Berlin : Schluss mit billig

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Messe in Berlin

von Niklas Hoyer

Die Zeit der Hinterhof-Schnäppchen in angesagten Stadtteilen ist vorbei. Wie sich Berlin heute potenziellen Immobilienkäufern präsentiert.

Kommen Berliner auf den Wohnungsmarkt zu sprechen, berichten sie gerne von absoluten Schnäppchen. Vom schönen, wenn auch etwas heruntergekommenen Kreuzberger Hinterhof-Altbau, für 195 Euro Monatsmiete, inklusive Nebenkosten und Heizung. Meist hatten solche Angebote zwar irgendeinen Haken, eine der wenigen verbleibenden Kohleheizungen etwa oder eine Dusche in der Küche, aber den Ruf von Berlin, der Stadt mit den billigen Immobilien, festigen sie jedes Mal auf's Neue.

Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Altbauten sind mittlerweile saniert, Mieten und Preise längst gestiegen. „Wir beobachten einen Verdrängungswettbewerb„, sagt Reiner Rössler, Vorsitzender des Gutachterausschusses. Hohe Nachfrage trieb in den zentralen Lagen Lagen, vor allem den Stadtteilen Mitte und Charlottenburg, die Preise in die Höhe, dann drängten die städtischen Käufer nach Prenzlauer Berg und Kreuzberg. „Die Preis-Schere geht weiter auseinander: Zentrale Lagen werden teurer, in weiter abgelegenen stagnieren die Preise", sagt Rössler.

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Stadtteile mit Anbindung

Viele Käufer wollen die hohen Innenstadtpreise nicht mehr zahlen. Sie wählen Stadtteile mit guter Anbindung wie Moabit, Tiergarten oder Wedding. Zwar haftet vielen Straßenzügen dort noch das alte Schmuddelimage an, doch mehr und mehr ziehen nicht nur Studenten, sondern auch junge Berufstätige hierhin – für eine Wohnung zahlen sie teilweise nur ein Drittel soviel wie in den Top-Stadtteilen. 

Besonders gefragt sind auch kleinere Stadthäuser in zentraler Lage. Dank Berlins großer Ausdehnung und historisch bedingter Zersplitterung gibt es noch einige Freiflächen, die dafür in Frage kommen. Rund um die Rummelsburger Bucht etwa, zwischen Treptow und Lichtenberg, sind auf ehemaligen Industriebrachen direkt am Wasser moderne Reihenhäuser gebaut worden. Während die Projekte der Stadt anfangs noch Millionenverluste einbrachten und reihenweise Häuser leerstanden, reizt nun viele Käufer die besondere Lage. Sie müssen für ein Reihenhaus mit 200 Quadratmetern über 400.000 Euro einplanen.  Pläne für Hausbootsiedlungen liegen auch noch in den Schubladen der Stadtverwaltung – ob die je umgesetzt werden, ist aber fraglich. 

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