Goldminen: Vorsicht mit Papiergold!

Goldminen: Vorsicht mit Papiergold!

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Werner Ullmann, Minen-Investor

von Frank Doll

Minen-Investor Werner Ullmann über Goldpreis-Manipulationen, den Vertrauensverlust der Papierwährungen und Chancen von Goldaktien.

Herr Ullmann, 2008 sind Ihre Fonds fürchterlich abgestürzt. Haben Sie zu stark auf kleine Minenwerte gesetzt?

Im Portfolio waren tatsächlich viele Titel aus der dritten Reihe, die in der Krise illiquide geworden sind. Hinzu kamen vorbörsliche Beteiligungen, auf denen wir sitzen blieben, weil der Markt für Börsengänge zusammengebrochen war.

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Was haben Sie geändert?

Unsere Expertise liegt im Aufspüren unterbewerteter Nebenwerte. Das erwarten Investoren von uns. Aber wir achten jetzt verstärkt auf Handelbarkeit und beteiligen uns nicht mehr vorbörslich.

Welche Kriterien muss ein Betreiber oder Entwickler einer Goldmine noch erfüllen?

Wir prüfen vor Ort den Goldanteil im Gestein, das Abbauverfahren und das erwartete Produktionsvolumen. Ganz wichtig sind die Kapital- und Förderkosten. Bei Unternehmen, die noch nicht produzieren, sollte der Produktionsstart binnen zwei Jahren absehbar sein. Aus den Daten berechnen wir die Rückflüsse über den Lebenszyklus der Mine. Daneben zählen Rechtssicherheit und politische Stabilität im Produktionsland.

Ziemlich viel Aufwand. Warum nicht gleich Gold kaufen, das schon gefördert ist, also Barren und Münzen oder mit Barren besicherte Wertpapiere?

Nichts gegen den Kauf von Barren und Münzen. Das sollte die Basis für jeden Goldinvestor sein. Aber Vorsicht mit den Papiergoldvarianten.

Warum?

Es steht schon in den Verkaufsprospekten, dass das Geld der Anleger nicht nur in physischem Gold angelegt werden muss, sondern der Anteilswert auch über Derivate abgebildet werden kann. Komischerweise sind die Verwahrer des Goldes oft diejenigen, die den Goldpreis mit am stärksten drücken – JP Morgan und HSBC.

Wenn das stimmen sollte, warum interessieren sich die Aufsichtsbehörden nicht dafür?

Regierungen und Notenbanken haben kein Interesse an einem galoppierenden Goldpreis. Je schneller der Goldpreis stiege, umso klarer würde doch immer mehr Menschen, dass etwas nicht stimmt im Papierwährungssystem.

Zum Beispiel?

Dass der Großteil neuer US-Staatsanleihen nicht vom Markt, sondern von der Fed über Schattenkonten gekauft wird – mit frisch gedruckten Dollar-Noten.

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