Energetische Sanierung: Bausparkassen wettern gegen CO2-Ziele des Bundes

ThemaImmobilien

Energetische Sanierung: Bausparkassen wettern gegen CO2-Ziele des Bundes

Bild vergrößern

Eine Dachdeckerin verlegt Mineralwolle zur Wärmedämmung auf dem Dach eines Hauses. Laut einer Studie sind die Gebäude in Deutschland gut saniert.

Bei der energetischen Gebäudesanierung kann Deutschland sich sehen lassen: Die Häuser sind erstaunlich gut gedämmt. Starre Gesetzesvorgaben helfen aber nicht, denn die Deutschen investieren freiwillig - und klug. Zu diesem Urteil kommt eine Studie des Empirica-Instituts.

Um die Energiewende in Deutschland voranzutreiben, ist die Einsparung von Energie ein entscheidender Pfeiler. Hilfreich ist dabei nicht nur das Abschalten, sondern auch eine Investition in eine gute Wärmedämmung von Wohnungen und Häusern. So müssen die Bewohner möglichst wenig Energie aufwenden, um eine angenehme Temperatur in ihrem Wohnraum zu halten. Das spart Öl, Gas oder auch Strom, eben je nach eingesetzter Heiztechnik - und das wiederum reduziert den Ausstoß des klimaschädlichen CO2.

Um die Energieeffizienz der Häuser schnell zu steigern und möglichst viel CO2 zu sparen, strebt die Bundesregierung das Ziel an, dass die Gebäude in Deutschland bis 2050 nahezu klimaneutral sein sollen. Hierfür soll die Sanierungsrate verdoppelt werden. Unsinn, befinden nun eine Studie des Empirica-Instituts.

Anzeige

Die Untersuchung zum aktuellen energetischen Zustand älterer Ein- und Zweifamilienhäuser, die im Auftrag der Privaten Bausparkassen durchgeführt wurde, bringt ans Licht, dass sie erstaunlich gut saniert sind. Demnach haben bereits 96 Prozent aller Fenster in der untersuchten Gebäudegruppe eine Doppelverglasung. Auch in Sachen Heizungsanlagen sieht es gut aus: Laut der Studie sind 81 Prozent der Heizungen als hoch oder höchst effizient einzuordnen.

Umstrittene Ersparnis Kostenfalle Wärmedämmung

Viele Hausbesitzer wollen Heizkosten sparen und investieren Unsummen in Fassadendämmungen. Aber anstelle einer Ersparnis steigen die Heizkosten sogar, sagen Kritiker. Was Immobilienbesitzer wissen sollten.

Modell eines sanierten Gebäudes Quelle: dpa

In immerhin 69 Prozent der Häuser gibt es schon eine Wärmedämmung nach oben, also zum Dach oder zur oberen Geschossdecke hin. Nachholbedarf gibt es hingegen bei der Dämmung der Außenwände, der Kellerdecke und Fußböden - hier sind erst in einer Minderheit der Häuser, nämlich bei 24 Prozent, entsprechende Maßnahmen ergriffen worden.

Entstanden sind die energetischen Verbesserungen der Ein- und Zweifamilienhäuser laut der Studie meist über viele Jahre hinweg, in kleinteiligen Sanierungsschritten. Die Hausbesitzer nahmen die Maßnahmen vor allem dann vor, wenn ohnehin Ausbesserungen nötig wurden. "Hier hat sich die Investition oft auch gerechnet", erklärt Prof. Dr. Harald Simons, Vorstandsmitglied von Empirica. Denn durch die geringeren Heizkosten kommen die Investitionskosten über die Jahre hinweg wieder rein.

Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%