Hedgefonds: Florian Homm soll Investoren um fast 200 Millionen Dollar geprellt haben - Seite 2

Hedgefonds: Florian Homm soll Investoren um fast 200 Millionen Dollar geprellt haben

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Und weil die hochgejazzten Kurse die Hedgefonds kräftig wachsen ließen, entwickelten sich auch die Boni der Manager prächtig. Nach seiner Flucht im September 2007 hinterließ Homm Fonds, die mit wertlosen, aber zu 440 Millionen Dollar verbuchten Aktien vollgestopft waren.

Ähnlich wie bei Pro Elite verfuhr die Truppe mit sieben anderen Aktien, darunter MicroMed (Mini-Herzpumpen, 36 Millionen Dollar Schaden), Berman (Sexberatung für Frauen) und der Caféhaus-Betreiber Java Detour. Zusätzlich profitierten Homm, Ewing und A., als sie Aktien ihrer Hedgefonds-Holding ACM teuer abstießen: Homm soll 42,6 Millionen, Ewing 55 Millionen und A. 8,8 Millionen Dollar kassiert haben. Die ACM-Aktie fiel von ihrem Hoch bei 575,75 Pence auf zuletzt fünf Pence.

Wenige Monate vor seinem Abgang kaufte Homm mit seinem Chefhändler Colin Heatherington und Ficeto eine Yacht. Als Bootsnamen zur Wahl standen zwei Titel der Band Metallica ("Sad but true", "Fade to black") und "No Remorse" (Keine Reue), ein Album der britischen Band Motörhead. "Keine Reue ist der beste. Fasst irgendwie unser Leben zusammen. Vor allem Florians [sic]", mailte Ficeto an Heatherington.

Ficeto und Heatherington müssen sich bis zum 1. März zu den Vorwürfen äußern. Am 1. April läuft in New York die Vorverhandlung. Für Homm, Ewing und A. wurden laut Gerichtsregister bisher nur Vorladungen aufgesetzt.

A., der für Homms Fonds fast zwei Milliarden Dollar eingeworben haben soll, will die Klage nicht kommentieren, sagt er am Telefon, das halte er "nicht für sinnvoll" – und legt auf.

7 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 28.07.2011, 19:07 UhrAnonymer Benutzer: bernd r wehn

    ich kann mich entsinnen, das vor Jahren Herr Homm als grosser Zampano (abgebildet vor seinem Jet - mit Wohnsitz auf Mallorca) von einem bekannten deutschen Wirtschaftsmagazin dargestellt wurde. Den Namen nenne ich besser nicht. Hey, Redakteure, solltet ihr nicht recherchieren bEVOR ein Artikel erscheint?

  • 27.02.2011, 18:38 UhrAnonymer Benutzer: Klartexter

    Nur einer von vielen Finanzverbrechern auf der Welt... solchen Systeme sind in den letzten 10 Jahren wie Pilze aus dem boden geschossen. Normale Anleger werden belogen und betrogen nach Strich und Faden - die börse ist ein irrenhaus und die Schuldigen läßt man (fast) unbehelligt weitermachen. Homm wird gejagt, weil er Deutscher ist und einige Amis abgezockt hat- was aber ist mit den Tausenden Amis, Russen und Juden, die das Gleiche Spiel spielen? Wieviele von denen werden wegen betrugs gesucht?

  • 01.03.2010, 13:10 UhrAnonymer Benutzer: wiwo geld + börse

    Sehr geehrter "Gast" - Marrakesch - wie kommen Sie darauf?

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