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IBM: 100 Milliarden Dollar im Visier

Seit der ehemalige Computer-Hersteller IBM den strategischen Schwenk hin zu Dienstleistungen und Software vollzogen hat, ist der Aktienkurs wieder aufgetaut.

In den vergangenen vier Jahren kaufte IBM mehr als 30 verschiedene Software-Unternehmen. Im Gegenzug wurden uninteressante Hardware-Fertigungen abgegeben. Mehr als die Hälfte seiner Umsätze macht IBM mittlerweile mit Dienstleistungen. Hier sind die Wachstumsaussichten besser, die Margen höher. Allein im zweiten Quartal kletterte die Zahl der Serviceverträge um 22 Prozent. Soeben startete der US-Konzern eine neue Software-Aktion. Unter dem Namen Lotus Symphony bietet IBM eine kostenlose Bürosoftware an, die über das Internet abrufbar ist. Die Offensive ist direkt gegen den Marktführer Microsoft gerichtet, dem IBM damit wieder etwas dichter im Nacken sitzt. Auch das traditionelle Kerngeschäft mit Hardware wird weiterentwickelt. In der Server-Technik arbeitet IBM mit dem ehemaligen Konkurrenten Sun zusammen, sodass die Kunden Geräte beider Anbieter kombinieren können. Die neue IBM ist so profitabel wie noch nie. In diesem Jahr dürfte der Umsatz auf gut 95 Milliarden Dollar klettern; 2008 kann dann die Marke von 100 Milliarden fallen. Die starken Quartalsgewinne deuten darauf hin, dass IBM 2007 erstmals mehr als zehn Milliarden Dollar verdienen dürfte. Das wäre eine Nettomarge von 10,5 Prozent – deutlich mehr als die fünf Prozent von Dell oder die sieben Prozent von Hewlett-Packard. Mit einem Börsenwert von 159 Milliarden Dollar sind IBM-Aktien ein Schwergewicht, das nun wieder dynamisch geworden ist. Wegen des starken internationalen Geschäfts (Umsatzanteil über 60 Prozent) profitiert IBM vom schwachen Dollar.

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