Die Mitte wohnt arm: So soll Wohnen wieder bezahlbar werden

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Die Mitte wohnt arm: So soll Wohnen wieder bezahlbar werden

Die Interessenten bei der Wohnungsbesichtigung stehen vielerorts bis an den Gehsteig. Schon Normalverdiener müssen in Großstädten lange nach bezahlbaren Wohnungen suchen. Für Ärmere bleibt kaum noch Platz.

Die Krankenschwester geht jeden Tag zur Arbeit und verdient nicht einmal schlecht. In München, Hamburg oder Frankfurt findet sie häufig trotzdem keine bezahlbare Wohnung. Genau wie die Rentnerin und der Handwerker. Für Normalverdiener werde es immer enger in den deutschen Großstädten, warnt die Wohnungswirtschaft. So eng, dass sozialer Wohnungsbau längst nicht mehr nur etwas für Ärmere ist. Doch wo Normalverdiener in den günstigsten Wohnungen leben, bleibt für richtig Arme erst recht kein Platz.

Prognose für Mieten bis 2015

  • Hamburg

    Durchschnittspreis 2012: 10,4 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +10,5 Prozent

    Quelle: Feri Eurorating Services AG

  • München

    Durchschnittspreis 2012: 12,6 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +9,5 Prozent

  • Frankfurt am Main

    Durchschnittspreis 2012: 11,5 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +9,3 Prozent

  • Dresden

    Durchschnittspreis 2012: 6,1 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +8,3 Prozent

  • Berlin

    Durchschnittspreis 2012: 7,5 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +8,2 Prozent

  • Freiburg

    Durchschnittspreis 2012: 8,9 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +7,7 Prozent

  • Augsburg

    Durchschnittspreis 2012: 7,2 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +7,5 Prozent

  • Bonn

    Durchschnittspreis 2012: 9,4 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +7,2 Prozent

  • Bremen

    Durchschnittspreis 2012: 7,2 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +7,1 Prozent

  • Düsseldorf

    Durchschnittspreis 2012: 9,6 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +7,1 Prozent

  • Leipzig

    Durchschnittspreis 2012: 5,7 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +7,1 Prozent

  • Köln

    Durchschnittspreis 2012: 9,2 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +6,9 Prozent

  • Münster

    Durchschnittspreis 2012: 8,7 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +6,7 Prozent

  • Chemnitz

    Durchschnittspreis 2012: 4,9 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +5,4 Prozent

  • Bochum

    Durchschnittspreis 2012: 6,3 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +4,5 Prozent

„Sie können nicht mehr so bauen, dass sich die Menschen eine Neubauwohnung leisten können“, beklagt der Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Axel Gedaschko. Neue Wohnungen entstehen seit Jahren vor allem im Luxussegment. Neubau mit mittleren und niedrigen Mieten für die Krankenschwester oder den Rentner lohnten sich nicht mehr, seit die Baukosten der Inflation davongerannt seien, begründet Gedaschko.

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Jetzt werden dort, wo mittlere Mieten selten sind, auch noch die Sozialwohnungen knapp. Von den im Jahr 2002 noch 2,5 Millionen Wohnungen mit gedeckelten Mieten ist ein Jahrzehnt später fast eine Million verschwunden. Die Preisbindung des sozialen Wohnungsbaus aus der Nachkriegszeit läuft aus. Dabei könnte Deutschland einer Pestel-Studie zufolge eigentlich vier Millionen Sozialwohnungen gebrauchen. Allein um den Status quo zu halten, müssten jährlich zwischen 60.000 und 100.000 solcher Wohnungen entstehen.

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