50 Großstädte im Test: Was Hamburg zum Sieger macht

50 Großstädte im Test: Was Hamburg zum Sieger macht

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Immobilien in Hamburg sind begehrt und dementsprechend teuer. Ist der Immobilienboom in der Hafenmetropole zuende?

Wie lange hält der Boom am Häuser- und Wohnungsmarkt noch? Zumindest für den Sieger im Vergleich von 50 Großstädten sieht es gut aus. Über Hamburg und die Auf- und Absteiger im Immobilienmarkt-Ranking.

Die WirtschaftsWoche die Märkte für Wohnimmobilien in den 50 größten Städten unter die Lupe genommen.

Der Sieger des exklusiven Rankings ist die Hansestadt Hamburg. Das Verhältnis von Chancen zu Risiken ist hier am besten. Dabei spielen nicht nur die direkten Kennzahlen des Immobilienmarktes (etwa der Leerstand) eine Rolle. Langfristig haben vor allem die Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung großen Einfluss auf die Nachfrage und damit auch Mieten und Kaufpreise.

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Einfluss im Ranking haben daher auch die Wirtschaftskraft-Prognose und die Dynamik der vergangenen fünf Jahre bei Standortqualität und Sozialstruktur.

Platzt die Immobilienblase in Hamburg?

Der Kiez ist wieder in. Nicht nur Schauspieler Jan Fedder wohnt auf St. Pauli. Auch andere Hamburger mit großem Geldbeutel zieht es in die Nähe der Reeperbahn. „Selbst Familien mit Kindern wollen dort Wohnungen kaufen“, sagt Immobiliengutachter Lars Schlüter. Seine eigenen Kinder würde er nicht in der Nachbarschaft des Rotlichtviertels aufwachsen sehen wollen.

St. Pauli habe sich zwar zum In-Viertel gewandelt, Prostitution, Drogen und Gewalt seien aber nicht verschwunden.

Wirklich abschrecken tut dies nur wenige. Inzwischen zahlen Käufer von Eigentumswohnungen im Schnitt 3400 Euro – und dass obwohl die Preis-Kaufkraft-Relation sehr schlecht ist. Viele Käufer spekulieren darauf, dass St. Pauli mehr Gutverdiener anziehen wird; ähnlich wie im einstigen Problemviertel St. Georg. Dort residieren im teuren Loft-Quartier „Saint George“ Promis wie Götz George.

Mehr zu den Immobilienmärkten einzelner Städte:

Der Boom auf dem Kiez ist Teil eines Immobilien-Hypes, der inzwischen alle begehrten Viertel Hamburgs erfasst hat. „Mitunter werden auch stark renovierungsbedürftige Immobilien weit über Verkehrswert verkauft“, sagt Immobiliengutachter Uwe Loose. Selbst bei Zwangsversteigerungen gingen Häuser mit Zuschlägen von bis zu 40 Prozent auf den Verkehrswert weg.

Normal sei ein Abschlag von 20 bis 30 Prozent auf den Verkehrswert. „Zuletzt Ende der 80er Jahre, Anfang der 90er Jahre war der Hamburger Wohnimmobilienmarkt so überhitzt“, sagt Loose.

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