China: Immobilienmarkt kühlt sich ab

China: Immobilienmarkt kühlt sich ab

, aktualisiert 18. Juli 2017, 13:20 Uhr
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Erstmals seit zwei Jahren sinken die Preise auf dem chinesischen Immobilienmarkt.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Immobilienpreise in Chinas Metropolen fallen aktuell niedrig aus und rangieren auf dem niedrigstem Niveau der vergangenen zwei Jahre. Außerhalb der Großstädte ziehen die Preise hingegen weiter deutlich an.

PekingDer Immobilienmarkt in Chinas Metropolen kühlt sich etwas ab. In Peking fielen die Preise für Eigenheime im Juni erstmals seit mehr als zwei Jahren, wie aus Daten vom Dienstag hervorgeht. In Shanghai setzte sich der Rückgang fort, in Shenzhen stagnierten die Preise. Abseits der größten Städte verteuern sich Immobilien dagegen weiter. Dabei spielt eine Rolle, dass auf Käufer und Verkäufer dort weniger strenge Regeln zukommen. Insgesamt bleibt damit für die 70 größten Städte im Juni ein Preisanstieg von 10,2 Prozent verglichen mit dem Vorjahr, nach 10,4 Prozent im Mai, wie Reuters auf Basis der Daten des Statistikamtes errechnete. Das deutet darauf hin, dass der Immobilienmarkt sich langsam abkühlt und nicht auf eine scharfe Korrektur zusteuert, wie es einige Fachleute befürchtet hatten.

Seit Oktober haben mehr als 45 Städte, die meisten davon mit einer Bevölkerung von mehreren Millionen, weitere Einschränkungen auf den Weg gebracht, um den Preisanstieg bei Immobilien zu bremsen. Die Effekte zeigen sich insbesondere in den Top-Metropolen. In den kleineren Zentren, von denen viele ebenfalls mehrere Millionen Einwohner haben, steigt die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern dagegen weiter, was auch die Preise antreibt.

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Die Immobilienpreise in den großen chinesischen Städten steigen seit 2001 kräftig. Das bereitet der Regierung Sorgen, dass sich viele Bürger kein Eigenheim mehr leisten können. Inzwischen kostet eine Wohnung mit zwei Schlafzimmern in Peking umgerechnet etwa 770.000 Euro - das entspricht dem 69-Fachen des durchschnittlichen Jahreseinkommens. In New York kosten Immobilien dagegen nur etwa 25 Jahreseinkünfte.

Quelle:  Handelsblatt Online
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