Gbureks Geld-Geklimper: Der Wahnsinn geht noch weiter

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Gbureks Geld-Geklimper: Das absurde Mietendeckel-Menetekel

Der Wahnsinn geht noch weiter

Auch die absehbaren kurzfristigen Effekte sind nicht ohne. Welch ein Wahnsinn: Zwar gilt die Mietbremse nicht im Fall der Erstvermietung eines Neubaus, aber dessen Eigentümer müsste danach mit der Erhöhung seiner Miete so lange warten, bis die - wegen ihrer Stellschrauben nicht eindeutige - ortsübliche Vergleichsmiete das Niveau der Neubaumiete erreicht hat. Arme Investoren, die sich so etwas antun: Setzen sie die Anfangsmiete niedrig an, bleibt unter dem Strich nur eine karge Rendite übrig, den üblichen Ärger mit renitenten Mietern inbegriffen. Setzen sie die Anfangsmiete dagegen hoch an, müssen sie schlimmstenfalls bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten, um sie erhöhen zu dürfen.

Mietpreisentwicklung in den zehn größten Städten Deutschlands

  • Durchschnitt 2013

    Durchschnittliche Nettokaltmiete pro Quadratmeter: 8,27 Euro

    Untersucht wurden Bestandswohnungen ab Baujahr 1949 mit mittlerem Wohnwert

    Im Folgenden: Sortiert nach Einwohnerzahl in absteigender Reihenfolge

    Quelle: Immobilienverband Deutschland IVD - Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.; veröffentlicht am 1. Oktober 2013

  • Berlin

    Nettokaltmiete pro Quadratmeter: 7,05 Euro

    Veränderung gegenüber 2012: +7,62 Prozent

  • Hamburg

    Nettokaltmiete pro Quadratmeter: 8,95 Euro

    Veränderung gegenüber 2012: +5,29 Prozent

  • München

    Nettokaltmiete pro Quadratmeter: 11,90 Euro

    Veränderung gegenüber 2012: +6,25 Prozent

  • Köln

    Nettokaltmiete pro Quadratmeter: 8,50 Euro

    Veränderung gegenüber 2012: +6,25 Prozent

  • Frankfurt am Main

    Nettokaltmiete pro Quadratmeter: 8,80 Euro

    Veränderung gegenüber 2012: +2,33 Prozent

  • Stuttgart

    Nettokaltmiete pro Quadratmeter: 10,00 Euro

    Veränderung gegenüber 2012: +4,17 Prozent

  • Dortmund

    Nettokaltmiete pro Quadratmeter: 5,50 Euro

    Veränderung gegenüber 2012: +5,77 Prozent

  • Düsseldorf

    Nettokaltmiete pro Quadratmeter: 8,50 Euro

    Veränderung gegenüber 2012: +0,00 Prozent

  • Essen

    Nettokaltmiete pro Quadratmeter: 6,50 Euro

    Veränderung gegenüber 2012: +8,33 Prozent

  • Bremen

    Nettokaltmiete pro Quadratmeter: 7,00 Euro

    Veränderung gegenüber 2012: +7,69 Prozent

Wohnungsgesellschaften profitieren doppelt

Die Mietbremse droht potenzielle Investoren zu verscheuchen, den Neubau von Wohnungen zum Erliegen zu bringen und damit das Gegenteil dessen zu bewirken, was sie bezwecken soll, nämlich bezahlbaren Wohnraum für breite Kreise der Bevölkerung zu schaffen. Das heißt, letzten Endes ist sie unsozial. Dies auch deshalb, weil Vermieter, wenn sie sich schon mit gedeckelten Mieten abfinden müssen, im Zweifel immer Mieter bevorzugen werden, die kein Ausfallrisiko bergen. Im Übrigen droht ihnen von einer weiteren Seite Gefahr: Ein Gesetzentwurf Nordrhein-Westfalens aus diesem Jahr sieht vor, dass Mieter die Miete mindern dürfen, falls Vermieter die energetische Sanierung nicht in Angriff nehmen.

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Interessant ist, zu beobachten, wie clevere Vermieter in Einzelfällen bereits jetzt auf das drohende Ungemach reagieren: Sie erhöhen die Mieten, wo immer sie können, bevor es zu spät ist. Nicht zuletzt die privaten Wohnungsgesellschaften machen davon Gebrauch. Eine der Folgen ist, dass deren Mieter ihr Erspartes zusammenkratzen, um Wohnungen, in denen sie schon lange leben, lieber zu kaufen statt sie weiter zu mieten. Daraus ergibt sich ein doppelter positiver Effekt für die Wohnungsgesellschaften: höhere Renditen durch steigende Mieten und durch zunehmende Erlöse aus Wohnungsverkäufen.

Wohnungsaktien, die Alternative für Vermieter und sonstige Anleger

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Private Vermieter – und natürlich auch andere Anleger – sollten folglich darüber nachdenken, ob es, statt weiter mit dem Mietrecht und seinen Absurditäten auf Kriegsfuß zu stehen, nicht sinnvoll sein könnte, nach der nächsten Abwärtsreaktion der Kurse Aktien von Wohnungsgesellschaften zu kaufen. Deren Palette reicht von der gut geführten Gagfah und der mit Schwerpunkt in Berlin strategisch günstig aufgestellten Deutsche Wohnen einschließlich der einverleibten GSW bis zur TAG sowie zu den noch nicht allzu lange börsennotierten LEG und Deutsche Annington mit starker Konzentration auf Nordrhein-Westfalen. Für eine gewisse Vielfalt und damit auch Risikostreuung ist also gesorgt.

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