiben Edelmetalle

Gold und Silber: Nahost-Krise und Konjunkturboom treiben Edelmetalle

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Silberbarren: Industrie und Anleger sorgen für starke Nachfrage und einen steigenden Silberpreis

von Andreas Toller

Der Goldpreis nähert sich der 1400 Dollar-Marke, Silber holt weiter auf und ist so teuer wie seit mehr als 30 Jahren nicht mehr. Gleich mehrere Faktoren beflügeln die Preise.

Die anhaltenden Unruhen im Nahen Osten und in Nordafrika locken viele Anleger in den „sicheren Anlagehafen“ Edelmetall. Gold stieg auf ein Sieben-Wochen-Hoch von 1396,30 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) und Silber markierte mit einem Unzenpreis von 33,18 Dollar erneut ein 31-Jahres-Hoch. Platin hielt sich mit 1846 Dollar in Reichweite seines Zweieinhalb-Jahres-Hochs von Anfang Februar und Palladium war mit 855,5 Dollar so teuer wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Wegen der Proteste im Nahen Osten und Nordafrika hätten viele Investoren, die auf fallende Kurse gesetzt hätten, ihre Positionen vor dem verlängerten Wochenende in den USA geschlossen, sagte Finanzmarkt-Experte Yuichi Ikemizu von der Standard Bank in Tokio. Wegen des „President's Day“ gibt es an der Wall Street heute keinen Handel.Vor allem Inflationsangst und die Sorge um die Stabilität in den arabischen Ländern sorgen für eine wachsende Nachfrage nach Edelmetallen. Vor allem die niedrige Bewertung im Vergleich zu Gold macht Silber unter Anlegern beliebt. Das Preisverhältnis von Gold zu Silber, dass im hundertjährigen Durchschnitt bei 50 liegt, ist in den vergangenen fünf Monaten von 64 auf 41 Ende Februar gefallen.

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Aufholjagd beim Silberpreis

Silber ist somit gemessen an Beständen und Fördermengen im Vergleich zu Gold eher unterbewertet, aber allmählich schließt sich die Schere in der Bewertung der Edelmetalle wieder. Dementsprechend verzeichneten Händler hohe Zuflüsse in Silber-ETFs, also börsengehandelte Fonds, die in Silber oder in die Silberproduktion investieren. Rückenwind erhält der Silberpreis zudem die anhaltend gute Konjunktur, da Silber auch in der Industrie ein gefragte Rohstoff ist.

Ebenso setzte der Goldpreis seinen Höhenflug fort. Die Marke von 1400 Dollar pro Feinunze rückt immer näher. Allein im Januar hat der Goldpreis um mehr als 80 Dollar zugelegt. Der Rekordstand von Anfang Januar bei 1423,57 Dollar kommt damit allmählich wieder in Reichweite. Die Flucht in Sicherheit hält nach Angaben von Händlern angesichts der Unruhen an. Daneben ist auch die anhaltend gute Nachfrage nach dem gelben Edelmetall auch China ein Faktor für die Aufwärtstrend.

Viele Edelmetalle befinden sich im Höhenflug. Platin erreicht im Aufwärtstrend einen Preis pro Feinunze von 1846 Dollar und gelangte damit in die Nähe seines höchsten Standes seit zweieinhalb Jahren, der Anfang Februar markiert wurde. Auch das in der Industrie beliebt Palladium befindet sich im Dauer-Höhenflug. Der Preis von 855 Dollar je Unze ist der höchste seit zehn Jahren.

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