Gebäudeversicherungen: Prämien für Gebäudeschäden drohen zu steigen

Gebäudeversicherungen: Prämien für Gebäudeschäden drohen zu steigen

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Nach Sturm und Hagel sind Versicherte auf ihre Versicherung angewiesen. Die Versicherer fürchten die zunehmenden Unwetter allerdings wegen hoher Verluste.

Einige Gebäudeversicherer setzen ihren Kunden die Pistole auf die Brust: Entweder höhere Prämien oder Kündigung. Wie Sie am besten mit einer Änderungskündigung umgehen.

Es klingt ganz einfach: Eine Wohngebäudeversicherung zahlt, wenn Sturm, Feuer oder Leitungswasser einen Schaden am Haus verursacht. Was für Versicherte bei einem Hausschaden oft eine Erleichterung ist, ist für deutsche Gebäudeversicherer ein Verlustgeschäft. 13 Prozent lagen die Ausgaben der Versicherer für Verwaltung und Schäden über den Prämien. Bei rund vier Milliarden Euro gezahlten Schadenprämien im vergangenen Jahr bedeutet das für deutsche Versicherer einen enormen Verlust.

Diese Verluste wollen die Versicherer jetzt reduzieren. "Bei neuen Versicherungen für Wohngebäude unterstelle ich, dass die meisten Gesellschaften etwas tun werden. Dort nehmen die Schäden wirklich signifikant zu", sagt Michael Westkamp, Chef der Aachen Münchener Versicherung der Neuen Osnabrücker Zeitung. Die Schadenssummen, die Versicherer für Elementarschäden wie zum Beispiel die Überschwemmungen im Sommer 2013, aufwenden müssen, haben sich zwar in den letzten drei Jahren halbiert. "Die Intervalle, in denen Naturkatastrophen auftreten, werden immer kürzer", sagt eine Sprecherin des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft.

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Bei Änderungskündigungen gilt: Friss oder stirb!

Das Mittel der Wahl ist bei einigen Versicherern eine sogenannte Änderungskündigung. Die betroffenen Versicherten erhalten dann ein Schreiben ihres Versicherers, in dem er neue Konditionen vorschlägt. Wenn der Kunde nicht einwilligt, droht ihm die Kündigung. Das ist rechtens, weil sowohl Versicherte als auch Versicherung nach jedem Schadensfall außerordentlich kündigen dürfen.

Doch was können Versicherte tun, wenn eine Änderungskündigung im Briefkasten liegt? Den Vertrag zu gleichen Konditionen fortzuführen, ist in der Regel nicht möglich. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg rät Kunden in einem solchen Fall, dem Versicherer einen höheren Selbstbehalt anzubieten oder auf bestimmte Leistungen aus dem Vertrag zu verzichten.

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Sollte die Versicherung darauf nicht eingehen, können Kunden den Anbieter bitten, den Vertrag selbst aufzulösen. Wenn der Kunde nämlich einen neuen Vertrag sucht, hat er keine Kündigung in seiner Versicherungshistorie. So finden Versicherte einen günstigeren Tarif nach der Vertragsauflösung.

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