Gbureks Geld-Geklimper: Wohnimmobilien sind sexy

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Wohnhäuser im Jugendstil

Kolumne

Anleger nehmen die Zukunft vorweg und kaufen wieder mehr Wohnimmobilien - eine Rechnung mit mehreren Unbekannten, aber mit Aussicht auf Erfolg.

Das nennt man eine steile Karriere, steiler geht es nicht: zu DDR-Zeiten in Mecklenburg geboren, nach dem BWL-Studium Analyst in London, Gründer einer Immobilien-Investmentgesellschaft, dazu ein Buch geschrieben (Untertitel: "Warum kaufen besser ist als mieten"), erst in den Aufsichtsrat der TAG Immobilien AG berufen und nun seit dem 1. Juli noch nicht mal als Mittdreißiger deren Vorstandschef. Name: Rolf Elgeti. Der Haupttitel seines Buches verrät noch mehr von der dahinter stehenden Mission: "Der kommende Immobilienmarkt in Deutschland". Ein antizyklisches, ein positives Buch, denn Elgeti konzentriert sich auf die Chancen.

Betrachtet man die Charts der Wohnimmobilien-Aktien, ließe sich in der Tat von einem Turnaround sprechen: Der TAG-Aktienkurs hat sich seit seinem Tiefststand im Februar mehr als verdoppelt, der des Wohnimmobilien-Branchenprimus Gagfah, dessen Tief schon im vergangenen Dezember war, zwischenzeitlich mehr als verdreifacht, der des Konkurrenten Deutsche Wohnen von Dezember bis April sogar vervierfacht, bevor er im Mai und Juni nach unten driftete.

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Die Reichen suchen Inflationsschutz

Zwei andere, in diesem Fall negative Beispiele: Estavis bleibt am Boden, Vivacon ist zum Pennystock degradiert. Es gilt also zu differenzieren, in Zukunft noch mehr als bisher, denn die Zickzackbewegungen der Charts – bis zum vergangenen Herbst steil abwärts, dann unter starken Schwankungen überwiegend kräftig erholt – spiegeln neben den Erwartungen der Profianleger auch den kommenden Wandel am deutschen Wohnimmbilienmarkt wider.

Direktinvestment mit Fragenkatalog

Wer von dem Wandel mit Direktanlagen statt Aktien profitieren will, sollte allerdings zuerst einen umfangreichen Fragenkatalog durchgehen, um die Chance auf eine lohnende Investition wahrzunehmen. Wichtige Fragen: Lohnt der Einstieg im Vergleich zu anderen Anlagen? In welche Wohnimmobilien und wo? Laufen Berlin und Hamburg dem scheinbar ewigen Ersten München bald den Rang ab? Wo wächst, wo schrumpft die Bevölkerung? Wie wirkt sich die zunehmende Überalterung auf einzelne Standorte aus? Kommt es zur Flucht vom Land in die Stadt? Welche Fördergelder lassen sich einstreichen? Was bringt die energetische Sanierung? Rechnet sich der Denkmalschutz? Wird die Politik in der nächsten Legislaturperiode Wohnimmbilien fördern wie einst mit § 7b, später § 10e EStG und dann mit der Eigenheimzulage? Bleibt es beim strengen Mieterschutz? Welche Nebenkosten und Steuern fallen an? Schützen Immobilien vor Inflation? Soll man bei den zurzeit immer noch niedrigen Zinsen einen Baukredit aufnehmen oder lieber warten?

Wer in diesen Tagen Immobilienmakler fragt, die offen und ehrlich antworten, ist erstaunt: An Wohnimmobilien, speziell an schicken Altbauten interessierte Großanleger, vor allem Family Offices, wollen sich primär vor der drohenden Inflation schützen, auch wenn die längst noch nicht spürbar ist. Sie sind es leid, von ihrer Bank oder Sparkasse mit Mini-Tages- und Festgeldzinsen abgespeist zu werden.

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