Baufinanzierung: Für wen sich Bausparen lohnt

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Baufinanzierung: Für wen sich Bausparen lohnt

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von Andreas Toller

Schlecht verzinst, dennoch höchst beliebt: Bausparverträge. Was für das Bausparen spricht und warum es die meisten Sparer lieber lassen sollten.

Der Immobilienmarkt in Deutschland brummt und die Baufinanzierung ist günstig wie nie. Kein Wunder, dass für immer mehr Menschen der Wunsch nach den eigenen vier Wänden nun in greifbare Nähe rückt. Wer die Finanzierung stemmen kann und eine passende Immobilie findet, schlägt jetzt zu. Erstaunlich ist aber, dass nicht nur die aktuellen Käufer das günstige Zinsumfeld über Hypothekenkredite der Banken nutzen, sondern auch ein wachsender Personenkreis, der sich mit Hilfe eines Bausparvertrags die niedrigen Zinsen nur für den Haus- oder Wohnungskauf in ferner Zukunft sichern will - obwohl Bausparen eigentlich als unrentabel und kostenintensiv gilt.

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Den Bausparboom legen zumindest die Zahlen der Bausparkassen nahe. Der Branchenverband der Privaten Bausparkassen verzeichnete im ersten Halbjahr 2013 ein Zugewinn an Bausparern um 25 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum 2012. Allein Schwäbisch Hall konnte 470.000 neue Bausparverträge abschließen. In den hohen Zuwachsraten sind laut Bundesverband der Privaten Bausparkassen, dem etwa Wüstenrot und Schwäbisch Hall angehören, auch Sondereffekte enthalten, die auf Tarifumstellungen zurückzuführen sind und im Laufe des Jahres abflauen werden. Zum Jahresende jedoch sei dennoch ein Plus bei den Neuverträgen zu erwarten, heißt es dort.

Dass sich ausgerechnet Bausparverträge wachsender Beliebtheit erfreuen, hätte noch vor ein paar Jahren kaum jemand gedacht. Denn nach Ausbruch der Finanzkrise, als sich die Geldschleusen der Notenbanken öffneten und damit die Spar- und Kreditzinsen in den Sinkflug übergangen, galten Bausparverträge jahrelang als überflüssig und unrentabel. Auch heute ist es - Bonität vorausgesetzt - relativ einfach, eine Immobilienfinanzierung zu attraktiven Zinssätzen zu bekommen. Gleichzeitig ist aber der Sparzins für das Bausparen nur noch ein Schatten vergangener Tage. Eine höhere Verzinsung der Ersparnisse gibt es schon mit einem Banksparplan oder Festgeldkonto – ohne die relativ hohen Gebühren, die für Bausparverträge fällig werden. Verbraucherschützer warnen angesichts der Zuwächse in der Branche: Viele Bausparer wüssten schlicht nicht, was sie da unterschreiben. Eine Baufinanzierung von der Bank sei für Privatpersonen oft vorteilhafter.

Vergleich Bauspardarlehenszins und Hypothekenzins in Prozent über 20 Jahre (zum Vergrößern bitte anklicken) Quelle: FMH-Finanzberatung e.K., Frankfurt

Vergleich Bauspardarlehenszins und Hypothekenzins in Prozent über 20 Jahre (zum Vergrößern bitte anklicken)

Bild: FMH-Finanzberatung e.K., Frankfurt

Für wen also lohnen sich Bausparverträge? Die Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn letztlich ist es eine Typ-Frage. Denn ein Bausparvertrag ist etwas völlig anderes als ein einfaches Sparkonto oder ein normales Baudarlehen. Vielmehr ist ein Bausparvertrag ein Versprechen für jenen, der weit in Zukunft hinein plant oder bei der Finanzierung eine mehrgleisige Strategie verfolgt. Aber der Reihe nach.

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