Gbureks Geld-Geklimper: Das Märchen von der Immobilienblase

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kolumneGbureks Geld-Geklimper: Das Märchen von der Immobilienblase

Kolumne von Manfred Gburek

In Deutschland lebt man mehr zur Miete als im trauten Eigenheim. Dabei wird es bleiben, weil es politisch so gewollt ist: Wählerstimmen zählen mehr als Mietrenditen.

Erst erwischte es die amerikanischen, dann die irischen und spanischen Hauseigentümer: Die Preise drohten ins Bodenlose zu stürzen, und schon war vom Platzen der Immobilienblase die Rede. Dieser Begriff hielt denn auch – allerdings unter umgekehrten Vorzeichen - schnell Einzug in den deutschen Wortschatz, nachdem die Preise hiesiger Häuser und Wohnungen vom Rückwärts- in den Vorwärtsgang gewechselt hatten. Die SPD nahm sich des Themas auf ihre Weise an, indem sie es an bezahlbaren Mieten aufhängte und damit in den Bundestagswahlkampf zu ziehen begann.

Die Realität ist in Deutschland allerdings viel differenzierter, zum Teil sogar ernüchternd: Wie eine Auswertung der Angebotspreise deutscher Wohnhäuser in den vergangenen sechs Jahren von März 2007 bis März 2013 durch die Marktforscher von ImmobilienScout24 zeigt, hielt sich der Preisanstieg von 12,1 Prozent für Neubauten und erst recht der von 7,1 Prozent für Bestandsbauten im Rahmen. Und was die Mieten betrifft: Sie zogen mit einem Plus von 13,6 Prozent auch nicht gerade auf und davon.

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Groß- und Mittelstädte sind bevorzugt

So weit die Durchschnittszahlen. Bricht man sie auf die Metropolen herunter, sieht die Immobilienwelt indes etwas anders aus: Dort erreichte der Preisanstieg sogar schon im Jahresvergleich zweistellige Prozentdimensionen, etwa bei Bestandswohnungen in Frankfurt mit plus 12,2 Prozent oder in München mit dem Topwert von plus 17,0 Prozent. Im Vergleich der Metropolen fällt auf, dass beim Preisanstieg der Wohnungen während der vergangenen sechs Jahre Hamburg knapp vor München und Berlin liegt, während Köln und Frankfurt erst mit gehörigem Abstand folgen. Michael Kiefer, Chefanalyst von ImmobilienScout 24, resümiert: „In begehrten Lagen der Groß- und Mittelstädte hat der Markt noch keine Sättigung erreicht. Hier geht der Trend weiter nach oben.“

Auch Andreas Schulten vom Vorstand der Marktforschungsfirma BulwienGesa bevorzugt für seine Studien den Zeitraum von sechs Jahren. Schwerpunkt der Analysen war zuletzt die Projektentwicklung in den Metropolen, die gerade für den Wohnungsbau besonders erfreulich ausfiel: Mit mehr als 2400 Projekten überragen Wohnprojekte aktuell alle anderen Nutzungsarten, entsprechend 56 Prozent der Projektflächen in den Ballungsgebieten, die Schulten zusätzlich zu den bereits genannten um Düsseldorf und Stuttgart erweitert hat. Wobei Berlin mittlerweile allen anderen davonzieht.

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