Erster IPO des Jahres: Immobiliengesellschaft LEG wagt sich an die Börse

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Erster IPO des Jahres: Immobiliengesellschaft LEG wagt sich an die Börse

von Saskia Littmann

Der erste IPO des Jahres steht in den Startlöchern: Die Immobiliengesellschaft LEG traut sich aufs Parkett. Was die LEG ihren Anlegern zu bieten hat und warum die Düsseldorfer schon bald in den MDax aufrücken könnten.

Erst waren es Vermutungen, jetzt ist es Gewissheit: Die nordrhein-westfälische Immobiliengesellschaft LEG geht an die Börse. Das Unternehmen gab am Montag in Frankfurt Details zum Börsengang bekannt. „Die guten Septemberzahlen versetzen uns in die Lage, im Februar an den Kapitalmarkt zu gehen“, sagt Eckhard Schultz, Finanzvorstand der LEG, mit Blick auf den bilanziellen Zwischenstand am 30.09.2012.

Ab heute läuft die Zeichnungsfrist der Papiere. Noch bis zum kommenden Donnerstag, dem 31. Januar 2013, können Anleger die Aktien innerhalb der ausgegebenen Preisspanne von 41 Euro bis 47 Euro zeichnen. Ab dem 1. Februar soll die Aktie dann an der Frankfurter Börse gelistet werden (ISIN: DE000LEG1110). Mit rund 90.000 verwalteten Wohnungen wäre die LEG nach einem geglückten Börsengang hinter der Gagfah die zweitgrößte in Deutschland notierte Immobiliengesellschaft.

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Insgesamt werden knapp 26,5 Millionen Aktien, mit einer möglichen Mehrzuteilung wären es sogar 30,5 Millionen Papiere. Das entspricht einem Unternehmensanteil von bis zu 57,5 Prozent. Bisher hatten Analysten mit einem geringeren Teil gerechnet. Im Idealfall könnte der Börsengang bis zu 1,4 Milliarden Euro in die Kassen bringen. Das Geld geht an die Eigner, den Finanzinvestor Perry Luxco und die Whitehall Immobilienfonds von Goldman Sachs.

Goldman Sachs begleitet auch den Börsengang der LEG, zusammen mit der Deutschen Bank. Was die Notierung angeht sind die Experten zuversichtlich. „Wir haben ein sehr gutes Feedback von den Investoren bekommen“, sagt Foruhar Madjlessi von der Deutschen Bank. Es gäbe daher keine Anzeichen, dass der Börsengang zu spät käme.

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Risiko trotz positivem Marktumfeld

Das Marktumfeld für Immobiliengesellschaften gilt derzeit noch als positiv. Die hohe Immobiliennachfrage in Deutschland wirkt sich auf die Kurse von Deutsche Wohnen und Co. aus, die Papiere notieren so weit oben wie schon lange nicht mehr. Allerdings halten einige Analysten die Aktien bereits für überbewertet und rechnen mit baldigen Gewinnmitnahmen an der Börse. Börsengänge wie der der LEG senden ein passendes Signal, denn normalerweise deuten sie auf hohe Preise an den Börsen hin. Und nicht nur die LEG zieht es auf Parkett, auch die Deutsche Annington will in absehbarer Zeit an die Börse kommen.   

Laut einer aktuellen Immobilienstudie von Close Brothers Seydler Research ist jetzt auch genau der richtige Zeitpunkt dafür. „Das Marktumfeld für Börsengänge im Immobiliensektor ist sehr positiv“, sagt Roger Peeters, Vorstand des Analysehauses. Früher sei der Börsengang einer Immobiliengesellschaft eher eine Exitstrategie gewesen, das Wachstum des Unternehmens war dann in der Regel zunächst beendet. „Now, the listing is not the end, it’s the beginning of the story“, schreiben die Analysten – im Rahmen des aktuell positiven Marktumfeldes markiert ein Börsengang erst den Anfang des Wachstums.

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