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Gebäudesanierung: Und der Mieter zahlt die Rechnung

Umweltverbände und der Deutsche Mieterbund fürchten bei der geplanten Milliardenoffensive für mehr energetische Gebäudesanierungen eine einseitige Kostenabwälzung auf die Mieter.

Bei energetischen Gebäudesanierungen könnte es zu einer einseitigen Kostenabwälzung auf die Mieter kommen, fürchten Umweltverbände und der Deutsche Mieterbund. Quelle: dpa
Bei energetischen Gebäudesanierungen könnte es zu einer einseitigen Kostenabwälzung auf die Mieter kommen, fürchten Umweltverbände und der Deutsche Mieterbund. Quelle: dpa

Mietern droht nach Auffassung von unterschiedlichen Verbänden eine "Energiearmut" durch steigende Heizkosten. Mehrere Umweltverbände und der Deutsche Mieterbund (DMB) haben die Bundesregierung gemeinsam dazu aufgefordert, den „Stillstand bei der Gebäudesanierung zu überwinden“. Es müsse geklärt werden, wer die Kosten übernehme, sagte DMB-Sprecher Ulrich Ropertz am Montag in Berlin. Die Mieter alleine seien nicht in der Lage, diese zu tragen. „Hier hat die Bundesregierung eine Bringschuld“, sagte Ropertz.

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Platz 10: Freiburg

Im baden-württembergischen Freiburg fehlen rund 3.000 Mietwohnungen. Das ist das Ergebnis zweier aktueller Studien, die das Pestel-Institut in Hannover und der Bochumer Wohnungsbau-Experte Prof. Dr. Volker Eichener im Auftrag der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ erstellt haben. Die Experten warnen: Deutschlandweit müssen in den nächsten fünf Jahren mindestens 825.000 Mietwohnungen neu geschaffen werden.

Bild: dpa

Die Gefahr besteht darin, dass die Kosten für die Gebäudesanierungen auf die Mieter abgewälzt würden. Das verteuere auf Dauer die Mietkosten. „Den Mietern ist nicht geholfen, wenn sie die Heizkosten bezahlen können, aber dafür die Mieten nicht mehr“, sagte Ulrich Ropertz vom Mieterbund. Jährlich können elf Prozent der Kosten für eine bessere Dämmung auf Mieten umgelegt werden. Ropertz sagte, dies könnte im Schnitt 2,75 Euro mehr im Monat pro Quadratmeter bedeuten.

Missverhältnis bei der Förderung

Erst im Juni hatte der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) vor einer Zuspitzung auf dem Wohnungsmarkt gewarnt, da immer weniger Investoren preiswerten Wohnraum schaffen würden.

"Der Strategiekompass für die richtige CO2-Vermeidungsstrategie bei der Energiewende ist leider abhanden gekommen", sagte GdW-Präsident Axel Gedaschko damals. "Zwischen der Förderung der erneuerbaren Energien und der energetischen Sanierung ist ein deutliches Missverhältnis entstanden", so der GdW-Chef. Zudem lehne der Mieterbund die geplante Mietrechtsänderung ab, wonach energetische Modernisierungen für drei Monate nicht mehr zu einer Mietminderung führen sollen. Auch der Bundesrat hatte diese Pläne am Freitag in einer Stellungnahme abgelehnt. Der Bundestag entscheidet im Herbst.

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