
HB NEW YORK. Investieren in der Krise: Der schillernde US-Milliardär Donald Trump könnte schon bald die Kontrolle über ein ganzes New Yorker Stadtviertel erlangen. "Leute haben uns gefragt, ob wir uns am Kauf oder dem Betrieb beteiligen wollen", sagte der mit Immobilien reich gewordene Trump der "New York Post". "Wir schauen uns das Ganze nun sehr ernsthaft an."
Das Stadtviertel mit seinen 25 000 Bewohnern ist die sogenannte Stuyvesant Town samt ihrer kleineren Schwestersiedlung Peter Cooper Village. Die bisherigen Besitzer, eine Gruppe um die Immobilienfirma Tishman Speyer und den Vermögensverwalter Blackrock, hatten den 56 Gebäude umfassenden Komplex mitten in Manhattan aufgeben müssen, weil ihnen das Geld ausgegangen war. Nun suchen die Kreditgeber, die das Areal übernommen haben, nach einer Lösung.
Trump hat sich schon an einer ganzen Reihe von markanten Punkten in New York verewigt, unter anderem mit den Hochhäusern "Trump Tower" und "Trump World Tower" sowie dem gigantischen Appartement-Komplex "Trump Place". Mit der Stuyvesant Town würde der Milliardär aber neue Maßstäbe setzen. Die Zeitung ulkte schon, nach erfolgter Übernahme würde der durch seine eigene Fernsehserie bekannte Geschäftsmann das Viertel in "Trump Town" umbenennen.
Die bisherigen Besitzer hatten das am East River gelegene Stadtviertel 2006 per Kredit für die Rekordsumme von 5,4 Mrd. Dollar (3,8 Mrd Euro) gekauft. Sie wollten Nobelappartements aus den preisgebundenen Wohnungen für den Normalverdiener machen. Eine Klagewelle war die Folge. Als dann in der Wirtschaftskrise die Häuserpreise und Mieten deutlich fielen und parallel die Zinsen für Kredite stiegen, ging den Investoren die Puste aus. Aktuell wird das Viertel auf einen Wert von knapp zwei Mrd. Dollar geschätzt.






















