Chemnitz: In der Imagefalle

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Das historische Rathaus von Chemnitz

von Martin Gerth

Unter Immobilieninvestoren hat die Stadt Chemnitz noch immer keinen guten Klang. Dabei ist die Kaufkraft in Chemnitz inzwischen sogar höher als im beliebten Leipzig. Für Immobilienkäufer gibt es handfeste Vorteile.

Chemnitz hat noch immer mit dem schlechten Image als Rentnerhauptstadt und hässliche Industriestadt zu kämpfen. Zwischen schmucken Häusern aus der Gründerzeit klaffen immer noch die Wunden verwaister Industrieflächen. Die mittelständischen Betriebe, häufig aus dem Maschinenbau, konnten die Lücken, die die abgewickelten DDR-Kombinate hinterließen nicht schließen. Zu den wenigen prominenten Unternehmen zählt Bosch Rexroth. 

Auch der Skandal um die Wohnungsbaugenossenschaft Newog hat das Ansehen von Chemnitz nicht gerade verbessert. Die Newog hatte auf Pump Wohnungen in Chemnitz gekauft und für die Refinanzierung Genossenschaftskapital bei Privatanlegern eingeworben. Inzwischen sind die Genossen pleite, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Insolvenzverschleppung. 

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„Es ist sehr schwer, Anleger zu überzeugen, im Chemnitzer Immobilienmarkt zu investieren“, sagt Amrei Haase, Immobilienfinanzierungsexpertin der HypoVereinsbank in Chemnitz. Meist fließe das Geld nach Leipzig oder Dresden. Dass die Kaufkraft in Chemnitz inzwischen höher sei als in Leipzig, gehe meist völlig unter. Dass die Industriestadt oft unterschätzt werde, sieht Tobias Jacobs, Immobilienanalyst der Unternehmensberatung Analyse & Konzepte als Chance: “Das Verhältnis von Kaufpreis zu Mietertrag ist bei mittelpreisigen Altbauten günstiger als beispielsweise in Leipzig.“ Noch sei das Angebot an bezahlbaren Objekten groß, immerhin 27 Prozent aller Wohnungen in Chemnitz stammen aus den Baujahren vor 1918.

„Das Verhältnis von Kaufpreis zu Mietertrag ist bei mittelpreisigen Altbauten günstiger als beispielsweise in Leipzig“, sagt Tobias Jacobs, Immobilienanalyst der Beratung Analyse & Konzepte. Luxuswohnungen in zentrumsnahen Top-Lagen seien dagegen inzwischen häufig zu teuer.

Auch einfache Quartiere an den Ausfallstraßen und am Stadtrand sollten Anleger meiden. Trotz Abriss von 12 000 Plattenbauwohnungen, steht in Chemnitz immer noch jede fünfte Wohnung leer. Attraktiver ist es in der mittleren bis gehobenen Preislage in Chemnitz zu investieren. Dazu zählen unter anderem die Viertel Adelsberg und Rabenstein. 700 bis 1200 Euro je Quadratmeter müssen risikofreudige Käufer in Chemnitz anlegen.

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