Gbureks Geld-Geklimper: Vermieter auf der Anklagebank

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kolumneGbureks Geld-Geklimper: Vermieter auf der Anklagebank

Kolumne von Manfred Gburek

Das neue Mietrechtsänderungsgesetz beschert Wohnungsvermietern weitere Restriktionen. SPD und Grüne wollen es sogar toppen. Vermieter sollten die Konsequenzen ziehen.

Die Deutschen wohnen überwiegend zur Miete. Das ist praktisch, wenn sie umziehen, weil sie dann nur fristgerecht zu kündigen und ihre Wohnung in einem ordentlichen Zustand zu hinterlassen brauchen. So ersparen sie sich langwierige Verkaufsverhandlungen und -versuche, die sie sonst unternehmen müssten, falls sie aus einem eigenen Haus oder einer eigenen Wohnung ausziehen.

Eigennutzer wiederum genießen einige Vorteile, von denen sie einen gewissen Schutz vor der Geldentwertung durch die Substanz ihrer Immobilie – sofern die Lage stimmt - und das Ausbleiben von Streitereien mit Vermietern am meisten schätzen dürften. Alles in allem steht es also zwischen Mietern und Eigennutzern ungefähr eins zu eins.

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Prognose für Eigentumswohnungen bis 2015

  • Hamburg

    Durchschnittspreis 2012: 2.352 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +15,7 Prozent

    Quelle: Feri Eurorating Service AG

  • München

    Durchschnittspreis 2012: 3.401 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +11,3 Prozent

  • Dresden

    Durchschnittspreis 2012: 1.279 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +10,1 Prozent

  • Stuttgart

    Durchschnittspreis 2012: 2.331 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +9,8 Prozent

  • Leipzig

    Durchschnittspreis 2012: 1.148 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +9,6 Prozent

  • Freiburg

    Durchschnittspreis 2012: 2.212 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +9,3 Prozent

  • Mannheim

    Durchschnittspreis 2012: 1.813 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +8,8 Prozent

  • Frankfurt am Main

    Durchschnittspreis 2012: 2.600 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +8,4 Prozent

  • Köln

    Durchschnittspreis 2012: 2.268 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +8,3 Prozent

  • Berlin

    Durchschnittspreis 2012: 1.894 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +8,0 Prozent

  • Hannover

    Durchschnittspreis 2012: 1.131 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +7,6 Prozent

  • Augsburg

    Durchschnittspreis 2012: 1.585 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +7,2 Prozent

  • Bonn

    Durchschnittspreis 2012: 1.975 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +7,1 Prozent

  • Düsseldorf

    Durchschnittspreis 2012: 2.459 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +6,8 Prozent

  • Chemnitz

    Durchschnittspreis 2012: 766 Euro/qm
    Preisentwicklung bis 2015: +4,8 Prozent

Und die Vermieter? Die meisten von ihnen freuen sich gerade, weil Wohnungsmieten und -preise steigen – zumindest in den deutschen Metropolen, Universitätsstädten und sonstigen bevorzugten Lagen. Ansonsten genießen sie die niedrigen Darlehenszinsen, die dafür sorgen, dass Vermieter zurzeit unter dem Strich Renditen erwirtschaften, die mit Bundesanleihen oder Festgeld schon lange nicht mehr zu erzielen sind.

Also alles in Butter? Von wegen, und das nicht allein deshalb, weil SPD, Grüne und Die Linke Vermietern den Garaus machen wollen.

Volkssport Mietminderung

Am 1. Mai ist nämlich nach zwei Jahren hartnäckiger Diskussionen, von der Öffentlichkeit kaum beachtet, das Mietrechtsänderungsgesetz in Kraft getreten. Es liefert so viel Zündstoff, dass Mieter und Vermieter demnächst häufiger als bisher aneinander geraten dürften. Bezeichnenderweise setzt es zunächst an einem Punkt an, der auch schon bisher so manchen Vermieter auf die Palme gebracht hat: Mietminderung. Dieser Volkssport dürfte durch das neue Gesetz nicht unterbunden, sondern nur verlagert werden: auf die sogenannte energetische Modernisierung.

Diese hat zur Folge, dass Mieter die Miete in einem Zeitraum bis zu drei Monaten nicht mindern dürfen, auch wenn das Wohnen durch Lärm, Staub oder Sonstiges beeinträchtigt wird. Ist ja toll, könnten Vermieter sich nun freuen. Aber Vorsicht: Als energetische Modernisierungen gelten nur solche baulichen Veränderungen, „durch die in Bezug auf die Mietsache Endenergie nachhaltig eingespart wird“. Vermieter, die ihrem Mietobjekt sonst noch was Modernes verpassen, müssen sich im Zweifel also auf eine Mietminderung gefasst machen.

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