CS Euroreal: Schlechte Aussichten für die Anleger

KommentarCS Euroreal: Schlechte Aussichten für die Anleger

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Die Anleger des Immobilienfonds CS Euroreal haben entschieden, dass der Fonds aufgelöst wird - Und müssen vorerst noch auf ihr Geld warten.

von Heike Schwerdtfeger

Der sechs Milliarden-Euro schwere Fonds wird aufgelöst, hortet aber sein Geld noch lange, statt es rasch an Anleger auszuzahlen.

Credit Suisse hat Anlegern ihres offenen Immobilienfonds CS Euroreal die Wahl gelassen zwischen Weitermachen und Schlussmachen. Die Anleger haben sich klar für ein Ende entschieden. Die Rückgabewünsche haben die ursprüngliche Prognosen massiv überschritten, meldet Credit Suisse. Dass heißt, es wollten so viele Anleger aus dem inzwischen 20 Jahre alten Fonds aussteigen, dass die gebunkerte Liquidität von 1,6 Milliarden nicht ausreichte, um alle auszuzahlen. Jetzt bekommt niemand Geld und alle müssen warten, was in den kommenden fünf Jahren passiert, in denen das Management alle 98 Immobilien zu Geld machen soll. So viel ist klar: Auf dem Immobilienmarkt wird es eng. Dort tummeln sich schon die anderen sieben Privatanleger-Fonds, die ebenso wie CS Euroreal aufgelöst werden müssen und alle ihre Immobilien verkaufen. Der Konkurrenzkampf um Käufer steigt. Auch die Hilfe von Konkurrenten, wie der Deka, die in den vergangenen Monaten noch zwei Immobilien von Credit Suisse für eigene Immobilienfonds gekauft hat, hat nicht gereicht, die Liquidität so stark zu erhöhen, dass alle Anleger ausgezahlt werden konnten, die gehen wollten.

Anleger schauen in die Röhre
Dass Credit Suisse allerdings die schon jetzt angehäufte Liquidität erst im zweiten Kalenderhalbjahr ausschütten will und sogar vielleicht die Anleger bis zur regulären Ertragsausschüttung im Dezember hinhalten könnte, ignoriert die mitunter prekäre Lage der Anleger, die auf das Geld angewiesen sind, weil sie schon seit zwei Jahren nicht darüber verfügen konnten.
SEB hat das beim SEB ImmoInvest anlegerfreundlicher gemacht und gibt den Anlegern immerhin ein Fünftel des Anteilspreises schon Ende Juni zurück. Etwa zehn Euro pro Anteil fließt jedem Anleger dann zu. Da hätte auch Credit Suisse Anlegern zeitnäher einen Termin für die Auszahlung nennen müssen. Ein erster Geldsegen im Dezember wäre reichlich spät. Dadurch wächst die Ungeduld der Anleger und die Befürchtung vieler, in der Abwicklungsphase der Willkür der Manager ausgesetzt zu sein.

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