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Immobilien: Annington will an die Börse

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Die Deutsche Annington strebt an die Börse.

Die Deutsche Annington hat auf dem Weg an die Börse einen wichtigen Schritt zur Neuordnung seiner drängenden Schulden geschafft. Der Immobilienkonzern sieht sich auf der Zielgeraden.

Nach zähen Verhandlungen sieht sich der Wohnungskonzern Deutsche Annington bei seiner milliardenschweren Refinanzierung auf der Zielgeraden. Bis Jahresende will Vorstandschef Wijnand Donkers die Umschuldung unter Dach und Fach haben, wie er am Dienstag ankündigte. Das wäre zwar ein Jahr später als geplant, doch die größte Hürde für den mittelfristig angepeilten Börsengang wäre genommen.

Die Banken rangen dem Annington-Eigner, dem Finanzinvestor Terra Firma, eine Eigenkapitalspritze über eine halbe Milliarde Euro ab, erst danach gaben die wichtigsten Gläubiger grundsätzlich grünes Licht. Sie halten etwa ein Drittel der verbrieften Verbindlichkeiten (CMBS) über zuletzt noch gut vier Milliarden Euro. Doch um das Refinanzierungskonzept wirklich umsetzen zu können, braucht der Konzern eine Zustimmungsrate von 75 Prozent - und will diese über einen gerichtlichen Vergleich erzwingen. Damit wird die Refinanzierung auf den letzten Metern zum Kraftakt.

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Auf einen solchen Sanierungsplan nach britischem Recht (“Scheme of Arrangement“) greifen auch deutsche Schuldner immer dann gerne zurück, wenn absehbar ist, dass die nötige Zustimmung aller Gläubiger nicht zu schaffen ist. Donkers begründete das Vorgehen damit, dass es sich bei den verbrieften Verbindlichkeiten aus dem Jahr 2006 - ursprünglich einmal 5,8 Milliarden Euro - um ausländische Wertpapiere handele.

„Die sogenannte "Grand"-Verbriefung ist solvent. Es gibt keine Probleme“, betonte er. Das ausgearbeitete Refinanzierungskonzept sei „gut und fair für alle Beteiligten“. Zu den Gläubigern, die den Eckpunkten zugestimmt haben, gehören die BayernLB, die LBBW und die Allianz-Tochter Pimco.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits im Mai berichtet, dass Grundsatzeinigung im Großen und Ganzen stehe. Die alten Verträge laufen im Juli 2013 aus, die Verbriefung gilt gerade im aktuellen Marktumfeld als großes Klumpenrisiko. In Zukunft sollen die verbleibenden Schulden von 3,8 Milliarden Euro nicht mehr auf einen Schlag fällig werden, sondern gestreckt über fünf Jahre. Allein für das erste Jahr hat sich Donkers 1,24 Milliarden Euro zur Refinanzierung vorgenommen. Vorher sei auch an einen Börsengang nicht zu denken, erklärte er. Damit sind auch dem Finanzinvestor Terra Firma die Hände für einen Ausstieg gebunden.

Die Deutsche Annington mit Hauptsitz in Bochum bewirtschaftet mehr als 210.000 Wohnungen, die vorher der Bahn und dem Energiekonzern Eon gehörten. Die Übernahme dieser Portfolios fand zwischen 2001 und 2005 statt, damals stieg auch Terra Firma ein - und wartet seither auf eine günstige Gelegenheit, Kasse zu machen.

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